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DFB Pokal

04.12.2013 - 21:12 Uhr


Can bestraft Freiburg

Emre Can (r., mit Gonzalo Castro) erzielt in Freiburg den 2:1-Siegtreffer für Leverkusen

Die Freiburger um Oliver Sorg (r., gegen Can) sind über weite Strecken ebenbürtig und das trotz des frühen Schocks

Nach einem Aussetzer von Nicolas Höfler erzielt Robbie Kruse (M.) das 1:0 für Bayer

Aber die Freiburger kämpfen sich in die Partie zurück, kommen durch Matthias Ginter (r.) zum verdienten Ausgleich und lassen in der Folge mehrere gute Möglichkeiten ungenutzt

Freiburg - Mit etwas Glück steht Bayer Leverkusen zum ersten Mal seit fünf Jahren im Viertelfinale des DFB-Pokals. Der Bundesligist setzte sich mit 2:1 (1:1) beim Ligarivalen SC Freiburg durch. Emre Can (77.) sorgte mit seinem späten Treffer für die Entscheidung gegen einen über weite Strecken ebenbürtigen Gegner.

"Das war am Ende ein harter Kampf, das hätten wir nach den ersten Minuten nicht gedacht", sagte Bayer-Kapitän Simon Rolfes. "Wir sind fahrlässig mit unseren Chancen umgegangen, danach ist Freiburg richtig gut aufgekommen." Freiburgs Schlussmann Oliver Baumann meinte: "Wir hätten das Spiel drehen können, doch leider haben wir es nach dem schlechten Auftakt nicht geschafft, das 2:1 zu machen."

Kruse schockt Freiburg


Robbie Kruse brachte mit seinem Turbo-Tor nach 28 Sekunden die Leverkusener in Führung. Für den Halbfinalisten der Vorsaison konnte Matthias Ginter (19.) zwischenzeitlich ausgleichen. Für die Breisgauer, die am Sonntag im Punktspiel gegen den VfL Wolfsburg antreten müssen, steht nun der Abstiegskampf in der Liga und die entscheidende Partie um den Einzug in die K.o.-Phase der Europa League am Donnerstag gegen den FC Sevilla im Vordergrund.

Die Zuschauer waren noch nicht richtig auf ihren Plätzen, da führte der Bundesliga-Zweite bereits. Kruse, Australiens Fußballer des Jahres, nutzte einen Aussetzer von Nicolas Höfler. Nur zwei Minuten später vergab Heung-Min Son eine nahezu identische Möglichkeit. Kurz darauf hätte Kapitän Simon Rolfes die Führung der Leverkusener, bei denen Sidney Sam und Sebastian Boenisch fehlten, fast ausgebaut (4.).

Starker Ginter trifft per Kopf


Die Gastgeber, die ohne die Langzeitverletzten Julian Schuster, Mensur Mujdza, Jonathan Schmid und Vegar Hedenstad auskommen mussten, waren in der Anfangsphase völlig von der Rolle. In der 11. Minute leistete sich Abwehrchef Fallou Diagne einen haarsträubenden Fehler, Stefan Kießling scheiterte aber am Freiburger Torwart Oliver Baumann. Der Bundesliga-Drittletzte war mit dem knappen Rückstand nach einer Viertelstunde sehr gut bedient, auch wenn Ginter in der 14. Minute eine gute Chance zum Ausgleich hatte.

Kurz darauf machte es der 19-Jährige nach Vorarbeit des Tschechen Vladimir Darida besser. Bei dem Kopfballtor sah vor allem Bayer-Innenverteidiger Ömer Toprak, der früher das Freiburger Trikot trug, nicht gut aus. Torwart Bernd Leno machte zwar eine unglückliche Figur, den Keeper traf aber keine Schuld.

Freiburg drängt, Leverkusen trifft


Ginter hätte kurz vor der Pause sogar für die Freiburger Führung sorgen können, doch seinen Kopfball klärten Leno und Philipp Wollscheid in einer Co-Produktion noch vor dem Überqueren der Torlinie (37.).

Nach dem Seitenwechsel passierte zunächst nicht viel in beiden Strafräumen. Dann prüfte Ginter mit einem sehenswerten Distanzschuss Leno (54.). Von den Gästen kam in der Offensive viel zu wenig, der blasse Kießling wurde in der 64. Minute durch Eren Derdiyok ersetzt. In dieser Phase deutete vieles auf einen Erfolg der Freiburger hin. Dann aber schlug Can mit einem satten Rechtsschuss aus 20 Metern zu.

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