offizielle Webseite

Bundesliga

13.12.2013 - 20:12 Uhr


S04 gegen SCF: Erleichterung und Enttäuschung

Liga-Duell der Gegensätze: Schalke machte unter der Woche das CL-Achtelfinale klar, Freiburg schied in der Europa-League-Gruppenphase aus (© Imago)

Teurer Erfolg: Neben Julian Draxler (M.) hat sich auch Kapitän Benedikt Höwedes (nicht im Bild) beim 2:0-Sieg gegen Basel verletzt. Beide fallen für die Partie gegen den SCF aus

Auch die Breisgauer haben mit Personalproblemen zu kämpfen. "Wir haben viel Pech mit wahnsinnig vielen Verletzten", sagt Freiburg-Coach Christian Streich

An das letzte Aufeinandertreffen in Gelsenkirchen haben Oliver Sorg und Co. (l., gegen Jefferson Farfan) beste Erinnerungen: Freiburg bezwang die Königsblauen mit 3:1 (© Imago)

Freiburg/Gelsenkirchen - Was der FC Schalke 04 geschafft hat, blieb dem SC Freiburg vergönnt. Während bei den Knappen nach dem Achtelfinaleinzug in der Champions League zentnerschwere Steine von den Herzen purzelten, überwog im Breisgau nach dem Ausscheiden in der Europa League in erster Linie die Enttäuschung. Und dennoch ist es irgendwie auch eine Erleichterung für den Sport-Club.

Mit dem Auswärtsspiel auf Schalke steht für die Freiburger am Sonntag (ab 15 Uhr im Live-Ticker) bereits das 25. Pflichtspiel in dieser Saison auf dem Programm - eine ungewohnte Erfahrung für das junge Team. "Alle drei Tage zu spielen, ist schon etwas anderes", gestand Matthias Ginter nach der 0:2-Niederlage gegen Sevilla.

Hohes Pensum fordert Tribut

Und diese zusätzliche Belastung hat Spuren hinterlassen. Mit nur elf Punkten hängt der SC im Tabellenkeller fest, kämpft um den Verbleib in der Bundesliga - und gleichermaßen gegen die erheblichen Personalsorgen. "Wir haben viel Pech mit wahnsinnig vielen Verletzten", klagt Trainer Christian Streich, der weiter ohne Julian Schuster, Jonathan Schmid, Francis Coquelin, Mensur Mujdza und Vegar Hedenstad auskommen muss.

Sorgen, die auch sein Schalker Kollege Jens Keller teilt: Beim 2:0-Erfolg gegen Basel verlängerten Julian Draxler und Benedikt Höwedes die ohnehin schon umfangreiche Ausfallliste. "Wir mussten den Sieg teuer bezahlen", sagte der Schalke-Coach. Hinzu kommen die Langzeitverletzten Dennis Aogo, Klaas-Jan Huntelaar und Marco Höger. Allerdings wird es ein Rückkehrer geben. Verteidiger Kyriakos Papadopoulos wird nach über ein Jahr Leidenszeit erstmals wieder im Profi-Kader stehen.

"Wir haben schon die gesamte Hinrunde Verletzungspech", meint Manager Hort Heldt. "Trotzdem bin ich mir sicher, dass wir für die kommenden Aufgaben gute Lösungen finden werden, um die Ausfälle zu kompensieren." Nach Höwedes' Ausfall improvisierte Keller, brachte mit Adam Szalai einen Stürmer und zog Kevin-Prince Boateng auf die Sechs zurück - mit Erfolg. 

Viele offene Fragen

Doch ob der Schalker Trainer auch gegen Freiburg an dieser Variante festhält, bleibt abzuwarten, schließlich steht der in der Königklasse noch gesperrte Jermaine Jones gegen Freiburg wieder als Alternative zur Verfügung. Allerdings ließ Keller sich in dieser Angelegenheit schon ein bisschen in die Karten schauen: "Boateng auf der Sechs ist sicherlich eine Option." Eine weitere Baustelle ist der linke Flügel, den Keller nach Draxlers Ausfall neu besetzen muss. Den Jungstar könnte Christian Fuchs ersetzen. Auch Max Meyer könnte diese Position spielen.

Klar ist jedenfalls die Zielsetzung. Der Erfolg aus der Champions League soll helfen, auch in der Liga wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren. "Wenn wir so auftreten wie gegen Basel, bin ich mir sicher, dass wir die drei Punkte hier behalten", stellt Felipe Santana klar. Ein Sieg wäre wichtig, um den eigenen Ansprüchen gerecht zu werden und die Champions-League-Plätze in der Tabelle nicht gänzlich aus den Augen zu verlieren.

Der Sport-Club hat beim Blick auf das Klassement ganz andere Sorgen, fährt aber mit guten Erinnerungen ins Ruhrgebiet. Auf den Tag genau vor einem Jahr gewann Freiburg mit 3:1 auf Schalke. Auch wenn das neu zusammengestellte Team von der Form der vergangenen Saison weit entfernt ist, haben sie den Mut im Breisgau längst nicht verloren.  "Dass es dieses Jahr sehr, sehr schwierig werden würde, war klar", sagt Torwart Oliver Baumann. "Daher finde ich es gut, wie die Mannschaft damit umgeht, sich immer wieder reinkämpft und reinhaut." Bleibt also noch die Frage, von wem diesmal nach dem Spiel vor Erleichterung die Last abfällt.

Maximilian Lotz

 

Fakten zum Spiel

Schiedsrichteransetzungen

Verwandte Artikel

Fan-Newsletter

Bundesliga
Service

© 2014 DFL Deutsche Fußball Liga GmbH