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Bundesliga

04.02.2014 - 17:00 Uhr


Fehlstarter: Hamburger SV

München - Abgerackert und abgewatscht: Gleich mehrere Teams haben mit zwei Niederlagen aus zwei Spielen einen Fehlstart hingelegt. bundesliga.de analysiert die Lage der Fehlstarter.

Der HSV ist DAS Sorgenkind der Liga. Nach der schmerzhaften und deutlichen Niederlage in Hoffenheim und dem gleichzeitigen Erfolg der Nürnberger in Berlin sind die Rothosen auf Platz 17 abgerutscht. Nicht, dass es völlig neu wäre, dass der Bundesliga-Dino im Abstiegskampf steckt. Neu ist aber, dass die gewohnte Zuversicht und die Selbstverständlichkeit, mit der man etwaige Abstiegsgedanken beim HSV sonst verjagte, langsam verloren gehen. Die Nerven liegen blank. Nicht zuletz bei Kapitän Rafael van der Vaart, der nach der Pleite im Kraichgau auf "Sky" geschimpft hatte: "Am Ende ist es auch eine Frage der Qualität. So macht Fußball keinen Spaß. Diese Saison ist eine Katastrophe."

Fakten

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Hamburg hat den Start ins Jahr 2014 komplett versemmelt. Die Norddeutschen ließen dem 0:3 gegen Schalke ein 0:3 in Hoffenheim folgen und machten damit den schlechtesten Rückrundenstart der Vereinsgeschichte perfekt. Die letzten fünf Partien hat die Elf von Bert van Marwijk allesamt verloren. Der Auftritt bei 1899 war jedoch der vorläufige Tiefpunkt. Hoffenheims Keeper Koen Casteels musste kein einziges Mal eingreifen, weil die HSV-Offensive nicht einen Torschuss zustande brachte. Die Gäste aus Hamburg präsentierten sich überdies lauffaul. Van der Vaart und Co. waren nur 114,1 Kilometer unterwegs und lieferten damit die schlechteste Laufleistung des Spieltags ab. Die Gastgeber dagegen spulten 122,7 Kilometer ab.

Trainer

hsv_marwijk_kreuzer_920.jpgBert van Marwijk hat trotz der prekären Lage im Verein die absolute Rückendeckung. "Immer wieder wurde hier der Trainer gewechselt, jetzt ist schon wieder die Position im Gerede. Mich ärgert daran, dass so immer wieder die hochbezahlten Spieler aus dem Fokus genommen werden", verdeutlichte Vorstandsvorsitzender Carl-Edgar Jarchow im "kicker". "Ihnen wird ein Alibi geliefert, aber sie stehen in der Pflicht. Wir sind froh, dass van Marwijk in Hamburg ist." Von Sportdirektor Oliver Kreuzer bekommt der niederländische Übungsleiter ebenfalls Unterstützung: "Er ist genau der Richtige, packt die Dinge genau richtig an." In einem Punkt sind sich in Hamburg alle einig: Bert van Marwijk ist der richtige Mann für diesen Job.

Personalien

hsv_westermann_enttaeuscht_.jpgDem HSV gehen die Führungsspieler ab. Kapitän van der Vaart versteckt sich auf dem Platz, Heiko Westermann und Marcell Jansen sind zu sehr mit sich selbst beschäftigt, als dass sie ihren jüngeren Mitspielern helfen könnten. "Wir haben diese Typen nicht", gesteht Kreuzer. "Und es lässt sich nicht einfach so der Stil einer Mannschaft verändern." Obendrein fehlen Stabilisatoren wie Torhüter Rene Adler und Angreifer Pierre-Michel Lasogga. Adler, der seit Anfang Dezember an einem Bänderriss laboriert, steht wie Lasogga unmittelbar vor der Rückkehr ins Mannschaftstraining. Das Spiel gegen Hertha BSC kommt für die beiden aber wohl zu früh.

Ausblick

hsv_vdv_marwjik_920.jpgDer Dino wird doch nicht, oder? Der Hamburger SV in der 2. Bundesliga - ein Gedanke, den man sich auch als neutraler Fan nur schwer ausmalen kann. Doch in der jetzigen Situation spricht vieles gegen den HSV. Der Trainerwechsel hat an der Elbe nicht den erwünschten Effekt gebracht, die Entscheidungen in puncto Spielerpersonal waren oft unglücklich und die Konkurrenz fletscht die Zähne. Freiburg und Frankfurt haben zumindest einen Sieg nach der Winterpause eingefahren, Nürnberg gar zwei. Und während sich die Rivalen im Abstiegskampf bestens auskennen und vom Anpfiff des ersten Spieltags weg mit den Gedanken nur beim Klassenerhalt waren, sitzt den Rothosen, die mit deutlich höheren Zielen in die Saison gestartet sind, die Angst im Nacken.

David Schmidt

Die anderen Fehlstarter: VfB Stuttgart | Borussia Mönchengladbach | VfL WolfsburgHertha BSC

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