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04.05.2014 - 14:05 Uhr


Selbstbewusst trotz Klatsche: HSV glaubt an Rettung

Gemeinsam peilen sie die Rettung an: Hakan Calhanoglu, Kerem Demirbay und Maxi Beister (v.l.n.r.)

Mirko Slomka nachdenklich - nie zuvor in seiner langen Bundesliga-Geschichte kassierte der HSV so viele Heimniederlagen wie diese Saison

Nur kurzfristig am Boden? Auf Hakan Calhanoglu ruhen die Hoffnungen am 34. Spieltag

Hamburg - Es ist schon paradox. Da verliert der Hamburger SV im Kampf gegen den Abstieg mit dem 1:4 gegen den FC Bayern das vierte Spiel in Folge, und dennoch ist von großer Enttäuschung bei den Hamburgern kaum etwas zu erkennen. Im Gegenteil: Beim Bundesliga-Dino, der noch nie aus der Bundesliga absteigen musste, stieg das Selbstbewusstsein vor dem Finale in Mainz bei Spielern und Fans.

"Niemals, 2. Liga, niemals, niemals", skandierten die Treuesten der Treuen auf der Nordkurve der Imtech Arena nach dem Abpfiff.

Anfangsphase macht Mut

Auslöser dieser Euphorie waren die ersten 30 Minuten gegen den Ligaprimus aus München, die gezeigte Leidenschaft und - vor allem - die gleichzeitigen Patzer der Konkurrenz. "Wir sollten alles andere als am Boden zerstört sein. Wir haben gegen den FC Bayern gut dagegen gehalten und haben es nach den Niederlagen von Nürnberg und Braunschweig weiter in der Hand", meinte Mittelfeldspieler Kerem Demirbay.

Trainer Mirko Slomka war vor allem vom starken Beginn angetan: "Wir können aus der Niederlage viel Positives mitnehmen. Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt, haben früh attackiert und gestört. Leider haben wir uns in dieser Phase nicht belohnen können, obwohl wir gute Chancen hatten."

Es hat sich dabei wieder einmal gezeigt, dass es dem HSV an Spielern mit Torgefahr mangelt. Ohne den verletzten Pierre-Michel Lasogga ruhen die Hoffnungen vor dem gegnerischen Gehäuse meist auf Hakan Calhanoglu, der auch den Ehrentreffer für die Hausherren erzielte.

Adler spricht das große Manko an

"Wir hatten die eine oder andere Chance, die wir nicht verwerten konnten. Aber vielleicht hat uns gegen eine so starke Truppe wie Bayern München auch ein bisschen das Quäntchen Glück gefehlt", analysierte Calhanoglu diplomatisch den Auftritt der Hamburger in der Offensive. Torhüter Rene Adler fand etwas deutlichere Worte: "Wir schießen derzeit leider zu wenig Tore."

Ilicevic, der im Trikot mit der Raute auf der Brust erstmals als Mittelstürmer auflief, mühte sich zwar redlich, als Knipser ist der Kroate aber eher nicht bekannt. Der 27-Jährige setzt für den 34. Spieltag auf die Rückkehr Lasoggas: "Wir hoffen alle, dass Pierre in der kommenden Woche fit ist und im letzten Spiel noch einmal angreifen kann." Mitte der Woche soll Lasogga ans Mannschaftstraining herangeführt werden, so Slomka. Ob es dann zu einem Einsatz reicht, wird sich zeigen.

Damit bei den Rheinhessen die beste Elf auflaufen kann, wechselte der Trainer sogar extra Heiko Westermann und Rafael van der Vaart frühzeitig aus, um sie von einer Gelbsperre zu bewahren.

Ilicevic angriffslustig

So war der Blick der HSV-Spieler schon wenige Minuten nach Spielschluss in der Imtech Arena auf Mainz gerichtet. Vor allem, als die Kunde von den Niederlagen aus Nürnberg und Braunschweig eintraf.

"Wir haben es in Mainz in der Hand. Mit einem Sieg hätten wir den Relegationsplatz sicher. Wenn wir das Spiel so angehen, wie gegen den FC Bayern, dann werden wir auch gewinnen. Denn die Mannschaft hat gezeigt, dass sie Rang 16 unbedingt sichern und dafür kämpfen will", erklärte Ilicevic im Interview mit bundesliga.de.

Mit einem Sieg wäre zumindest der erste Schritt zum Happy End getan. In zwei Relegationsspielen ginge das Zittern dann erneut von vorne los.

Aus Hamburg berichtet Michael Reis

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