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Bundesliga

04.02.2014 - 15:02 Uhr


Top-Starter: Hannover 96

München - Ausgeruht, aufgetaut und aufgeblüht. Gleich mehrere Teams sind erfolgreich aus der Winterpause gekommen und haben mit zwei Siegen aus zwei Spielen einen Blitzstart hingelegt. bundesliga.de analysiert die Lage der Top-Starter.

In der Hinrunde holte Hannover keinen einzigen Auswärts-Punkt und lag auf Platz 13 abgeschlagen von den eigentlich anvisierten Saisonzielen. Trainer Mirko Slomka wurde in der Winterpause durch Tayfun Korkut ersetzt. Am 18. Spieltag landeten die Niedersachsen dann gleich im ersten Pflichtspiel mit dem neuen Coach den ersten Sieg - ausgerechnet auswärts.

Über den 3:1-Sieg gegen Wolfsburg freute sich auch Slomka, der auf der Tribüne saß und ein Hannover wie zu seinen Zeiten sah: wenig Ballbesitz, schnelle Konter. Unter Slomka fehlte der Erfolg, den Korkut direkt brachte. Auch gegen Borussia Mönchengladbach, wie Wolfsburg Champions-League-Aspirant, brauchten die Roten nicht oft den Ball, um erneut mit 3:1 zu triumphieren. 

Fakten

wob_h96_debruyne_bittencour.jpgIm Vergleich zum Spiel unter Slomka änderte sich noch nicht viel, abgesehen vom Erfolg. Das Umschaltspiel klappt wieder: Hannover erzielte in der Rückrunde schon genauso viele Kontertore wie in der gesamten Hinrunde. Die vier Kontertore 2014 sind der absolute Bestwert. Kein anderes Team traf so mehr als einmal. Auch die Ankündigung von Korkut, er wolle auf mehr Ballbesitz und Spielaufbau setzen, setzten die 96er nocht nicht um. Entgegen der Ankündigung überlassen sie den Gegnern die Initiative und hatten in den beiden Partien nur 38 Prozent Ballbesitz.

Der Wille und Glaube an die eigene Stärke sind aber zurück: Gegen Gladbach lief Hannover 126 Kilometer - Saisonrekord für Mame Diouf und Co. Unter Mirko Slomka war Hannover noch das laufschwächste Team der Bundesliga. Auch ist die Defensive nicht mehr so anfällig: Hannover ließ in den beiden Rückrundenspielen nur eine Großchance der Gegner zu - in der Hinrunde waren es noch 37 (die zweitmeisten ligaweit). 

Trainer

h96_korkut_zufrieden.jpgMit Tayfun Korkut hat Hannover einen neuen Mann an der Seitenlinie. Recht unbekannt startet Korkut nun in der Bundesliga, um sich schnell einen Namen zu machen. Bereits nach zwei Spielen ist der ehemalige Mittelfeldspieler in aller Munde. "Das sind Big Points! Sechs Punkte nach zwei Spielen - ein Super-Ergebnis! Wir haben Tayfun verpflichtet, weil er gut ist", sagte Martin Kind. Korkut schreibt damit schon nach zwei Pflichtspielen Vereinsgeschichte. Noch nie ist ein 96-Trainer mit zwei Siegen und 6:2 Toren in die Rückrunde gestartet. Es könnte der Beginn einer vielversprechenden Zusammenarbeit sein.

Personal

wob_h96_jubel_bittencourt.jpgKorkut hat die Defensive personell umgekrempelt: Christian Schulz verteidigt wieder hinten links, nicht innen, ist dort deutlich stärker. Andre Hoffmann rückte nach hinten, Leon Andreasen musste auf die Bank. Die Doppelsechs aus Kapitän Lars Stindl und Manuel Schmiedebach ist deutlich aggressiver und auch spielstärker als die Kombinationen aus der Hinrunde. Über links kommt Leonardo Bittencourt, dafür spielt Szabolzs Huszti im rechten Mittelfeld. Der Ungar gab 2014 schon drei Torvorlagen, ligaweit kein Spieler mehr. Auch Bittencourt läuft links zur Bestform auf. Gegen Wolfsburg schnürte der 21-Jährige seinen ersten Bundesliga-Doppelpack. Außerdem hat Korkut im Angriff Artjoms Rudnevs zur Verfügung. Der Winterneuzugang traf in beiden Partien. Auch Angriffspartner Mame Diouf sammelte in der Rückrunde schon vier Scorer-Punkte. 

Ausblick

h96_rajtoral_happy_920.jpgAm nächsten Spieltag trifft Hannover auf Schalke. Auch die Gelsenkirchener haben ihre beiden Partien im Jahr 2014 gewonnen. Für Hannover kommt der Gegner aber gelegen, siegte man doch zuletzt gegen zwei Teams, die ums internationale Geschäft kämpfen. Auch am 21. und 22. Spieltag warten in Mainz und Bayern Mannschaften, die bislang in diesem Jahr alle Spiele gewonnen haben. Somit werden die nächsten drei Spieltage zeigen, wie stark Hannover wirklich ist.

Die anderen Top-Starter: Schalke 04 | 1. FC Nürnberg | Mainz 05

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