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26.07.2013 - 12:48 Uhr


Stars von morgen beim Ruhr-Cup

Borussia Dortmund ist in diesem Jahr Gastgeber des Ruhr-Cups, erwischte bei dem internationalen U19-Turnier aber keinen guten Start

Nach einem 0:0 gegen die chinesische Nationalmannschaft verloren die "Schwarz-Gelben" in der Gruppe A mit 0:2 gegen den FC Valencia

Im Schatten des Signal Iduna Parks war im Stadion Rote Erde unter anderem auch der Nachwuchs des Hamburger SV im Einsatz

Allerdings kamen die Hanseaten gegen den FC Arsenal ebenfalls nicht über ein torloses Remis hinaus

Dortmund - Auch wenn vier der fünf Partien torlos endeten, bekamen die rund 500 Zuschauer im Stadion Rote Erde am ersten Tag des Ruhr-Cups attraktiven U19-Fußball geboten. Das international hochkarätig besetze Turnier findet bis Samstag an fünf Spielorten im Ruhrgebiet statt. Gastgeber Borussia Dortmund erwischte am Donnerstag dabei in der Gruppe A keinen guten Start.
Unter den Augen von Nachwuchskoordinator Lars Ricken vergaben die BVB-Youngster im ersten Spiel gegen die U19-Nationalmannschaft Chinas beste Chancen inklusive Elfmeter und mussten sich am Ende mit einer Nullnummer zufrieden geben.

Dortmund bot in Junior Flores einen Gastspieler auf, der schon einmal einige Kostproben seines Könnens präsentierte. Der 17-Jährige gilt als eines der größten Talente Nordamerikas und wird im kommenden Jahr zum BVB wechseln.

Auch in der zweiten Partie über zwei Mal 20 Minuten zog das Team von Trainer Marc-Patrick Meister gegen den FC Valencia mit 0:2 den Kürzeren. Es sollten die einzigen Tore an diesem Tag in der Gruppe A bleiben, denn auch die Duelle zwischen dem Hamburger SV und dem FC Arsenal, China und dem HSV sowie Arsenal und Valencia endeten torlos. Technisch versiert, taktisch diszipliniert, allerdings im Abschluss vor dem Tor ein wenig zu überhastet präsentierte sich der internationale Nachwuchs.

Nachwuchs auf hohem Niveau

Dennoch zeigte sich Ricken sehr angetan. "Wir sehen hier mit Sicherheit einige Stars von morgen", sagte der Champions-League-Sieger von 1997 im Gespräch mit bundesliga.de. Um den deutschen Nachwuchs mache er sich insgesamt keine Sorgen. "Ich glaube, wir sind im internationalen Vergleich extrem gut aufgestellt. Allein das hohe Niveau in der Jugend-Bundesliga spricht für sich". Dortmund hat dort in der vergangenen Saison mit der A-Jugend übrigens nur Platz 9 belegt, 35 Punkte hinter Schalke 04. Das soll sich in der kommenden Spielzeit mit neuformierter Mannschaft wieder ändern.

Auch Liga-Präsident Dr. Reinhard Rauball war sich im Vorfeld bereits sicher, dass "wir das ein oder andere Talent bald in den höchsten Ligen wiedersehen werden." So wie einst Mario Götze, Joel Matip und Alexander Merkel, die bei der ersten Auflage des Turniers im Jahr 2010 für Borussia Dortmund, Schalke 04 und den AC Mailand wichtige Erfahrungen auf dem Weg in den Profi-Fußball gesammelt haben.

Turniere wie der Ruhr-Cup sind dabei nicht nur eine gute Gelegenheit, sich mit internationalen Top-Clubs zu messen, auch der gesellschaftliche Aspekt spielt bei der vom Dortmunder Verein "Internationale Jugendbegegnungen in Kultur und Sport" ausgerichteten Veranstaltung eine große Rolle.

"Auch kultureller Austausch ist wichtig"

"Ebenso wichtig sind auch das Kennenlernen von Spielern aus anderen Ländern und der kulturelle Austausch zwischen den Teams, bei dem immer wieder Freundschaften entstehen", schrieb FIFA-Präsident Sepp Blatter in seinem Grußwort.

Zeit für einen Plausch hatten auch zwei alte Freunde, die den BVB-Fans noch bestens bekannt sind. Otto Addo, der von 1999 bis 2005 das "schwarz-gelbe" Trikot trug und nun die U19 des HSV trainiert, und Patrick Owomoyela, der nach der vergangenen Saison beim BVB verabschiedet wurde, freuten sich über ein Wiedersehen und gaben fleißig Autogramme.

In Bernd Storck, Nachwuchstrainer von Olympiakos Piräus, ist ein weiterer Ex-Dortmunder beim Turnier dabei. Mit seinem Team kam er in Gruppe B, die im Kirchbergstadion in Hagen spielte, zu einem 1:1 gegen Borussia Mönchengladbach und unterlag dem FC Prishtina (Kosovo) mit 1:2. Tabellenführer der Gruppe ist Zenit St. Petersburg, das sich gegen die "Fohlen" (3:0) und den VfL Wolfsburg (2:1) durchsetzte. Das Finale findet am Sonntag um 11:15 Uhr im Stadion Rote Erde statt.

Aus Dortmund berichtet Markus Hoffmann
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