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02.12.2013 - 09:18 Uhr


Stabile Augsburger heiß auf Bayern

"Kein gutes Spiel, aber einen Punkt mitgenommen", sagte Halil Altintop (r.) nach dem 0:0 in Berlin

FCA-Trainer Markus Weinzierl ist unterm Strich mit der Ausbeute zufrieden

Am Mittwoch empfangen die augsburger den FC Bayern im Pokal-Achtelfinale. "Wir werden alles reinhauen und die Stadt wird hinter uns stehen", hofft Tobias Werner (l.) auf eine Sensation

Berlin - Trotz des mäßigen 0:0 bei Hertha BSC (Spielbericht) könnten die Vorzeichen beim FC Augsburg vor dem Pokalknaller gegen Bayern München kaum besser sein. In der Liga ist das Team durch den Punktgewinn in der Hauptstadt voll im Soll.
"Kein gutes Spiel, aber einen Punkt mitgenommen", fasste Augsburgs Halil Altintop die Story dieses Samstags treffend zusammen. In der Tat hat man vor allem in der Offensive schon bessere Spiele vom FCA gesehen. Doch das Ziel nach zuletzt vier Auswärtspleiten in Folge war für das Team von Markus Weinzierl logischerweise erstmal, hinten stabil zu stehen.

Weinzierl: "Nehmen den Punkt gerne mit"



Das gelang über weite Strecken. "Wir wollten immer wieder schnell umschalten", verriet Weinzierl und räumte ein: "Das ist uns nicht gelungen." Dennoch war der FCA-Coach unter dem Strich zufrieden. "Wir nehmen den Punkt gerne mit", schließlich habe man zuletzt auswärts spielerisch oft überzeugt und sei trotzdem ohne Zählbares nach Haus gefahren, diesmal sei es umgekehrt gewesen. Noch simpler sah es Tobias Werner: "Wir waren in letzter Zeit auswärts stark und haben verloren, heute waren wir schwach und haben einen Punkt mitgenommen."

Nach dem 2:0-Heimerfolg gegen Hoffenheim und dem Remis in Berlin ist Augsburg nun zwei Spiele ungeschlagen und rangiert mit 17 Zählern ziemlich genau in der Mitte der Tabelle. Altintop, der in Berlin seine 250. Bundesligapartie bestritt und damit zum alleinigen Rekordhalter unter den türkischen Spielern im deutschen Oberhaus avancierte, hatte schon nach dem Hoffenheim-Spiel gesagt: "Es wäre richtig geil, wenn wir zur Winterpause 20 Punkte hätten." Für die fehlenden drei Zähler hat der FCA nun also drei Spiele Zeit - keine schlechte Ausgangsposition.

Altintop: "Das Bayern-Spiel genießen!"



Zumal es nach den letzten Auswärtsgegnern Bayern, Leverkusen und Schalke jetzt gegen den HSV (A), Braunschweig (H) und Frankfurt (A) geht - Vereine also, die in der Tabelle allesamt hinter den Fuggerstädtern rangieren. Doch zuvor steht am Mittwoch ein echter Kracher an: Mit dem FC Bayern München gastiert im Achtelfinale des DFB-Pokals der Triplesieger in der SGL-Arena.

"Wir sollten das Spiel genießen", empfiehlt Altintop, der in 20 Pokalpartien schon sieben Mal traf. Der Routinier weiß: "Auch wenn es nur eine kleine Chance ist: An einem sehr, sehr guten Tag ist immer die Möglichkeit da, auch Bayern München zu schlagen - vielleicht ja im Elfmeterschießen."

Werner hofft auf die Pokalsensation



Tobias Werner hat ebenfalls ein Fünkchen Hoffnung: "Vielleicht gelingt uns was Großes." Schließlich habe der FCB gerade ein paar Verletzungssorgen, "vielleicht ist dann noch richtig ekliges Wetter, was den Bayern wahrscheinlich nicht so liegt, wir werden alles reinhauen und die Stadt wird hinter uns stehen", entwirft der Offensivmann das Szenario für eine mögliche Pokalsensation.

Werner weiß aber auch: Es muss eine bessere Leistung her als in Berlin. Sonst dürfte auf wenig mehr zu hoffen sein als vor einem knappen Monat. Da gastierte der FCA in der Liga beim FC Bayern. Eine respektable Augsburger Leistung konnte damals die verdiente 0:3-Niederlage nicht verhindern.

Keeper Marwin Hitz sieht dennoch Hoffnung: "Der Pokal ist immer etwas ganz Eigenes", außerdem spiele man ja diesmal zu Hause. Klar seien die Bayern nochmal eine ganz andere Hausnummer als Hertha, "aber das wird uns nicht daran hindern, wieder alles zu geben." Ein weiterer Hoffnungsschimmer: André Hahn, der in Berlin gelbgesperrt fehlte, kehrt in den Kader zurück. Der Shootingstar ist mit vier Treffern neben Altintop torgefährlichster Augsburger. Viel besser könnten die Voraussetzungen aus Sicht des FCA also nicht sein - die Bayern können kommen!

Aus Berlin berichtet André Anchuelo
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