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Bundesliga

17.04.2014 - 17:17 Uhr


Ganz oben gegen unten und ein Fernduell um Europa

Enges Duell: Sebastian Freis (v.) will mit Freiburg drinbleiben, Julian Korb mit Gladbach hoch hinaus

Arjen Robben (l.) entscheidet das Hinspiel gegen Braunschweig mit seinem Doppelpack

Niki Zimling (r.) muss gegen Borussia Dortmund passen. Marco Reus (l.) und der BVB haben eine grandiose Woche hinter sich

München - Erster gegen Letzter - normalerweise eine klare Sache. Aber der Fußball sorgt immer wieder auch bei solchen, auf dem Papier klaren Duellen, für Überraschungen. Darauf hofft auch Eintracht Braunschweig vor dem Spiel gegen den bereits feststehenden Meister Bayern München (ab 15 Uhr im Live-Ticker).

Generell ist der 31. Spieltag von Begegnungen mit eigentlich klaren Voraussetzungen geprägt (Tabellenrechner). Wie gesagt: eigentlich. Auch Freiburg hofft gegen Gladbach auf den nächsten Sieg, um dem Klassenerhalt deutlich näher zu kommen. Zudem kann sich Dortmund endgültig für die Champions League qualifizieren. Die Spiele im Überblick:

Freiburg steht gegen Gladbach vor einem unglaublich wichtigem Spiel. Aktuell beträgt der Vorsprung auf den Relegationsplatz fünf Punkte. Bei noch vier verbleibenden Spielen ist dies ein gutes Polster. Nach dem 2:0-Erfolg gegen Braunschweig will man in Freiburg auf Bewährtes setzen. "Es wird sicherlich keine größeren Veränderungen geben", sagte Coach Christian Streich, dessen Elf zuletzt zuhause drei Mal in Folge gewann. Das Selbstvertrauen sollte also entsprechend groß sein.

Für Abwehr-Routinier Pavel Krmas gab es ein Schlüsselerlebnis. "Seit dem 4:1-Sieg in Frankfurt haben wir alle mehr Selbstvertrauen, das spürt man in jedem Training und in jedem Spiel. Wir haben wieder mehr Sicherheit in unserem Spiel, der Kopf ist bei uns allen freier geworden." Von einer Vorentscheidung will er aber nichts wissen. "Wir dürfen auf gar keinen Fall den Fehler machen und uns aufgrund unseres Vorsprungs auf den Relegationsplatz und die Abstiegsränge zurücklehnen."

Zurücklehnen dürfen und wollen sich die Gegner aus Gladbach ebenfalls nicht. Immerhin geht es für die Elf von Trainer Lucien Favre noch um die europäische Teilnahme in der kommenden Spielzeit. Sogar die Champions-League-Qualifikation ist mit zwei Punkten Rückstand auf Platz 4 noch drin. 

Deshalb ist die Ankündigung von Favre wenig überraschend. "Es wird ein hartes Stück Arbeit, aber natürlich wollen wir weiter punkten." Denn: Das Restprogramm ist knackig. Mit Mainz, Schalke und Wolfsburg geht es ausnahmslos gegen direkte Konkurrenten. Im Breisgau ist Oscar Wendt noch keine Option, der Einsatz von Martin Stranzl ist noch fraglich. "Wir warten das Abschlusstraining ab und treffen dann die Entscheidung, ob er dabei sein kann“, sagte Favre.

Schiedsrichteransetzungen

Fakten zum Spiel und voraussichtliche Aufstellungen

David gegen Goliath, Tabellenschlusslicht gegen den Ersten, Eintracht Braunschweig gegen FC Bayern. Diese Begegnung ist für die einen das Aufwärmprogramm für Real Madrid, für die anderen - mal wieder - die letzte Chance im Abstiegskampf.

Über die Schwere der Aufgabe macht man sich beim Aufsteiger aber keine Illusionen. "Der FC Bayern spricht für sich, man kennt seine Qualitäten", sagte Stürmer Orhan Ademi. Coach Torsten Lieberknecht stimmt ein. "Es fällt schwer, Momente im Spiel der Bayern zu finden, die man als Schwäche ausmachen könnte."

Dennoch hat Ademi, der Schweizer mit mazedonischen Wurzeln, Hoffnung im Existenzkampf. "Ich hoffe natürlich, dass wir zu den Mannschaften gehören, die am Ende drin bleiben. Zu den wichtigsten Qualitäten gehören in so einer Situation definitiv laufen und kämpfen."

Einer seiner Kollegen kann im nächsten halben Jahr weder kämpfen noch laufen. Jan Washausen erlitt einen Kreuzbandriss. Ademi selbst hat nach der Verletzung von Toptorjäger Domi Kumbela (Muskelfaserriss) gute Chancen auf einen Startelf-Einsatz. Ermin Bicakcic (Gelbsperre) muss hingegen zuschauen. "Damir Vrancic wird ausfallen. Bei Benjamin Kessel sind die Einsatzchancen gering", sagte Lieberknecht.

Die Bayern haben unter der Woche das Traum-Pokalfinale gegen Borussia Dortmund perfekt gemacht. Mit 5:1 fegte der Triplesieger Zweitligist Kaiserslautern aus der Allianz Arena. Coach Guardiola muss in Braunschweig auf den rotgesperrten Rafinha und den gelbgesperrten Toni Kroos verzichten. Auch David Alaba fällt aus. Wegen der engen Personaldecke berief Guardiola für das Spiel Benno Schmitz und Alessandro Schöpf in den Profikader.

