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09.01.2014 - 09:01 Uhr


Kresic befeuert Mainzer Torwart-Roulette

Mario Kresic stand von 2009 bis 2012 bei PAOK Saloniki unter Vertrag

In der kroatischen Nationalmannschaft ist Kresic derzeit die Nummer 2

Loris Karius verdrängte in der Hinrunde den eigentlichen Stammkeeper Christian Wetklo

München - Auf der Torhüterposition sind während einer Saison die Rollen normalerweise verteilt. Ob Manuel Neuer beim FC Bayern, Bernd Leno in Leverkusen oder Raphael Schäfer in Nürnberg - die meisten Bundesligaclubs haben eine klare Nummer 1 im Kasten. In Mainz, wo es bereits in der Hinrunde keine klare Rangfolge gab, ist das im neuen Jahr ganz anders.

Denn ab sofort steht mit Dario Kresic ein Mann im Kader, der die Konkurrenzsituation im Tor der Rheinhessen weiter verschärfen wird. "Klar will ich spielen, ich trainiere hart und gebe alles“, so eines der ersten Statements des 29-Jährigen nach seiner Ankunft in Mainz. Kresic, der in der kroatischen Nationalmannschaft die Nummer 2 ist, kam ablösefrei von Lokomotive Moskau und ersetzt Heinz Müller im Profikader der Nullfünfer.

Kein unbeschriebenes Blatt

Für Mainz-Coach Thomas Tuchel ist Kresic kein unbeschriebenes Blatt. Bereits vor 13 Jahren hatte ihn der damalige Juniorentrainer des VfB Stuttgart unter seinen Fittichen. Tuchels Assistent Arno Michels wiederum hatte in den Jahren zwischen 2003 und 2006 beim damaligen Zweitligisten Eintracht Trier zu tun, wo er seine ersten Schritte im Profifußball untenahm. "Ich weiß nicht, was er über mich gesagt hat. Aber ich denke, dass es positiv war“, sagte Kresic schmunzelnd nach seiner Ankunft im Mannschaftshotel in Marbella

Ein Highlight zu Trierer Zeiten war der Auftritt in der zweiten Hauptrunde des DFB-Pokals, als Kresic beim TSV 1860 München im Elfmeterschießen zwei Strafstöße der Löwen hielt und den Einzug ins Achtelfinale feierte. Den Großteil seiner bisherigen Karriere verbrachte Kresic allerdings in Griechenland: Bei Panionios Athen (2006 - 2008) und PAOK Saloniki (2009 - 2012) war er zumeist die unumstrittene Nummer eins, und erst als er nach Russland zu Lokomotive Moskau wechselte, verlor er seinen Stammplatz im Tor.

Tuchel: "Es liegt in der Hand der Torhüter selbst"

Jetzt also der Neuanfang in Mainz - und obwohl Loris Karius dank seiner guten Leistungen am Ende der Hinrunde im Vorteil ist, befeuert Tuchel den Konkurrenzkampf ausdrücklich. "Durch seine Einsätze am Ende der Vorrunde sind die Chancen für Loris im Moment am größten. Wer aber zum Rückrunden-Start in Stuttgart wirklich im Tor steht, ist offen“, kündigt der Cheftrainer an. 

Zusammen mit Christian Wetklo kämpfen Karius und Kresic im Trainingslager in Marbella also darum, wer beim Rückrundenstart in Stuttgart das Mainzer Tor hütet. "Wir brauchen unbedingt drei Torhüter auf Bundesliga-Niveau. Wer nun was aus seiner Ausgangslage macht, liegt nur in der Hand der Torhüter selbst“, sagt Tuchel. Für Kresic kein Problem: "Konkurrenz ist doch völlig normal und selbstverständlich. Niemand hat heute einen garantierten Platz, jeder Spieler muss hart arbeiten und trainieren. Am Ende entscheidet dann der Trainer, wer spielt.“

Johannes Fischer

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