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18.08.2013 - 19:54 Uhr


VfL und Volltreffer Gustavo: Von 0 auf 100

Nahtlos ins Spiel der "Wölfe" eingefügt hat sich Neuzugang Luiz Gustavo (M.), der erst am Freitag offiziell in Wolfsburg vorgestellt wurde

Mit Diego (l.), Naldo (r.), dem starken Portugiesen Vieirinha (M.) und Gustavo (2.v.l.) fanden sich gleich vier portugiesisch-sprechende Akteure in der VfL-Startelf

Seit über drei Jahen hatte es in Wolfsburg keinen so hohen Heimsieg mehr gegeben. FCB-Neuzugang Gustavo (r.) musste hingegen nicht lange darauf warten

Wolfsburg - Ein Wolfsburger Kantersieg - und das zu Hause! Mit dem neuen Top-Transfer Luiz Gustavo scheint beim VfL Wolfsburg alles möglich, so auch beim 4:0 des VfL über Champions-League-Qualifikant Schalke 04. Mit nur drei Heimsiegen in der Spielzeit 2012/13 hatten die Wölfe ihre Fans nicht gerade verwöhnt und ein Sieg in dieser Höhe liegt schon lange zurück. Vor über drei Jahren, am 4. April 2010 wurde Hoffenheim mit eben dem Ergebnis nach Hause geschickt.
"Die Erleichterung war groß", gab Klaus Allofs nach der Partie zu. Damit meinte der Sportdirektor nicht nur, dass der VfL nach dem 0:2 zum Auftakt in Hannover einen Fehlstart in die Saison vermieden hat, sondern auch, dass sich die Investition in Luiz Gustavo bereits zwei Tage nach seiner Verpflichtung als Volltreffer erwies (zur Meldung).

Eingewöhnungszeit? Gustavo gleich voll da



Nur einmal hatte der Brasilianer mit seiner neuen Mannschaft trainiert und spielte, als sei er schon ewig im Verein. Sagenhafte 90 Prozent seiner Pässe fanden den eigenen Mann, und im Zweikampf gab es kein Vorbeikommen am frisch gebackenen Confed-Cup-Sieger.

"Man sieht, dass ein großer Fußballer nicht viel Eingewöhnungszeit und Training braucht", freute sich Trainer Dieter Hecking über seinen Neuzugang. Er habe Gustavo gefragt, ob er sich zutraue, schon gegen Schalke aufzulaufen. Was der 26-Jährige selbstbewusst bejahte.

"Luiz ist ein Geschenk"



Gustavo erhielt bei seiner Auswechlung eine Viertelstunde vor Ende der Partie Standing Ovations.

"Luiz ist ein Geschenk. Solche Spieler brauchen wir", lobte Diego seinen Landsmann in höchsten Tönen. Der freute sich über das Lob des Spielmachers, gab sich aber gleichzeitig bescheiden, wie es die VfL-Verantwortlichen sicher gerne hören. "Ohne die Mannschaft kann ich allein auch nichts bewegen", sagte Gustavo und lobte seinerseits Mitspieler und Verein. "Wolfsburg ist ein Top-Verein", die Mannschaft habe ihm seine Premiere leicht gemacht.

Gleichzeitig riefen Gustavo und Diego unisono auf, diesen klaren Siegnicht überzubewerten. Zuletzt hatte Schalke den Wölfen am 2. März noch ein deutliches 1:4 beigebracht.

Nur nicht abheben



"Das Ergebnis war eine gute Antwort auf die Heimschwäche der vergangenen Saison", so ein zufriedener Diego. Aber kein Grund abzuheben. "Das Spiel gegen Mainz am kommenden Wochende wird schwer genug. Weiter sollten wir nicht denken."

Auch Gustavo weist darauf hin, dass es nach seinem Ex-Club FC Bayern München und Borussia Dortmund viele Mannschaften gebe, "die nach Europa wollen und auch die Klasse haben". (Gustavo im Interview).

Aus Wolfsburg berichtet Jürgen Blöhs
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