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24.10.2013 - 19:30 Uhr


Verbeek: Debüt bei Vorbild Schneider

Gertjan Verbeek soll den 1. FC Nürnberg wieder in die Spur bringen - beim AZ Alkmaar war der Niederländer mit wenigen Mitteln sehr erfolgreich

Beim "Club" suchte Verbeek das Gespräch mit den Spielern und kündigte kleinere Veränderungen für das Spiel am Freitag an

Die Schwaben um Kapitän Christian Gentner (l.) sind mit ihrer Ausbeute von zwölf Punkten aus neun Partien nicht zufrieden und wollen gegen Nürnberg nach zuletzt zwei sieglosen Spielen wieder gewinnen

Stuttgart/Nürnberg - Der gegnerische Trainer hat es vorgemacht: Nürnbergs Gertjan Verbeek soll dem sieglosen 1. FC Nürnberg bei seiner Bundesliga-Premiere bei Thomas Schneiders VfB Stuttgart die Wende bringen. Der 51 Jahre alte Niederländer will im schweren Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart, der unter Schneider seit dessen Debüt vor sechs Spielen ungeschlagen ist, am Freitag (ab 20 Uhr im Live-Ticker) den ersten Saisondreier einfahren.
"Ich habe einen guten ersten Eindruck von der Mannschaft und bin sehr zufrieden mit den ersten Tagen. Wir wollen in Stuttgart gewinnen, dazu brauchen wir einen guten Plan", sagte Verbeek am Donnerstag, zwei Tage nach seiner Vorstellung als Nachfolger von Michael Wiesinger beim neunmaligen Deutschen Meister.

"Ich kann am Spielfeldrand schon explodieren"



Sein Erfolgsplan, um "von den untersten Regionen wegzubleiben", sieht nach bisher sechs Unentschieden in neun Ligaspielen und dem blamablen Erstrundenaus im Pokal folgendermaßen aus: "Wir müssen defensiv die Kontrolle gewinnen, aber auch den Weg nach vorne suchen. Dann wird auch das Selbstvertrauen zurückkehren."

Seinem Einstand in Deutschland sieht Verbeek gelassen entgegen: "Vor dem Spiel wird eine gewisse Spannung und Nervosität bei mir kommen. Das ist normal. Mir ist aber nicht bange." Er könne am Spielfeldrand "schon explodieren. Aber ich werde älter und weiser", fügte Verbeek mit einem Lächeln an.

Sportvorstand Martin Bader will die Erwartung an den neuen Coach nicht zu groß werden lassen. "Nach neun Spielen ohne Sieg wird die Mannschaft auch nach den ersten Einheiten unter Gertjan nicht vor Selbstvertrauen strotzen", sagte er. Bader verspürt aber schon "eine Art Grundoptimismus" im Verein, auch wenn dort allen klar sei, "dass das ein zäher Ritt bis zur Winterpause wird".

Ginczek kehrt zurück



Auf diesem Ritt will Verbeek, der bis zu seinem Einstand beim VfB nur drei Einheiten zur Verfügung hatte, "ein bisschen was ändern". So kündigte er an, dass Robert Mak und Josip Drmic sowie Marvin Plattenhardt in Stuttgart beginnen werden. Für Routinier Javier Pinola bleibt deshalb nur die Bank.

Der FCN, bei dem Torwart Raphael Schäfer sein 250. Bundesligaspiel bestreitet, kann zudem auf die wiedergenesenen Daniel Ginczek und Markus Feulner zurückgreifen. Angreifer Ginczek, der sich vor knapp vier Wochen einen Zehenbruch zugezogen hatte, dürfte sogar beginnen. Suspendiert bleiben vorerst Hanno Balitsch und Timo Gebhart, Alexander Esswein fällt verletzt aus.

Haggui für Sakai beim VfB



Beim seit sechs Spielen ungeschlagenen VfB fällt Verteidiger Gotoku Sakai (muskuläre Probleme) aus. Für ihn rückt Karim Haggui in die Startelf. Sicher fehlt der gesperrte Antonio Rüdiger. Dafür kehren Georg Niedermeier und Torwart Sven Ulreich nach überstandenen Verletzungen ins Team zurück.

Angesichts des Trainerwechsels in Nürnberg sieht VfB-Coach Thomas Schneider die Situation für dem VfB "nicht so leicht. Das ganze Videomaterial, das wir gesammelt haben, können wir jetzt vergessen", meinte Schneider, der bei seinem Debüt gleich ein 6:2 über Hoffenheim hinlegte. Auch VfB-Sportvorstand Fredi Bobic ist sich nicht sicher, ob der Trainerwechsel "ein Vor- oder Nachteil ist". Die Probleme bei Nürnberg seien aber "nicht unbedingt weg".

Deshalb hoffen die Schwaben nach zuletzt zwei Unentschieden auf einen Dreier. Überhaupt hätten es "mehr Siege sein müssen", unterstrich Kapitän Christian Gentner im "Kicker". "Zwei bis vier Punkte fehlen", meinte Gentner. Bei Nürnberg sind es noch einige mehr.


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