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08.11.2013 - 19:00 Uhr


VfB-Doppelknoten soll im Derby platzen

Der Knoten soll endlich platzen: Moritz Leitner hat bislang noch kein Tor für den VfB geschossen und hofft auf ein Erfolgserlebnis gegen Freiburg

Der Niederlage in Dortmund misst der vom BVB ausgeliehene Mittelfeldspieler keine zu große Bedeutung bei: "Wir haben eine junge Mannschaft, da ist es einfach schwer, gegen die Borussia zu bestehen"

Im Pokal schied der VfB um Vedad Ibisevic (l.) gegen Freiburg aus und sinnt nun auf Revanche

Stuttgart - "Wegstecken und abhaken!" Für Moritz Leitner ist die herbe 1:6-Klatsche in Dortmund Vergangenheit. Beim SC Freiburg will der Mittelfeldspieler mit dem VfB Stuttgart am Sonntag wieder punkten. Und zugleich auch weiter an seiner persönlichen Erfolgsgeschichte feilen.
Gewisse Parallelen zwischen Leitner und dem VfB liegen auf der Hand. Für beide läuft es nicht schlecht in dieser Saison, doch so richtig zufrieden können Spieler und Verein auch noch nicht sein. Die Stuttgarter hatten bis zur Niederlage am letzten Spieltag unter Thomas Schneider noch keine Partie verloren. "Wir sind auf einem sehr guten Weg, vor allem auch mit dem neuen Trainerteam", zeigt sich Moritz Leitner bei bundesliga.de überzeugt. "Natürlich müssen wir noch länger zusammen arbeiten, damit man auch an den Kleinigkeiten feilen kann. Aber wir arbeiten hart."

Dortmund nicht der Maßstab



Auf der anderen Seite hatten die Schwaben unter Schneider in sieben Partien trotz ordentlicher Leistung aber nur 13 Punkte geholt. Nicht schlecht, aber für größere Ambitionen als einen soliden Platz im Mittelfeld doch noch zu wenig. Dann kam das Spiel beim BVB, jenem Club, von dem Leitner für zwei Jahre an den VfB ausgeliehen ist.

Der hatte sich ausgerechnet dort natürlich ein anderes Ergebnis gewünscht als jenes 1:6, doch wirkliche Bedeutung misst er dem Ergebnis für die Zukunft des VfB nicht bei. "Wir haben eine junge Mannschaft, da ist es einfach schwer, gegen die Borussia zu bestehen. Wenn diese Mannschaft ins Rollen kommt und man selbst auch noch Fehler macht, ist sie nur ganz schwer zu stoppen. Und ob wir dann 1:6 oder 1:2 verlieren, ist hinterher auch völlig egal."

Dortmund darf nicht der Maßstab sein, meint Leitner. Eher schon der SC Freiburg, bei dem die Stuttgarter am Sonntag zum Abschluss des Spieltages zu Gast sind (ab 17 Uhr im Live-Ticker). Das Südwest-Derby wird nach vier sieglosen Partien zu einer Art Schlüsselspiel auf dem weiteren Weg. Sportdirektor Fredi Bobic lässt daher auch keinen Zweifel: "Wir fahren dorthin, um etwas zu holen!"

Revanche nach Pokalaus gegen Freiburg



Dass dies trotz der bislang bescheidenen Freiburger Hinrunde kein Selbstläufer wird, hat der VfB schon am eigenen Leib erfahren. Mit 1:2 unterlag die Mannschaft im September im DFB-Pokal und musste alle Träume in diesem Wettbewerb frühzeitig begraben. "Der Stachel nach dem Aus im Pokal sitzt schon tief. Wir wollen auf jeden Fall am Sonntag zeigen, dass wir das besser können", macht Daniel Schwaab klar.

Für eine gelungene Revanche und den Weg zurück in die Erfolgsspur setzt der VfB dabei weiter auf jene Art Fußball, die Thomas Schneider seit seinem Amtsantritt Stück für Stück in Köpfe und Füße bringen will. "Wir wollen immer versuchen, unseren Stil durchzuziehen und mutig zu spielen", verspricht Christian Gentner. Tempo und Aggressivität stehen im Fokus, im Idealfall Geschwindigkeit verbunden mit Qualität. Wenige Ballkontakte, Kreativität und Offensivgeist sind ebenso Trumpf wie ein möglichst gepflegtes Kurzpassspiel.

Und genau da kommt Moritz Leitner wieder ins Spiel, der mit seinen technischen Qualitäten ein wichtiger Baustein im Stuttgarter Spiel sein kann und soll. "Natürlich kommt es mir entgegen, dass der Trainer Fußball spielen will und Wert legt auf eine technisch starke Spielweise. Ich will auch am liebsten schönen Fußball spielen", bestätigt der 21-Jährige bundesliga.de. Nicht ohne schelmisch hinzuzufügen, "dass ich es genauso genieße, wenn wir dreckig gewinnen".

Leitner: "Schön wäre, ein Tor zu schießen"



Zunächst steht der U-21-Nationalspieler bis 2015 in Diensten der Stuttgarter, bis 2017 läuft dann sein Anschlussvertrag in Dortmund. "Ich mache mir aber jetzt keine Gedanken darüber, was in zwei Jahren sein wird", versichert Leitner. "Ich muss jetzt im Training Gas geben, mich weiter entwickeln und dabei Spaß am Kicken haben."

Ein Knieödem hatte ihn zwischenzeitlich zurückgeworfen. "Davor habe ich von fünf Bundesligaspielen vier von Beginn an gemacht. Jetzt habe ich in Dortmund wieder in der Startelf gestanden. Dass ich der Mannschaft helfen will und kann, das muss ich jedes Mal abrufen, auch im Training. Und wenn ich das tue, dann bin ich auf einem guten Weg."

Auf diesem Weg würde Moritz Leitner mit Stuttgart nur allzu gerne in Freiburg den nächsten Schritt machen. Und den gleich zählbar, wie er bundesliga.de verrät: "Schön wäre es, wenn ich endlich mal ein Tor schießen würde. In der Nationalmannschaft treffe ich zwar, aber in der Bundesliga noch nicht." Insgesamt 42 Spiele hat Stuttgarts Nummer acht in der deutschen Eliteklasse bislang bestritten, der Torjubel blieb ihm aber versagt. "Da muss jetzt endlich der Knoten platzen", hofft Leitner. Ein Satz, der am Sonntag im Breisgau auch für den VfB gilt.

Dietmar Nolte


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