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25.07.2013 - 17:30 Uhr


Reus oder Gündogan - wer kann Mkhitaryan ersetzen?

Marco Reus (l.) oder Ilkay Gündogan? Das ist die Frage beim BVB in den letzten Tagen der Saisonvorbereitung

Neuzugang Henrikh Mkhitaryan (l.) hat sich einen Teilriss des vorderen Syndesmosebandes im rechten Fuß zugezogen und fällt wohl bis Mitte August aus. Reus oder Gündogan sollen ihn ersetzen

Tempodribbler Reus hat seine Stärken im überfallartigen Konterspiel, während Gündogan eher durch Ballsicherheit und im Aufbauspiel glänzt

München - Die ersten Eindrücke waren schon eindeutig. Experten und Fans waren nach wenigen Szenen von Henrikh Mkhitaryan einer Meinung: Das ist ein richtig guter Junge. "Was er anbietet, ist das, was wir brauchen", sagte BVB-Coach Jürgen Klopp über den Neuzugang. Lange haben die Dortmunder um den Armenier gekämpft, bevor der Transfer von Shakhtar Donetsk ins Ruhrgebiet vermeldet werden konnte. Doch im Testspiel gegen den FC Luzern dann der Schock: Borussias Hoffnungsträger verletzte sich. Diagnose: Teilriss des vorderen Syndesmosebandes im rechten Fuß.
Damit war klar: Mkhitaryan verpasst den Saisonstart und Klopp muss umplanen, denn der 24-Jährige war und ist nach wie vor als Stammkraft auf der Spielmacher-Position vorgesehen. Bis Mitte August dürfte der Nationalspieler noch fehlen, doch an Alternativen mangelt es der Borussia nicht.

Mit Marco Reus und Ilkay Gündogan hat der Champions-League-Finalist erstklassige Spieler in der Hinterhand, die Mkhitaryans Ausfall kompensieren können. bundesliga.de zeigt, was für welchen BVB-Star spricht.
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Marco Reus

Der 24-Jährige durfte vor allem in der Hinrunde der Vorsaison als Zehner ran. Allerdings lief es zu diesem Zeitpunkt beim BVB allgemein noch nicht ganz nach Wunsch. Dementsprechend durchwachsen sieht auch Reus' persönliche Bilanz als Mittelfeldstratege aus: In den sechs Begegnungen mit ihm als Spielgestalter gewannen die "Schwarz-Gelben" nur zwei Spiele, verloren aber auch nur eines.

Als Vorlagengeber, immerhin eine der Hauptaufgabe als offensiver Mittelfeldspieler, konnte der Ex-Gladbacher dabei zwar nicht glänzen (keine Vorlage), dafür aber als Torschütze. In den erwähnten Begegnungen als Regisseur erzielte Reus zwei Treffer, hatte dabei allerdings geringfügig weniger Ballkontakte als auf der von ihm bevorzugten Außenbahn (58 statt 61), wo seine Sprintstärke viel stärker zum Tragen kommt (Topspeed 34,1 km/h).

Die persönliche Zweikampfbilanz des Blondschopfs war auf der zentral offensiven Position im Mittelfeld ebenfalls etwas schwächer als auf der Außenbahn (40 Prozent gewonnen statt 45).

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Ilkay Gündogan

Der gelernte zentrale Mittelfeldspieler Gündogan agierte in der Saisonendphase der abgelaufenen Spielzeit vier Mal als "Strippenzieher" in der BVB-Startelf - mit großem Erfolg. Es gab keine Niederlage. Aufgrund der offensiveren Position kam der 22-Jährige auch öfter zum Torabschluss. Daraus resultierten zwei seiner drei Saisontore.

Ausbaufähig war hingegen die Zweikampfbilanz. Nur ein Drittel der persönlichen Duelle konnte Gündogan als "Zehner" für sich entscheiden (20 von 60). Dies ist auch der Tatsache geschuldet, dass er nicht der Allerschnellste (Topspeed 29,9 km/h) ist, stattdessen durch Ballsicherheit und Übersicht vor der Abwehr glänzt. Im Defensivzweikampf erwies sich Gündogan jedoch als extrem fair, foulte nur ein Mal.

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