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20.09.2013 - 12:27 Uhr


Viel Respekt vor Gladbachs Heimstärke

Zum ersten Mal seit Oktober 1984 treffen Borussia Mönchengladbach und Eintracht Braunschweig in einem Bundesligaduell wieder aufeinander

Die Löwen reisen mit einer gehörigen Portion Respekt ins Rheinland. "Uns erwartet eine sehr heimstarke Mannschaft in einem Hexenkessel", sagt Trainer Torsten Lieberknecht

Gladbach bangt um den Einsatz von Kapitän Filip Daems (l.), der sich mit muskulären Problemen im Hüftbereich herumplagt

Mönchengladbach - Ihre bisher letzte Dienstreise nach Mönchengladbach würden die Braunschweiger nur allzu gerne aus ihren Vereinsannalen streichen. Im Oktober 1984 ging die Eintracht am Bökelberg mit 0:10 unter - es war die höchste Bundesliga-Niederlage der Clubgeschichte.
Am Freitag gastiert der Aufsteiger zum Auftakt des 6. Spieltages als Tabellenschlusslicht im Borussia-Park (ab 20 Uhr im Live-Ticker). Zehn Gegentore wird die Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht wohl dennoch nicht befürchten müssen, doch die bisherigen Heimauftritte der Gladbacher haben auch bei der Eintracht mächtig Eindruck hinterlassen.

Lieberknecht: "Uns erwartet ein Hexenkessel"



"Uns erwartet eine sehr heimstarke Mannschaft in einem Hexenkessel. Gladbach wartet durch Max Kruse, Juan Arango, Raffael und Patrick Herrmann mit vier Offensivleuten auf, die unheimlich flexibel spielen. Technisch gehört die Mannschaft mit Sicherheit zu den besten der Liga, was wieder eine große Herausforderung für uns bedeutet", sagte Lieberknecht, dessen Mannschaft besonders ihre Offensivstärke verbessern muss. Zwei Tore in fünf Spielen sind zu wenig, um sich bei der Konkurrenz richtig Respekt zu verschaffen.

"Wir müssen den nächsten Schritt gehen", fordert Lieberknecht, dem der erste Punktgewinn beim 1:1 gegen den 1. FC Nürnberg aber Mut gemacht hat. "Wenn wir wieder eine so hohe Zweikampf- und Sprintbereitschaft zeigen, dann kommen wir den Punkten näher. Dies, gekoppelt mit einer guten Mannschaftstaktik, ist unser Ziel, um die starke Offensivkraft der Borussia in Schach zu halten."

Gladbach schon unter Druck



Die Gladbacher verzückten ihre Fans bei den bisherigen Heimauftritten (3:0 gegen Hannover, 4:1 gegen Bremen) mit schwungvollem und zielstrebigem Kombinationsfußball. Auswärts kassierte der fünfmalige Deutsche Meister trotz guter Ansätze allerdings drei Niederlagen in drei Spielen. Daher steht die Mannschaft von Trainer Lucien Favre gegen Außenseiter Braunschweig schon unter Druck.

"Es wird am Freitag an uns liegen, unser Spiel zu machen und unsere Leistung zu bringen. Wir haben viel Ballbesitz, wollen aber manchmal zu viel", meinte der Schweizer Coach, der möglicherweise zum ersten Mal in dieser Saison seine Startformation ändern muss. Kapitän Filip Daems musste am Donnerstag das Training wegen muskulärer Probleme im Hüftbereich abbrechen. "Es sieht nicht gut aus", sagte Favre. Als Ersatz stünde Oscar Wendt bereit.

Favre warnt davor, den Gegner aufgrund des Tabellenstandes zu unterschätzen: "Es gibt in der Bundesliga keine Spiele mehr, die einfach sind. Braunschweig verteidigt gut, kämpft und läuft sehr viel."


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