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24.03.2014 - 18:35 Uhr


Pott unter Spannung: BVB und S04 auf Augenhöhe

Kevin vs. Kevin, Dortmund vs. Schalke: Im 144. Revierderby werden sich Großkreutz (r.) und Boateng ein heißes Duell liefern, sportlich auf absoluter Augenhöhe (© Imago)

Das Hinspiel gewann der BVB mit 3:1. Die angeschlagenen Marco Reus (2.v.r) und Pierre-Emerick Aubameyang (2.v.l.) werden wahrscheinlich erneut zum Derby-Einsatz kommen

Schalkes Mischung aus Erfahrung und Jugend, hier in persona von Klaas-Jan Huntelaar (l.) und Kaan Ayhan, lindert die argen Personalprobleme. S04 fährt guten Mutes nach Dortmund

München - Der Pott kocht, die Bühne für das Spiel des Jahres ist bereitet: Das 144. Revierderby zwischen Borussia  Dortmund und Schalke 04 steht vor derTür (ab 20 Uhr im Live-Ticker). Es geht um die Ehre, aber auch sportlich ist das Duell um die "Nummer 1 im Pott" brisant. Ein Blick auf die Tabelle verspricht Hochspannung.

Der Zweite empfängt den Dritten. Schwarz-Gelb und Blau-Weiß trennt gerade einmal ein mickriger Zähler. Beide Teams begegnen sich im 84. Bundesliga-Duell also auf absoluter Augenhöhe. "Ur-Borusse" Kevin Großkreutz brennt auf das Duell, überbewerten möchte er es aber nicht, was die direkte Qualifikation für die Königklasse angeht. "Egal wer das Derby gewinnt, er hat definitiv keine Vorentscheidung im Kampf um die Champions-League-Plätze herbeigeführt. Die Tabelle wird am Dienstagabend nur eine Momentaufnahme sein." 

Großkreutz sieht Chancen bei "50:50"

Die Borussia möchte den 2. Platz um jeden Preis verteidigen. Vor ausverkauftem Haus werden sich unter den Zuschauern aber nicht nur die Anhänger beider Clubs befinden, sondern auch diverse Spieler aus den Ruhrpott-Lazaretten. "Beide Mannschaften haben hohe Qualität und leiden unter wirklich unfassbarem Verletzungspech", betonte der gebürtige Dortmunder Großkreutz in der "Welt" und sieht die Chancen daher ausgeglichen bei "50:50".

Die Situation ist im Hinblick auf die anstehenden englischen Wochen beim BVB alles andere als optimal. Sechs Stammspieler fehlten allein am vergangenen Samstag in Hannover, der ersten von neun Begegnungen innerhalb von 27 Tagen. "Dennoch werden wir alles raushauen", versprach Großkreutz. Für den angeschlagenen Pierre-Emerick Aubameyang (Pferdekuss) besteht Hoffnung, verriet Coach Jürgen Klopp: "Aubameyang könnte dabei sein, aber er hat noch nicht zu 100 Prozent belastet." Marco Reus dagegen wird gegen Schalke aller Voraussicht nach beginnen, was die Vorfreude bei seinem Trainer noch einmal anhebt: "Das wird eine hochspannende Angelegenheit".

Keller: "Der BVB ist Favorit"

Die Spannung ist auch in Gelsenkirchen zu greifen. Das Derby ist Ehrensache: "Unsere Mannschaft weiß, um was es geht. Nach dem Saisonverlauf haben wir überhaupt nichts zu verlieren", verkündete der Ex-Borusse Kevin-Prince Boateng via "Sport Bild". Coach Jens Keller schiebt die Favoritenrolle ebenfalls ins 37,6 Kilometer entfernte Dortmund. "Der BVB ist Favorit, weil sie ein Heimspiel und einen größeren Kader haben", sagte der Trainer mit Blick auf die Schalker Verletztenliste.

Jüngste Ausfälle sind Benedikt Höwedes (Muskelbündelriss), Kyriakos Papadopoulos (Oberschenkelprobleme) und Jefferson Farfan (Kniereizung). Beim Letzteren gab es bis zuletzt noch Hoffnung. Keller schloss einen Einsatz des Peruaner aber definitiv aus: "Farfan hat noch keine Sprints gemacht und noch nicht gegen den Ball getreten, er ist kein Thema."

S04-Teenies sollen es richten

So wird die erfolgreiche Schalker Rasselbande von Braunschweig in den schwarz-gelben Hexenkessel geworfen. Max Meyer, Leon Goretzka, Kaan Ayhan: Drei Teenies, die die verletzungsgeplagten Königsblauen im Moment ruhig schlafen lassen. Verstecken werden sich die Jungknappen nicht. "Wir treten an, um wieder drei Punkte zu holen - auch wenn wir wissen, dass es schwierig wird.", sagte Ayhan, der sein erstes Derby als Profi bestreiten wird.

Wie in jedem Jahr geht es in dem Prestigeduell aber auch um das Thema Fanausschreitungen. Gerade aufgrund der Vorfälle im Hinspiel haben alle Verantwortlichen zur Besonnenheit aufgerufen. BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke wünscht sich ein "sportlich friedliches Fußball-Fest". Schalkes Manager Horst Heldt hat sich in die gleiche Richtung geäußert. Trotz aller Rivalität - in diesem Thema herrscht große Einigkeit. Da bleibt nur noch zu sagen: Glück auf!

Fakten zum Spiel und mögliche Aufstellungen

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