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11.07.2013 - 09:48 Uhr


VfL Wolfsburg 2013: Großer Kader, viel Qualität

Schlüsselspieler: Von Diegos (v.) Form wird für den VfL Wolfsburg auch kommende Spielzeit viel abhängen (© Imago)

In der vergangenen Rückrunde überzeugten die "Wölfe" mit starkem Konter-Spiel - Neuzugang Daniel Caligiuri vom SC Freiburg könnte mit seiner Schnelligkeit eben dieses noch weiter ankurbeln (© Imago)

Timm Klose spielte beim 1. FC Nürnberg eine starke Saison und kann die Wolfsburger Defensive sofort verstärken. Mit Naldo zusammen stellen die Niedersachsen 2013 vielleicht eine der bestbesetzten Innenverteidigungen der Liga (© Imago)

Wolfsburg - Mit einem großen Kader und einer Flut an zurückkehrenden Leihspielern sollen Manager Klaus Allofs und Trainer Dieter Hecking den VfL Wolfsburg zurück in die Erfolgsspur führen. An Qualität fehlt es im Aufgebot der Niedersachsen jedenfalls nicht. Gezielte Neuverpflichtungen und eine funktionierende Mannschaft könnten die "Wölfe" 2013/2014 wieder zu alter Bissigkeit finden lassen.
Das findet auch Lorenz-Günther Köstner: "Der VfL hat gute Chancen, wieder unter die ersten sechs zu kommen", berichtet der zweimalige Interimscoach der Wolfsburger im Gespräch mit bundesliga.de. Die "Wölfe" zeigten vor allem in der Rückrunde der vergangenen Saison einen erstaunlichen Leistungsanstieg. Standen in der Hinrunde nur 17 geschossene Tore zu Buche, erzielten sie in der zweiten Saisonhälfte mit 30 Treffern ligaweit die fünftmeisten.

"Gehöriges Potenzial in der Offensive"



Verwunderlich ist das nicht. Besonders die Offensivabteilung der Niedersachsen kann sich mit Ivica Olic, Bas Dost, Ivan Perisic, Diego und Vierinha mehr als sehen lassen. "Das sind Spieler, die schon etwas abbrennen können", findet Köstner und attestiert dem VfL "ein gehöriges Potenzial in der Offensive". Ausschlagegebend dürfte einmal mehr die Verfassung von Mittelfeld-Zauberer Diego sein. Köstner traut der Hecking-Elf zwar auch ohne den Brasilianer einiges zu, weiß aber auch um seine Stärken: "Die Mannschaft ist nicht alleine von Diego abhängig, aber mit ihm noch einen Tick stärker. Gewisse Phasen kann sie auch ohne ihn überstehen."

Der VfL zog in der Rückrunde ein tolles Konterspiel auf und erzielte mit sieben erzielten Treffern nach schnellen Gegenstößen zusammen mit dem 1. FC Nürnberg in dieser Kategorie einen Ligabestwert. Dem Freiburger Neuzugang Daniel Caligiuri sollte diese Spielveranlagung liegen, glaubt jedenfalls Köstner: "Caligiuri ist ein sehr laufstarker, aggressiver Spieler. Er hat Potenzial nach oben, eine gute Verpflichtung."
Auch vom südkoreanischen Angreifer Ja-Cheol Koo, der nach beendetem Leihgeschäft vom Liga-Konkurrenten FC Augsburg zurück kommt, zeigt er sich überzeugt: "Koo ist in Augsburg gereift, er kann ein richtig guter Spieler werden." Zwei weitere Rückkehrer, die überraschen könnten, sind Giovanni Sio und Tolga Cigerci. Stürmer Sio war zuletzt an den französischen Erstligisten FC Sochaux ausgeliehen und fiel dort mit vier Toren in 13 Spielen positiv auf. Mittelfeld-Talent Cigerci, in den letzten beiden Spielzeiten an Borussia Mönchengladbach verliehen, konnte in Bundesliga und Europa League Erfahrung sammeln. Beide Spieler sollen ihre Chance beim VfL suchen.

Qual der Wahl in der Innenverteidigung



Die Defensivabteilung der "Wölfe" ist mit Naldo und Neuzugang Timm Klose nicht weniger stark besetzt. Abwehrhüne Klose spielte eine überzeugende Saison beim 1. FC Nürnberg und könnte mit seinen 1,93 Meter das ohnehin schon starke Kopfballspiel der Wolfsburger noch weiter bereichern. Da aber auch Jungstar Robin Knoche bei seinen Einsätzen gut spielte, hat VfL-Coach Hecking in der Innenverteidigung wohl die Qual der Wahl.

Bei so viel Qualität und punktuellen Verstärkungen muss man den VfL Wolfsburg kommende Saison fast zwangsläufig zum engeren Favoritenkreis um das internationale Geschäft zählen. "Sie hatten bereits viele gute Spieler und haben sich jetzt noch in der Innenverteidigung verstärkt", beschreibt Köstner den Kader und ist "überzeugt", dass die "Wölfe" in der kommenden Saison wieder an Bissigkeit gewinnen werden.
Thomas Aigner
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