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07.07.2013 - 13:22 Uhr


Schweinsteiger-Abreise "kein Grund zur Sorge"

Bastian Schweinsteiger hatte in Riva del Garda reichlich zu tun: Zum einen mit den Autogrammwünschen der Fans (© Imago)

Zum anderen mit dem Reha-Training unter Anleitung von Fitnesscoach Thomas Wilhelmi (r.) (© Imago)

Auch mit dem Ball versuchte sich der Nationalspieler bereits (© Imago)

Dennoch reiste er am Samstagabend nach München zurück, um nun dort individuell an seiner Rückkehr zu arbeiten

Riva del Garda - Geplant war, dass Bastian Schweinsteiger in diesen Tagen ins Mannschaftstraining einsteigt. Stattdessen ist der Nationalspieler vorzeitig aus dem Trainingslager des FC Bayern abgereist.

Wann immer Bastian Schweinsteiger seit dem vergangenen Donnerstag vom Trainingsplatz ging, gab es freundlichen Applaus von den Tribünen. Schweinsteiger lächelte dann, winkte kurz und stieg die Treppe in den Kabinengang hinab. Das Dumme dabei war: Der Nationalspieler kam stets vom sattgrünen Nebenplatz des "Centro Sportivo" in Arco. Am Hauptplatz, wo Trainer Pep Guardiola noch bis Donnerstag den gesunden Spielern des FC Bayern seine Philosophie vom Fußball zu vermitteln versucht, schlurfte Schweinsteiger vorbei.

Rückreise gemeinsam mit Müller-Wohlfahrt



Doch auch damit ist jetzt erst mal Schluss: Am Sonntagmittag verließ Schweinsteiger das luxuriöse Hotel Lido Palace in Riva del Garda. Gemeinsam mit Vereinsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt und Physiotherapeut Gerry Hofmann reiste er zurück ins etwa dreieinhalb Autostunden entfernte München. "Grund zur Sorge gibt es aber nicht", teilte Bayern München auf seiner Homepage mit und erläuterte, dass die "Möglichkeiten zur Behandlung des operierten Fußes in München schlichtweg besser sind". In einer Woche soll alles gut sein.

Schweinsteiger hatte sich am 3. Juni in Zürich einem Eingriff am rechten Sprunggelenk unterzogen - dabei war ein freier Gelenkkörper entfernt worden. Heimgereist sei Schweinsteiger jetzt aber nur wegen Müller-Wohlfahrt, betonte Bayern-Mediendirektor Markus Hörwick. Der Vereinsarzt müsse sich wieder um seine Praxis kümmern. "Für mich ist es wichtig, in der Nähe unseres Doc zu sein", sagte Schweinsteiger zu "fcb.tv", Hörwick versicherte derweil, Arzt und Spieler seien "sehr glücklich, weil endlich Bewegung in die Sache gekommen ist".

Schweinsteiger im "Aufbautraining mit Ball"



Noch am Freitagabend hatte Schweinsteiger nicht so geklungen. "Ich versuche", sagte er bei einem Sponsorentermin, "so schnell wie möglich ins Mannschaftstraining zurückzukehren. Es wird besser. Das ist das wichtigste Signal. Ich kann es noch nicht ganz genau sagen, wann ich wieder dabei bin." Der 28-Jährige ergänzte, er schaue "von Tag zu Tag, ob es weiterhin so bergauf geht." Nun soll es in München weiter bergauf gehen: Schweinsteiger werde das "Aufbautraining mit Ball" täglich fortsetzen, teilte der FC Bayern mit.

Falls Schweinsteiger wie geplant nun in der kommenden Woche in sein erstes Mannschaftstraining unter Guardiola einsteigt, hätte er noch drei Wochen Zeit bis zum Spiel der ersten DFB-Pokal-Hauptrunde am 5. August gegen Schwarz-Weiß Rehden, vier Tage später trifft der Triple-Sieger dann im Auftaktspiel der Bundesliga auf Borussia Mönchengladbach. "Wir wollen", hatte Schweinsteiger am Freitag noch verkündet, "wieder so eine erfolgreiche Saison spielen. Wir werden uns nicht auf den Erfolgen der vergangenen Saison ausruhen."

Guardiola "ein freundlicher Mensch"



Schlecht für Schweinsteiger: Er verpasst nun weitere Einheiten unter Guardiola, Einheiten, in denen der neue Trainer den Spielern seine Ideen vermitteln will. Schweinsteiger hat trotzdem schon eine Meinung dazu. "Für uns als Mannschaft ist es so, dass wir einen sehr freundlichen Menschen kennengelernt haben", sagte er vor der Abreise vom Gardasee und ergänzte mit einem Lächeln: "Wir hoffen alle, dass er uns in gewissen Dingen weiter verbessert - auch, wenn das ein bisschen schwierig ist."
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