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Bundesliga

14.03.2014 - 16:29 Uhr


Stevens-Debüt und Borussen-Duell

Huub Stevens (l.) gibt im Spiel gegen Werder Bremen sein Debüt für den VfB Stuttgart. Er muss den jungen Spielern um Rani Khedira im Abstiegskampf neues Selbstvertrauen geben

Im Niedersachsen-Duell schafften Mirko Boland (r.) und Braunschweig die große Überraschung bei Luiz Gustavos (2.v.r.) Wolfsburgern. Der Aufsteiger siegte mit 2:0

Max Kruse (l.), hier im Duell mit Nuri Sahin, sucht momentan nach seiner Form. Beim 2:0-Hinspiel traf er noch im Borussen-Duell gegen Dortmund

München - Borussia Dortmund sinnt im Duell gegen Borussia Mönchengladbach auf Revanche. Das Hinspiel verlor der BVB trotz drückender Überlegenheit in Gladbach mit 0:2. Der VfL Wolfsburg will sich ebenfalls rehabilitieren. Er unterlag mit demselben Ergebnis im Niedersachsen-Duell Eintracht Braunschweig.

Außerdem tragen der 1. FSV Mainz 05 und Hertha BSC ein Fernduell um die Europapokal-Plätze aus. Die 05er empfangen die Wundertüte aus Hoffenheim, die Berliner kämpfen gegen Hannover gegen ihre Heimschwäche. Gleichzeitig gibt Huub Stevens in Bremen sein Debüt für den VfB Stuttgart. Die Schwaben stehen unter Druck und müssen an der Weser ihre schwarze Serie von neun Spielen ohne Sieg beenden (alle Spiele ab 15 Uhr im Live-Ticker). Dutts Bremer gehen voller Zuversicht in das dritte Abstiegsduell in Folge. Die ersten beiden entschieden die Werderaner für sich. Die Vorschau auf die Samstagspartien des 25. Spieltag...

Es ist das erste Spiel für Huub Stevens in der Bundesliga seit Dezember 2012. Der Niederländer ist vom VfB Stuttgart als Retter für die letzten zehn Spieltage geholt worden und trifft beim Debüt auf Werder Bremen. Gegen die Werderaner feierte er auch seinen bislang letzten Bundesliga-Sieg. Ein gutes Omen? In jedem Fall wird der Coach sein Team auf das "Sechs-Punkte-Spiel" gut einstimmen. "Ich werde deutlich zu den Spielern sein", sagte Stevens, "sodass jeder weiß, was zu tun ist." Verzichten muss er auf gleich zwei Stürmer. Mohammed Abdellaoue zog sich einen Muskelfaserriss zu, Vedad Ibisevic muss ein letztes Mal nach seiner Rot-Sperre auf der Tribüne sitzen.

Ganz anders stehen die Vorzeichen bei Bremen. Aus den Abstiegsduellen gegen Hamburg und Nürnberg holte Werder die volle Punkteausbeute, seit vier Spielen sind die Bremer ungeschlagen. Besonders die Defensive um Torhüter Raphael Wolf steht wie eine Eins und blieb seit drei Partien ohne Gegentor. Trotzdem warnt Dutt sein Team. "Durch den Trainerwechsel wird bei Stuttgart eine neue Motivation vorherrschen, neue Reize gesetzt und neue Hoffnung keimt auf", vermutete Bremens Chefcoach. Er muss nur auf Santiago Garcia verzichten, ansonsten ist der Kader komplett einsatzbereit.

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Dortmunds Marco Reus wird sehr wahrscheinlich gegen seinen Ex-Club fehlen. Trotzdem gibt sich Jürgen Klopp selbstbewusst. "Wir können zwar nicht aus dem Vollen schöpfen, aber es wird trotzdem kein Zuckerschlecken, gegen uns zu spielen", sagte der BVB-Coach. Denn neben Reus fehlt mit Henrikh Mkhitaryan eine zweite Kreativkraft im Mittelfeld. Besser sieht es dagegen bei Robert Lewandowski aus. Der Mittelstürmer scheint nach seiner Kreuzbanddrehnung wieder rechtzeitig fit zu werden.

Bei zwei Gladbachern stehen Fragezeichen hinter ihren Einsätzen. Granit Xhaka und Tony Jantschke haben im Laufe der Woche nicht trainiert. Den Schweizer legte ein grippaler Infekt lahm, Jantschke musste wegen einer Fußprellung pausieren. "Es könnte eng werden für Tony", erklärte Favre. Der Chef-Trainer gibt für das Spiel gegen die Dortmunder eine klare Devise aus: "Natürlich müssen wir die Räume eng machen und intelligent verteidigen. Trotzdem müssen wir auch selbst den Weg nach vorne antreten, sonst wird es viel zu gefährlich für uns", sagte er. Im Hinspiel hatte das überwiegend gut geklappt. Da gewannen die Gladbacher im heimischen Borussia-Park etwas glücklich mit 2:0.

