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04.02.2014 - 20:00 Uhr


Fehlstarter: VfB Stuttgart

München - Abgerackert und abgewatscht: Gleich mehrere Teams haben mit zwei Niederlagen aus zwei Spielen einen Fehlstart hingelegt. bundesliga.de analysiert die Lage der Fehlstarter.

Es war eine seltsame letzte Woche für den VfB Stuttgart. Die Schwaben blickten nach acht Tagen auf drei Niederlagen zurück, dennoch hielt sich der Unmut am Neckar in Grenzen. In allen drei Partien stimmten die Leistungen, nur die Ergebnisse nicht. "So etwas habe ich in meiner Karriere auch schon erlebt, das passiert eben", sagt Manager Fredi Bobic im "kicker".

Zumal der VfB nicht gegen irgendwen spielte, sondern gegen die besten der Liga. Vedad Ibisevic und Co. waren drauf und dran, den übermächtigen Bayern Punkte abzuluchsen, doch Thiago zerstörte alle Hoffnungen in der Nachspielzeit. Auch gegen den Zweiten Leverkusen schrammte Stuttgart nur denkbar knapp an einem Remis vorbei.

Fakten

vfb_leitner_traore_920.jpgDrei Spiele, drei Führungen, drei Niederlagen: Der VfB lag im Jahr 2014 drei Mal mit 1:0 in Front und verspielte den Vorsprung durchwegs. Die Führungsschwäche artet langsam aber sicher zum Problem aus. Schon zwölf Mal legte Stuttgart in der laufenden Saison ein 1:0 vor, doch lediglich fünf dieser Partien gestalteten die Kicker mit dem roten Brustring siegreich.

Trainer

vfb_schneider_schaut_920.jpgThomas Schneider hauchte den zu Saisonbeginn kriselnden Stuttgartern als Nachfolger von Bruno Labbadia Leben ein und führte die Schwaben in gesicherte Regionen der Tabelle. Der 41-Jährige schenkt jungen Spielern wie Antonio Rüdiger, Timo Werner, Moritz Leitner und Rani Khedira das Vertrauen und gibt ihnen die Zeit, die sie brauchen. Nach nur einem Sieg aus sechs Spielen spürt der Ur-Stuttgarter nun zum ersten Mal in seiner VfB-Amtszeit richtig Druck.

Personalien

vfb_fritzle_rausch_920.jpgSchneiders junge Wilde zahlen häufig noch Lehrgeld und stehen am Ende mit leeren Händen da. Zuletzt häuften sich die individuellen Schnitzer. Ulreich, Sakai und Rausch patzten gegen Mainz, Harnik, Khedira und Boka gegen Bayern und Rüdiger sowie Maxim in Leverkusen. "Individuelle Fehler lassen sich nie völlig vermeiden", konstatiert Bobic. Doch der Ex-Nationalspieler weiß auch, dass "von dem einen oder anderen etwas zu wenig" kam gegen Bayer.

Ausblick

vfb_ibisevic_klatscht_920.jpgStuttgart hat eine Ergebniskrise, mehr nicht. Wenn die Canstatter die Leistungen aus den Spielen gegen Bayern und Leverkusen wiederholen, werden die Erfolge zurückkehren. Den Anfang könnte der VfB im Derby am kommenden Sonntag machen, wenn der FC Augsburg in der Mercedes-Benz-Arena zu Gast ist. Trotzdem kann man im Ländle die Tabelle lesen und weiß, dass zwei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz 16 kein beruhigendes Polster sind. "Wir sind uns der Situation völlig bewusst und unterschätzen sie nicht", sagte Bobic.

David Schmidt

Die anderen Fehlstarter: Hamburger SV | Borussia Mönchengladbach | VfL WolfsburgHertha BSC

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