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18.04.2014 - 17:19 Uhr


Duell mit der großen Liebe

Huub Stevens trifft mit Stuttgart auf Ex-Club Schalke, wo er sogar zum Jahrhundert-Trainer gewählt wurde (© imago)

Schalkes Trainer Jens Keller ist ein Kind der Stadt Stuttgart

Vedad Ibisevic könnte zu Beginn erneut nur auf der Bank sitzen

München - Als wäre die Situation für Stuttgarts Trainer Huub Stevens im Abstiegskampf nicht schon schwer genug, kommt am 31. Spieltag auch noch seine alte Liebe um die Ecke. Schalke 04 gastiert im Schwabenland (ab 17 Uhr im Live-Ticker) und weckt Erinnerungen beim Niederländer, der 1997 den UEFA-Cup mit den "Euro-Fightern" gewann und zum Jahrhundert-Trainer der Knappen gewählt wurde.

Gefühlsausbrüche ob des Wiedersehens gibt es beim 60-Jährigen deshalb aber keine. "Keine Zeit" habe er aktuell dafür. "Ich muss das beste für den VfB herausholen." Während Stevens alles versucht, um dem Spiel eine gewissen Normalität zu verleihen, gibt sich sein Gegenüber Jens Keller diesbezüglich erst gar keine Mühe.

Ziel: Ohne Draxler Platz 3 absichern

"Für mich ist es ein ganz besonderes Spiel. Es ist der Verein, bei dem ich groß geworden bin", sagte Keller, der gebürtige Stuttgarter. Von Mitte Oktober bis Mitte Dezember 2010 war der 43-Jährige selbst Cheftrainer beim VfB - und könnte jetzt dazu beitragen, dass sein Ex-Club der 2. Bundesliga immer näher kommt.

Denn: Schalke hat ja noch eigene Ziele. Umso ärgerlicher, dass mit Julian Draxler (Gelbsperre) einer der Leistungsträger fehlt. Chinedu Obasi dürfte dafür in die Startformation rücken. Vor dem Spieltag betrug der Rückstand auf Dortmund und Platz 2 lediglich drei Punkte (Tabellenrechner). Doch noch wichtiger: Mit einem Sieg und Schützenhilfe von Nürnberg könnten die Gelsenkirchner der direkten Champions-League-Teilnahme deutlich näher kommen.

Botschaft für Torjäger Ibisevic 

In der Champions League spielte einst auch Stevens mit den Schalkern, doch das ist nicht sein aktuelles Thema. Schon gar nicht in Stuttgart. Dort geht es um die Existenz. Diese Ansage gilt auch für Topstürmer Vedad Ibisevic nach dessen Rotsperre. "Ich hoffe, er hat die Botschaft verstanden", meinte der als geradlinig bekannte Stevens. "Es geht aber nicht um Einzelschicksale, es geht um den Verein." Beim 1:1 in Gladbach kam der Bosnier erst 20 Minuten vor dem Ende ins Spiel. 

Mehr als die Besetzung der Mittelstürmer-Position dürften den auf die defensive Ordnung bedachten Stevens die späten Gegentore in Gladbach und gegen Dortmund sorgen. 

Vor allem die Heimstärke sollte Stuttgart Mut im Abstiegskampf machen. Nur gegen den BVB verlor der VfB unter Stevens zuhause. Gegen Hamburg und Freiburg gab es Siege ohne Gegentor. "Trotz des großen Drucks versuchen wir locker zu bleiben. Es gilt diese vier Endspiele auch so anzugehen", erklärte Stevens. Beim VfB fallen mit Moritz Leitner und Rani Khedira zwei Mittelfeldspieler aus.

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