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Die große Überraschung ist den Braunschweigern im Hinspiel gelungen. Im Niedersachsen-Vergleich beim VfL Wolfsburg gewann der Aufsteiger mit 2:0. Im Rückspiel wollen sich die Wölfe dafür rehabilitieren. "Der Stachel sitzt natürlich tief", sagte Coach Dieter Hecking. Hinzu kommt, dass der VfL zwei herbe Niederlagen (1:6 gegen Bayern, 2:6 in Hoffenheim) verkraften muss. Trotzdem sieht der VfL-Trainer sein Team in einer guten Lage. "Wir können unsere Ausgangsposition weiter verbessern. Beide Mannschaften haben viel zu gewinnen", sagte er mit Blick auf die Europapokal-Plätze. Bis auf Vieirinha und den gesperrten Christian Träsch kann der 49-Jährige aus dem Vollen schöpfen.

Die Gastgeber gehen nach den vergangenen Partien optimistisch in das Derby. "Die Spieler sind die Woche über sachlich und fokussiert sowie ohne künstliche Kampfansagen geblieben", sagte Torsten Lieberknecht. Und das obwohl es ein "Prestige-Duell" ist. Allerdings wird die Verletzungsliste bei den Braunschweigern immer länger. Im Laufe dieser Woche erlitt Keeper Marjan Petkovic einen Muskelfaserriss. Außerdem fehlen weiterhin Jonas Erwig-Drüppel, Gianluca Korte, Salim Khelifi und Torsten Oehrl. "Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand aus der zweiten Reihe ins Team rückt, ist groß", kündigte Lieberknecht deshalb an.

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Es ist der vierte Versuch im Jahr 2014 für die Herthaner ein Heimspiel für sich zu entscheiden. Ein Remis und zwei Niederlagen ist bislang die Bilanz. Deshalb gibt es nur eine Marschroute. "Ich will ein gutes und vor allem erfolgreiches Spiel sehen", sagte BSC-Coach Jos Luhukay. Man müsse auch mal den Sieg "erzwingen". Für das Spiel verzichtet der Niederländer auf Änis Ben-Hatira. Der Flügelspieler wäre zwar wieder fit, aber Luhukay will ihn langsam an das Team heranführen. Zu der bisherigen Verletztenliste um Alexander Baumjohann, Fabian Lustenberger und Tolga Cigerci hat sich jetzt auch noch Marcel Ndjeng gesellt. Der Verteidiger fällt mit einer verhärteten Wade aus.

Die auswärtsschwachen Hannoveraner hoffen jedoch, dass die Heimmisere der Berliner anhält. Die 96er wollen ihre Früchte der vergangenen Wochen endlich ernten. "Wir müssen uns jetzt belohnen", sagte Coach Korkut. Schon am vergangenen Samstag hätte man gegen Leverkusen den ersten Dreier seit fünf Spielen einfahren können, wenn nicht gar müssen. Für die Partie gegen Hertha muss der Trainer aber seine Formation ändern. Nach des Ausfalls von Mame Diouf (zum Artikel) wird Korkut keine zwei Spitzen aufstellen können. Denn ein Startelfeinsatz kommt für Didier Ya Konan, der gegen Bayer sein Comeback feierte, noch zu früh. "Die Mannschaft ist variabel genug", beruhigte der 96-Trainer. Immerhin kehrt Lars Stindl nach seiner Gelb-Sperre zurück ins Team.

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Die Mainzer schielen nach Europa. Momentan befindet sich das Team von Trainer Thomas Tuchel auf Platz 7 und schnuppert an der Europa League. Auch die Ergebnisse aus den vergangenen Wochen nähren die Hoffnung auf Highlights am Donnerstagabend. "Wir wollen mutig spielen und uns auf die eigenen Stärken konzentrieren. Hoffenheim hat eine herausragende Offensive, diese Spielweise birgt aber auch Risiken. Ich erwarte einen interessanten Schlagabtausch", sagte Trainer Thomas Tuchel. Positiv für Mainz: Die Verträge mit Nikolce Noveski und Loris Karius wurden verlängert (zum Artikel).

Hoffenheim gleicht in dieser Saison einer Wundertüte. 104 Tore sind in Spielen der TSG bislang gefallen. Auf das 6:2 gegen Wolfsburg folgte ein 0:4 auf Schalke. "Wir müssen voll auf dem Gas bleiben", forderte deshalb Trainer Markus Gisdol. Denn mit 29 Punkte steige man definitiv ab. Vor dem Gegner hat er großen Respekt. Mainz sei taktisch hervorragend eingestellt und flexibel. Trotzdem wolle man "sie durcheinanderwirbeln und sie so bespielen, dass sie keine Antworten finden". Fraglich ist der Einsatz von David Abraham und Tobias Strobl. Außerdem fehlt Stürmer Sven Schipplock, der nach der fünften Verwarnung am Samstag zuschauen muss.

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