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04.02.2014 - 15:44 Uhr


Top-Starter: Schalke 04

München - Ausgeruht, aufgetaut und aufgeblüht. Gleich mehrere Teams sind erfolgreich aus der Winterpause gekommen und haben mit zwei Siegen aus zwei Spielen einen Blitzstart hingelegt. bundesliga.de analysiert die Lage der Top-Starter.

Der FC Schalke war nur als Tabellensiebter in die Winterpause gegangen - nicht mal auf einem der internationalen Plätze stand das Team von Jens Keller nach dem 17. Spieltag. Trotz der schwachen Punktausbeute hielten die Knappen an Trainer Keller fest. Auch die Wintervorbereitung lief dann zumindest ergebnistechnisch nicht wie erhofft. Kurz vor dem Rückrundenstart setzte es Niederlagen gegen den 1. FC Köln (1:2) und Rot-Weiß Oberhausen (0:1).

Am 18. Spieltag war das dann alles egal und die Schalker auf den Punkt da: Jefferson Farfan und Co. dominierten den Hamburger SV und siegten mit 3:0. Eine Woche später bestätigten die Blau-Weißen ihre Form mit einem 2:1-Sieg gegen Wolfsburg - ein Top-Start. "Die Mannschaft zeigt im Moment ein ganz anderes Gesicht als zu Saisonbeginn", freut sich Keller über die Entwicklung.

Fakten 

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Schalke traf mit Hamburg und Wolfsburg auf zwei Teams, die im Jahr 2014 noch keinen Punkt geholt haben. Zumindest Wolfsburg spielt dennoch mit um die Qualifikations-Plätze zum internationalen Geschäft und hat sich mit Kevin de Bruyne gut verstärkt. Im Hinspiel hatten die Gelsenkirchener noch mit 0:4 das Nachsehen. Kevin-Prince Boateng, Siegtorschütze beim 2:1-Erfolg, wundert der tolle Start nicht: "Wir sind als Mannschaft enger zusammen gewachsen." Das bestätigt auch Kapitän Benedikt Höwedes: "Die Mannschaft ist 2014 extrem gallig. Man sieht, dass jeder für den anderen da ist und bis zum Umfallen kämpft."

Der Kampfgeist zeigt sich auch an der Laufleistung der Schalker. In beiden Spielen 2014 lief die Keller-Elf über 118 Kilometer - der Saisonschnitt der Königsblauen liegt bei lediglich knapp 115 Kilometern pro Spiel. Auch die neu geordnete Defensive steht gut. Schalke kassierte sieben Kopfballgegentore, davon fiel allerdings nur eins als Felipe Santana auf dem Platz stand. Mit dem Brasilianer, der zuletzt fünf Mal in Folge 90 Minuten zentral verteidigte, hat Schalke wieder die Lufthoheit. Auch offensiv bewies der Innenverteidiger diese schon. Gegen Wolfsburg erzielte er per Kopf sein erstes Tor.

Trainer 

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Trotz einiger Kritik an Keller blieb man auf Schalke ruhig und stärkte dem 43-Jährigen den Rücken. Der Mann an der Linie schreckt nicht davor zurück, auf Nachwuchskräfte zu setzen. Diese danken ihm mit guten Leistungen. Besonders der 18-jährige Max Meyer ist längst etabliert. Auch die jungen Kaan Ayhan (19) und Leon Goretzka (18) bekommen das Vertrauen des Coaches. Mit der Hereinnahme von Keeper Ralf Fährmann für Timo Hildebrand tat der Schalker Übungsleiter einen weiteren Glücksgriff: Mit Fährmann im Kasten gewann S04 in dieser Saison fünf von sieben Bundesliga-Spielen (ein Remis, eine Niederlage), holte also starke 16 Punkte (2,3 pro Spiel). Mit dem neuen Rückhalt kassierte Schalke auch nur alle 126 Minuten ein Gegentor, während Hildebrand (1,5 Punkte pro Spiel) alle 45 Minuten hinter sich greifen musste. 

Personal 

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Die neue Nummer 1 zwischen den Pfosten ist eine der wichtigsten Stützen im Erfolgsgerüst der Knappen. Dazu kommt die neue Stabilität in der Zentrale. Sechser Jermaine Jones wurde im Winter abgegeben, in der Rückrunde spielten so zweimal Roman Neustädter und Boateng im defensiven Mittelfeld. Der Ghanaer gibt oft die Richtung vor und ist der Leader. Auf der Sechs drückt er dem Spiel noch mehr seinen Stempel auf, war pro Partie 60 Mal am Ball (offensiv eingesetzt nur 53 Mal). Trotzdem blieb er auch offensiv gefährlich. Gegen die Wölfe leitete er das 1:0 ein und erzielte das 2:1 selbst. Der dritte Erfolgsfaktor ist das Comeback von Stürmerstar Klaas-Jan Huntelaar. Der Niederländer kehrte am 18. Spieltag beim HSV zurück und traf prompt wieder. Die Vorlage kam von Jefferson Farfan. Mit den beiden ist die Offensive der Königsblauen noch unberechenbarer. Der Peruaner schlug in der Hinrunde keine Flanke zu einem Tor und vermisste Huntelaar als Abnehmer seiner Zuspiele häufig.

Ausblick

s04_bas_draxler_finger_920.jpgAuf Schalke wartet mit Hannover 96 am nächsten Spieltag ein ebenfalls stark gestartetes Team. Mit Neu-Trainer Tayfun Korkut haben die Niedersachsen aus den Spielen gegen Wolfsburg und Gladbach alle sechs Punkte geholt. Gegen den Tabellenvierten aus Gelsenkirchen könnte der dritte Sieg gegen ein Team aus der Top-5 der Liga folgen. Jens Keller ist also gewarnt. "Man sollte den Start jetzt nicht überbewerten. Wir haben erst zwei Spiele absolviert", warnt auch Keeper Fährmann. Trotzdem weiß er, dass mit der aktuellen Leistung auch ein Sieg gegen Hannover drin ist: "Natürlich nehmen wir die Euphorie jetzt mit und haben Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben getankt." Gegen Hannover kann Julian Draxler noch nicht dabei sein, der Youngster arbeitet aber an seinem Comeback. Draxler ist wieder auf dem Platz und wird bald auch wieder das Mannschaftstraining absolvieren. Ist er zurück, bekommt Schalke noch einen Qualitätsschub.

Sebastian Blome

Die anderen Top-Starter: Hannover 96 | 1. FC Nürnberg | Mainz 05

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