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18.04.2014 - 15:52 Uhr


HSV gegen VfL - Spiel der Gegensätze

Im Hinspiel trennten sich der VfL Wolfsburg und der Hamburger SV in einer hart umkämpften Partie mit 1:1

Mirko Slomka (r.) erklärt Petr Jiracek seinen Matchplan für das Rückspiel gegen den VfL

Die Wölfe um Marcel Schäfer (l.) und Dieter Hecking mussten unter der Woche eine bittere Pleite im DFB-Pokal-Halbfinale einstecken. In der Liga heißt das Ziel: CL-Qualifikation

Hamburg - Der VfL Wolfsburg dürfte vor dem Spiel gegen den Hamburger SV (ab 18 Uhr im Live-Ticker) gewarnt sein. Denn mit Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen stolperten bereits zwei Champions-League-Kandidaten in der Imtech-Arena.

Und die Hamburger sind auf die Heimpunkte - aufgrund der extremen Auswärtsschwäche - im Abstiegskampf angewiesen. Das weiß auch HSV-Coach Mirko Slomka. "Wir haben bereits 54.000 Karten verkauft. Unsere Zuschauer als zwölfter Mann sind entscheidend", sagte er vor der Partie. Mit einem Dreier würde Hamburg mindestens den Relegationsplatz sichern.

Slomka: "Da sind sie anfällig"

Doch Slomka erhofft sich noch mehr. Auf die Frage, ob er als studierter Mathe-Lehrer ausgerechnet habe, wie viele Punkte der HSV für das Ziel Platz 15 noch benötige, gab er eine humorvolle, aber treffende Antwort. "Einen mehr als die beiden Mannschaften hinter uns und der VfB Stuttgart." (Spielen Sie Schicksal mit unserem Tabellenrechner)

Gegen Wolfsburg soll also der Grundstein für drei weitere Endspiele gelegt werden. Slomka hat dafür schon einen Matchplan entwickelt und die Schwächen des VfL ausgemacht: "In der Rückwärtsbewegung sind sie anfällig, in der Rückrunde hat der VfL ligaweit die meisten Gegentore kassiert. Wir müssen versuchen, schnell umzuschalten", forderte der 46-Jährige. 26 Treffer bekam der VfL in den 13 Spielen im Jahr 2014.

Allerdings liegen die Wölfe in der Rückrundentabelle auch auf Platz 5 - und damit weit vor dem HSV, der Sechzehnter ist. Das negative Torverhältnis ist dem Zwei-Wochen-Tiefschlaf gegen 1899 Hoffenheim (2:6) und gegen dem FC Bayern (1:6) geschuldet. Bis auf die beiden Partien hat der VfL eine ordentliche Rückserie gespielt. In den vergangenen sechs Spielen verlor man nur eines - und das auch nur unglücklich in Dortmund mit 1:2 (alle Ergebnisse des VfL).

Hecking: "Glanzleistung mitnehmen"

Besonders auf das starke Spiel gegen Nürnberg (4:1) will Dieter Hecking aufbauen. "Wir sind zuversichtlich, dass wir das internationale Geschäft erreichen. Am liebsten natürlich so schnell wie möglich", sagte der VfL-Coach auf der obligatorischen Pressekonferenz. Wichtig wird für die Wölfe sein, nur das Positive aus dem DFB-Pokalhalbfinale gegen Dortmund mitzunehmen.

"Wir haben am Dienstag ein Riesenspiel gezeigt. Diese Glanzleistung wollen wir jetzt mit zum HSV nehmen und natürlich das eine oder andere Tor mehr erzielen als der Gegner", forderte Hecking. Er weiß um die kritische Situation im Hamburger Lager. Es sei fast schon die letzte Chance für den HSV und er erwarte deshalb ein kampfbetontes und schweres Spiel an der Elbe. (Zu den Vorschaufakten)

Als weitere Hürde hat der VfL-Trainer die Hamburger Fans ausgemacht. "Es wird eine ähnliche Stimmung sein wie in Dortmund. Eine Fangemeinde, die kompromisslos hinter ihrer Mannschaft stehen wird", vermutete der 49-Jährige. Außerdem muss seine Mannschaft auswärts kaltschnäuziger agieren als zuletzt beim BVB: In den vergangenen vier Spielen hat Wolfsburg nur in Bremen als Sieger den Platz verlassen.

Malanda fehlt dem VfL - HSV mit Verletzungspech

Beim VfL verletzte sich im DFB-Pokal-Spiel unter der Woche Junior Malanda. Der junge Belgier hatte Glück im Unglück und erlitt einen "nur" Kapsel- und Innenbandanriss. Er wird wahrscheinlich durch Slobodan Medojevic ersetzt. Wieder dabei nach seinem Kreuzbandriss ist Vieirinha. Er könnte wie gegen Nürnberg und Dortmund eingewechselt werden. "Ich traue ihm aber auch zu, von Anfang zu spielen", meinte Hecking. Zudem wird Ricardo Rodriguez nach seiner Sperre im Pokal-Halbfinale zurückkehren.

Dem HSV wiederum bleibt das Verletzungspech treu: So fallen neben den Langzeitverletzten auch Rafael van der Vaart (Zerrung) und Pierre-Michel Lasogga (Muskelfaserriss) sicher aus. Milan Badelj und Heiko Westermann werden erst morgen wissen, ob sie spielen können. Immerhin: Kerem Demirbay steht erstmals seit September 2013 wieder im Kader.

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