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20.10.2013 - 20:11 Uhr


Sehnsucht nach dem ersten Sieg

Oliver Baumann spielte erstmals in dieser Saison zu null, mit dem ersten Sieg klappte es trotzdem nicht

Vaclav Pilar (l.) erntete Lob von allen Seiten, nach seinem starken Debüt gegen Werder Bremen um Mannschaftskapitän Clemens Fritz (r.)

Wann platzt endlich der Knoten? Trainer Christian Streich hat in Bremen viel Positives gesehen

Bremen - Das torlose Remis in Bremen hat den neuen Negativrekord des SC Freiburg besiegelt: Vier Unentschieden und fünf Niederlagen an den ersten neun Spieltagen - so lang ist der SC Freiburg zu Saisonbeginn in der Bundesliga noch nie ohne Sieg geblieben.
Doch nach der Nullnummer bei Werder wurde auf Seiten der Breisgauer kein Gedanke an eine Krise verschwendet. Im Gegenteil, die Spieler des SC Freiburg sind entschlossen.

Schmid: "Müssen vor dem Tor ruhiger werden"



"Solche Gedanken sollten wir aus unseren Köpfen verdrängen. Die Saison ist noch sehr, sehr lang. Uns fehlt einfach das erste Erfolgerlebnis. Dann fahren wir danach sicherlich auch wieder mehr Punkte ein", erklärt Jonathan Schmid, der im Weserstadion aufgrund der Personalsorgen beim SC auf der rechten Seite der Viererkette beginnen musste.

Und wer den Auftritt der Freiburger im Bremen gesehen hat, der dürfte von einem baldigen Dreier überzeugt sein. Der Ball lief flüssig durch die Reihen, es wurde blitzschnell umgeschaltet, nur vor dem Tor von Sebastian Mielitz versagten die Nerven. "Wir hätten die Partie in der ersten Halbzeit sicherlich schon zu unseren Gunsten entscheiden können. Aber wir müssen vor dem Tor einfach ruhiger werden und uns mehr auf den Abschluss konzentrieren", sagt Schmid.

Viel Lob für Pilar



Ein Lichtblick im Spiel des SCF war einer, der zwar schon seit der Saison 2012/13 in der Bundesliga dabei ist, der aber erst jetzt in Bremen zu seinem Debüt in der höchsten deutschen Spielklasse kam: Vaclav Pilar. Der Stern des Tschechen erstrahlte bei der EURO 2012. Der VfL Wolfsburg sicherte sich daraufhin die Dienste des flinken Flügelstürmers, doch kurz vor Saisonbeginn verletzte dieser sich schwer am Knie. Die Heilung verlief schleppend. Freiburg lieh Pilar dennoch von den Wölfen aus und jetzt war es mit der Premiere endlich soweit.

"Wie er da vorne rumwirbelt, hilft uns wahnsinnig. Für ihn war es eine sehr, sehr schwierige Zeit. Deshalb freue ich mich ganz besonders, dass er nun endlich sein erstes Bundesliga-Spiel absolviert hat", freute sich Torhüter Oliver Baumann für Pilar. Und Trainer Christian Streich lobte: "Für Vaclav ist es eine schöne Sache, dass er nach der langen Leidenszeit endlich wieder spielen konnte. Und man hat gesehen, dass er es kann. Er hat eine gewisse Leichtigkeit in seinem Spiel."

Baumann: "Viel fehlt nicht mehr"



Viele Freiburger Fans hatten auch auf das Comeback Vladimir Darida gehofft. Pilars Landsmann hatte sich nach seinem Wechsel am 30. August zum SC zur Nationalmannschaft verabschiedet und kam mit einer Syndesmosebandverletzung wieder. In Bremen reichte es für den Offensiv-Allrounder noch nicht zu einer Nominierung für den Kader.

Das könnte sich aber vielleicht am nächsten Spieltag gegen den Hamburger SV ändern. Trainer Streich weiß, was für einen Sieg zu tun ist: "Entscheidend für die nächsten Wochen ist, wie wir unsere Spiele gestalten. Wenn wir das gut machen, wächst auch weiter die Wahrscheinlichkeit, dass wir gewinnen."
Torhüter Baumann kann so ein Erfolgserlebnis gar nicht mehr abwarten. "Ich sehne mich danach. Aber wir haben gewusst, dass wir eine schwierige Saison vor uns haben. In Bremen haben wir wieder einen Schritt nach vorne gemacht. Viel fehlt jetzt nicht mehr." Der HSV sollte also gewappnet sein.

Aus Bremen berichtet Michael Reis
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