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11.04.2014 - 16:22 Uhr


Müller: "Es geht ums Prestige"

Ligagipfel: Der FC Bayern München empfängt Borussia Dortmund zum Spitzenspiel am Samstagabend in der Allianz-Arena. Das Hinspiel gewannen der Rekordmeister mit 3:0

Bayern-Coach Pep Guardiola warnt seine Mannschaft: "Es wird eine große Prüfung. Wenn wir ein bisschen ruhiger machen wollen, haben wir keine Chance"

Die bisherige Saison hat bei der Mannschaft von Jürgen Klopp (l.) Spuren hinterlassen. Die von Verletzungen gebeutelten Dortmunder gehen erschöpft in den Saison-Endspurt

Punkte abschenken wollen die Dortmunder um Stürmer-Star Robert Lewandowski aber nicht. Immerhin geht es noch im indirekten Duell mit Erzrivale Schalke 04 um die Vize-Meisterschaft

München - Am Samstagabend empfängt der FC Bayern den Tabellenzweiten Borussia Dortmund (ab 18 Uhr im Live-Ticker) zum Spitzenspiel des 30. Spieltags in der Münchner Allianz Arena. Obwohl die Meisterschaft schon entschieden ist, gehen beide Mannschaften hochmotiviert in die Partie und wollen auf keinen Fall Punkte abschenken.

Bayern-Coach Pep Guardiola bestätigt diese Haltung und fordert volle Konzentration für das Spiel, das in 207 von insgesamt 209 FIFA-Ländern live übertragen wird: "Wir müssen Madrid und das Pokalspiel vergessen, und uns auf Dortmund konzentrieren. Sie verdienen unsere gesamte Aufmerksamkeit." Und weiter: "Es wird eine große Prüfung. Wenn wir ein bisschen ruhiger machen wollen, haben wir keine Chance."

Dortmunder mit müden Beinen

Bei seinem Gegenüber, BVB-Trainer Jürgen Klopp, hält sich die Vorfreude dagegen in Grenzen: "Das ist ein sensationeller Zeitpunkt für das Spiel in München, so zwischen Real Madrid und Wolfsburg", knurrte Klopp im Vorfeld mit einiger Ironie. Das wäre sicherlich anders, wenn die Personalsituation entspannter wäre. Die seit Wochen und Monaten verletzt fehlenden Neven Subotic, Marcel Schmelzer, Sven Bender, Ilkay Gündogan und Jakub Blaszczykowski verhindern, dass der Trainer rotieren und seinen anderen Spieler eine Verschnaufspause gönnen kann.

Vor der Reise nach München spielt Klopp dennoch mit dem Gedanken Veränderungen in der Startelf. "In dieser Saisonphase muss auf viele Dinge geachtet werden", sagte der 46-Jährige mit Blick auf Ermüdungserscheinungen: "Dementsprechend müssen wir uns die Zeit nehmen, ganz genau hinzugucken, wer den Eindruck macht als könnte er und wer den Eindruck macht, als sollte er nicht."

BVB feilt an Zukunftsplänen

Und so steckt Jürgen Klopp in einer Zwickmühle. Einerseits will der BVB-Coach den Bayern mit einer schlagkräftigen Elf begegnen, andererseits fordern das straffe Programm und die hohe Intensität der letzten Spiele ihren Tribut. Dass Erzrivale Schalke 04 der Borussia dicht auf den Fersen ist und auf Platz 2 schielt, macht die Gesamtsituation nicht einfacher. Klopp appelliert deshalb an seine Mannschaft: "Es geht um drei wichtige Punkte, die uns immens gut tun würden."

Schon vor dem Spiel in München drangen rund um die Borussia derweil gute Nachrichten für die kommende Saison nach außen. Der ausgeliehene Mittelfeld-Stratege Nuri Sahin wird fest aus Madrid verpflichtet und Hertha-Stürmer Adrian Ramos steht als Lewandowski-Ersatz bereit.

Kroos: "Entspannt und befreit aufspielen"

Für den FC Bayern geht die Saison in die entscheidende Phase. Das Spitzenspiel gegen den Ex-Club von Mario Götze kommt da nicht ungelegen. "Natürlich wollen wir das Spiel gewinnen, gar keine Frage. Und wir freuen uns drauf", bestätigte Matthias Sammer: "Wir müssen im Rhythmus bleiben."

Außerdem gehe es natürlich "ums Prestige", merkte Thomas Müller an. Philipp Lahm ergänzte: "Es ist das absolute Spitzenspiel, weil zwei Top-Mannschaften aufeinandertreffen, die sich in der Vergangenheit immer große Duelle geliefert haben." Da die Meisterschaft bereits in trockenen Tüchern ist, liegt auf den Spielern kein so hoher Druck wie sonst. "Wir können relativ entspannt und befreit aufspielen", freut sich Toni Kroos.

Auch die Münchner plagen einige Verletzungssorgen, die Trainer Guardiola aber aufgrund der Kaderbreite verschmerzen kann. Xherdan Shaqiri, Thiago, Tom Starke, Diego Contento und Holger Badstuber stehen gegen Dortmund nicht zur Verfügung. 

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