Im Hinspiel in München hielt der tapfere Aufsteiger das Spiel lange offen und kämpfte aufopferungsvoll. Dennoch stand am Ende eine 0:2-Niederlage durch zwei Tore von Arjen Robben.

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Zum Ausruhen ist in Dortmund in diesen Wochen keine Zeit. Kaum hat der BVB das Pokalfinale durch einen 2:0-Erfolg gegen Wolfsburg erreicht, steht mit Mainz schon der nächste Brocken vor den Toren des Signal Iduna Parks. Mit dem FSV kommt nicht nur der Ex-Club von Trainer Jürgen Klopp, sondern primär ein ganz unangenehmer Gegner. "Wir werden beißen müssen", kündigte Klopp deshalb schon mal an. Die Mainzer sind nämlich sicherlich nicht nur zur Stadion-Besichtigung in Dortmund, sondern wollen ihren Platz 7 und damit die Berechtigung zur Europa-League-Qualifikation verteidigen. Zuletzt präsentierte sich der FSV gegen Werder Bremen beim 3:0-Erfolg fokussiert und konzentriert, doch auch Dortmund sorgte mit einem 3:0-Erfolg beim FC Bayern für mächtig Aufsehen.

Klopp bangt vor dem Spiel gegen Mainz noch um die Einsätze der Routiniers Sebastian Kehl und Roman Weidenfeller. Beide haben Adduktoren-Probleme. Derweil gibt es positive Nachrichten beim langzeitverletzten Ilkay Gündogan. Er verlängerte seinen Vertrag um ein Jahr bis 2016. "Alles ist besser, es ist noch nicht perfekt", umschrieb Klopp die Situation um den Mittelfeldspieler, der in dieser Saison nur ein Bundesliga-Spiel bestritt.

Auf Mainzer Seite werden Joo-Ho Park (Zehenverletzung) und Nicolai Müller (Meniskus-OP) ausfallen, ebenso Niki Zimling. Mainz-Coach Thomas Tuchel erwartet deshalb keine Wunder. "Dortmund hat absolute Topform und ist haushoher Favorit in diesem Spiel!"

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Die Reaktion der Mannschaft aus Bremen stimmt. "Wir haben diese Woche ziemlich Gas gegeben. Die Jungs brennen darauf zu spielen und wollen den Sack zumachen", sagte Trainer Robin Dutt, der vor einer Woche in Mainz (0:3) eine ziemliche blutleere Vorstellung seiner Elf sah. Dadurch wurde der Vorsprung auf die Abstiegsrängen wieder kleiner, beträgt nur noch sechs Punkte. Umso ärgerlicher, dass Dutt am Samstag mit Zlatko Junuzovic (Gelbsperre) einen Spieler ersetzen muss, der für die spielerischen und kämpferischen Momente sorgen kann.

Jetzt kommt Hoffenheim an die Weser, und im Hinspiel gab es Tore satt. Endstand: 4:4. Das würde Dutt am Samstag nicht reichen: "Ich würde jeden Sieg unterschreiben, das steht im Vordergrund." Damit wäre der Klassenerhalt wohl perfekt. Von einem Selbstläufer geht er aber nicht aus, schon gar nicht beim Blick auf Namen beim Gegner. "Die haben eine geballte Offensivkraft, eine unglaubliche individuelle Qualität." Mit Roberto Firmino, Anthony Modeste und Sejad Salihovic haben bereits drei Hoffenheimer in der laufenden Saison zweistellig getroffen.

Doch trotz der Stärke im vorderen Bereich warnte TSG-Coach Markus Gisdol vor Werder. "Mir wäre lieber gewesen, Bremen hätte gegen Mainz ein gutes Spiel abgeliefert. Einige reden jetzt von einer 'Bringschuld' der Bremer", und erinnert nochmal an die Hinserie. "Wir haben im Hinspiel gesehen, dass Bremen immer zurückkommen kann. Werder hat eine gute Mannschaft." 

Gisdol muss seine Defensive umbauen, weil Außenverteidiger Andreas Beck gelbgesperrt fehlt. David Abraham stieg hingegen unter der Woche wieder ins Training ein und könnte noch in dieser Saison sein Comeback geben.

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Vier Spiele, drei davon zuhause. Die Augsburger könnten mit einem Schlussspurt vielleicht doch noch das Europapokal-Wunder schaffen und nächste Saison international spielen. Voraussetzung dafür ist ein Sieg gegen Aufsteiger Hertha BSC. Fünf Punkte beträgt der Rückstand auf Platz 7, der in dieser Saison zur Europa-League-Teilnahme reicht. Mit Defensiv-Allrounder Kevin Vogt muss Coach Weinzierl allerdings auf einen wichtigen Mann verzichten. Der 22-Jährige muss nach fünf Gelben Karten zuschauen. Jan Moravek (Muskelfaserriss) fällt ebenfalls aus.

Die Berliner reisen ohne einen wichtigen Akteur an. Adrian Ramos fällt nach seiner Verletzung aus dem Hoffenheim-Spiel immer noch aus. Für ihn dürfte wieder Sandro Wagner stürmen, der zuletzt in Leverkusen bei der 1:2-Niederlage traf. Auch Levan Kobiashvili steht voraussichtlich nicht zur Verfügung.

Im Hinspiel gab es ein torloses Remis. Ein Ergebnis, das beiden Teams nicht wirklich weiterhelfen würde, da Herthas Klassenerhalt mit 37 Punkten rechnerisch auch noch nicht in trockenen Tüchern ist.

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