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17.09.2013 - 08:54 Uhr


Überflieger Volland hebt nicht ab

Hoffenheims Erfolgsgaranten: Kevin Volland (l.) und Anthony Modeste sind mit jeweils vier Saisontore hauptverantwortlich für Hoffenheims Höhenflug

Jubel: Anthony Modeste (2.v.r.) freut sich mit Coach Markus Gisdol über den 2:1-Erfolg über Gladbach

Der Franzose steuert das 1:0 für die TSG selbst bei, Volland trifft zum zwischenzeitlichen 2:0 für die Kraichgauer

Sinsheim - Kevin Volland versteht die Frage gar nicht. Ob er auf dem Boden bleibe? "Keine Sorge, ich hebe nicht ab. Das ist nicht mein Charakter, ich bin ein Teamplayer", sagt Volland. Wieder hat er ein Tor gemacht, beim 2:1-Sieg der TSG 1899 Hoffenheim gegen Borussia Mönchengladbach, sein viertes im fünften Bundesligaspiel.
Die Saison läuft gut für ihn, vergangene Woche erzielte er als Kapitän zwei Tore für die deutsche U21-Nationalmannschaft beim 4:0 in Irland. Egal, wo der 21-Jährige derzeit Fußball spielt, er steht im Mittelpunkt. Auch gegen Gladbach war Volland an fast jeder gefährlichen Situation der Hoffenheimer beteiligt.

"Wenn Kevin so konsequent auf diesem Weg weiter macht, hat er noch viel vor sich", sagt Hoffenheims Trauner Markus Gisdol, der "den Ball aber im Hype um Volland flach halten" will.

Gisdol sieht Vorwärtsentwicklung



Für die Badener war dieser erste Heimsieg der Saison eine gelungene Wiedergutmachung nach dem 2:6 in Stuttgart vom letzten Spieltag. Auch die Abwehr, die zuvor in vier Spielen mit zwölf Gegentreffern die meisten der Liga kassiert hatte, stand diesmal relativ sicher und überstand auch die Drangphase der Gladbacher in der Schlussphase.

Und auch wenn in Firmino (verletzt) und Salihovic (gesperrt) zwei wichtige Spieler fehlten, stimmte diesmal die Balance zwischen Offenspiel und Defensivdenken besser als zu Beginn der Runde.

"Wir haben die Lehren aus den ersten vier Spielen gezogen und bewusst versucht, kompakter zu verteidigen", lobte Gisdol sein Team. Und dennoch: Die Stärken dieser Mannschaft liegen im Spiel nach vorne. Vor allem auch wegen der starken Form von Kevin Volland. Schon nach fünf Minuten zeigte der sein ganzes Selbstbewusstsein, als er den Ball ansatzlos und aus der Drehung aus 20 Metern an den Pfosten schoss.

Flick hat Volland im Blick



Mancher Experte traut Volland zu, auch in der A-Nationalmannschaft Karriere zu machen. Einer, der in der Auswahl von Trainer Joachim Löw noch vor ihm steht, ist der Gladbacher Max Kruse. Der aus Freiburg gekommene Kruse ist wie Volland ein Linksfuß mit ähnlich starken Qualitäten im Einfädeln von Torchancen und im Abschluss.

Auf der Tribüne des Hoffenheimer Stadions machte sich Löws Assistent Hansi Flick ein Bild von den zwei derzeit interessantesten Offensivkräften der Liga. Die in der Hierarchie noch vor Kruse und Volland stehenden Mario Gomez (Florenz), Miroslav Klose (Lazio Rom) und Lukas Podolski (FC Arsenal) spielen im Ausland.

Am Ende gewann Volland nicht nur mit Hoffenheim gegen Gladbach, sondern auch den Vergleich mit Kruse. Die Stärken des Stürmers verdichteten sich in einer Szene: Einen Pass von Modeste nahm er mit dem linken Fuß fast an der Außenlinie am Fünfmetereck des Gladbacher Strafraums an, drehte plötzlich nach innen und zog mit seinem rechten Fuß ab - der Ball schlug im langen Eck ein (55.). Natürlich träume er von der A-Nationalmannschaft, aber er wolle sich erstmal in Hoffenheim weiterentwickeln, sagte Volland.

Starke Partnerschaft mit Modeste



"Am Ende der vergangen Saison war mir zwar ein wenig die Puste ausgegangen. Spritzigkeit und Leichtigkeit habe ich mir aber in der Vorbereitung wieder erarbeitet."

Zugute kommt ihm auch, dass er in Anthony Modeste einen Partner in der Sturmmitte hat, der sich nach seinem Wechsel aus Bordeaux schnell an die Bundesliga und das neue Umfeld angepasst hat. Das 1:0 nach einer Flanke des Norwegers Tarik Elyounoussi per Kopf war schon das vierte Saisontor von Modeste.

Allerdings musste Modeste gegen Gladbach wegen einer Verletzung in der 71. Minute ausgewechselt werden. Für das Spiel beim VfL Wolfsburg wird der Franzose aber wohl reichtzeitig fit, so dass dem nächsten Auftritt der starken Offensive um Volland, Modeste und Co. nichts im Wege steht.

Aus Sinsheim berichtet Tobias Schächter
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