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19.12.2013 - 14:31 Uhr


FCA obenauf: Vom Kellerkind zum Musterschüler

Augsburgs Trainer Markus Weinzierl (l., mit Paul Verhaegh) peilt in Frankfurt einen erfolgreichen Jahresabschluss an

Geschäftsführer Stefan Reuter ist seit Januar beim FC Augsburg im Amt

Armin Veh (l., mit Alexander Meier) sitzt gegen Augsburg zum 250. Mal in der Bundesliga als Trainer auf der Bank

Augsburg - Der FC Augsburg verblüfft die Bundesliga mit einer außergewöhnlichen und unerwarteten Konstanz. Aus dem Kellerkind ist ein beachteter Musterschüler geworden, der zwei exzellent harmonierende Protagonisten an seiner Spitze weiß: Geschäftsführer Stefan Reuter und Trainer Markus Weinzierl. Wenn man beim FCA derzeit etwas bedauert, dann höchstens, dass am Freitag mit dem Gastspiel bei Eintracht Frankfurt (ab 20:15 Uhr im Live-Ticker) das Jahr zu Ende ist.

Die Schwaben haben vier Spiele in Folge nicht verloren, drei davon gewonnen, sie stehen in der Tabelle mit 23 Punkten auf einem bemerkenswerten 8. Rang. "Schade" findet es Weinzierl, dass der Trend nun auf jeden Fall durch das Hinrundenende erst einmal unterbrochen wird. "Wir bräuchten keine Winterpause. Wir sind gut drauf und haben eine grandiose Entwicklung genommen", sagte der 38-Jährige.

Augsburg für jeden Gegner eine Herausforderung

Seit Reuter am Ende des vergangenen Jahres die gesamtsportliche Verantwortung bei den Schwaben übernommen hat, zeigt sich der FCA wieder als die Einheit, die er bereits unter den Aufstiegsmachern Andreas Rettig und Jos Luhukay gewesen war. Der Weltmeister von 1990 stabilisierte den Klub nach Monaten sportlichen Misserfolgs. Vor allem stärkte Reuter damals den angeschlagenen Weinzierl, und dieser durfte seine Vorstellungen ungehindert umsetzen.

In der Folge entwickelte Weinzierl ein äußerst homogenes Team, das inzwischen für jeden Gegner eine wirkliche Herausforderung darstellt und seine Möglichkeiten nahezu vollständig ausschöpft. Für Reuter kommt der derzeitige Höhenflug deshalb nicht so überraschend wie für die breite Öffentlichkeit. "Wir sind eine eingespielte Mannschaft mit einer guten Struktur und Hierarchie, und wir haben einen konsequenten Trainer. Es war ein Glücksfall, dass wir in der vergangenen Saison am Ende noch die Kurve bekommen haben", sagte er in einem "FAZ"-Interview.

"Zum Abschluss ein Ausrufezeichen"

Bei der Eintracht, die ohne Leverkusen-Siegtorschütze Marco Russ (Muskelfaserriss) und wohl auch die Offensivspieler Stefan Aigner und Alexander Meier auskommen muss, will der FCA den saisonübergreifend schon jetzt imposanten 47 Zählern noch einmal drei hinzufügen. Und Weinzierl, der sich am Donnerstag von einer fiebrigen Erkältung einigermaßen genesen präsentierte ("Total fit bin ich noch nicht"), wird nicht mehr belächelt, wenn er den nächsten Sieg als Zielvorgabe ausgibt. "Wir wollen zum Abschluss ein Ausrufezeichen setzen und werden alles daransetzen zu gewinnen".

Ein weiterer Erfolg gegen Europa-League-Teilnehmer Frankfurt wäre aber mitnichten ein eigener Schritt in Richtung internationales Geschäft. Für Weinzierl sind "die jetzigen Punkte die Basis für die Rückrunde" - nicht mehr: "Es macht keinen Sinn, von der Europa League zu träumen. Man sieht ja an Frankfurt, welche Probleme das mit sich bringt." Auch Reuter wiegelt beim Thema Europapokal ab. "Wir sind und bleiben realistisch. Zumal wir wissen, wie schnell es auch wieder in die andere Richtung gehen kann." 

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