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10.03.2014 - 23:03 Uhr


Noch keine Entwarnung bei der Eintracht

Weiter im Abstiegskampf: Eintracht Frankfurt mit Rechtsverteidiger Sebastian Jung (© Imago)

Die Hessen holten beim HSV nur einen Punkt. "Wir haben in der zweiten Halbzeit aufgehört, Fußball zu spielen", sagt Trainer Armin Veh

Kapitän Pirmin Schwegler (l.) zog sich beim Dino einen Nasenbeinbruch zu. Dennoch will der Schweizer am kommenden Spieltag gegen Freiburg auflaufen

Hamburg - Als Eintracht Frankfurt kurz vor Weihnachten mit einem 1:0 in Leverkusen eine Durststrecke von zehn sieglosen Partien in Folge beendete, glaubten viele Fans an die Wende zum Guten. In der Folge setzte es dann auch nur noch zwei Niederlagen und die gegen die Ligagrößen aus München und Dortmund. Dennoch: Bei der Eintracht ist auch nach dem 1:1 beim Hamburger SV am vergangenen Spieltag keine Entwarnung angesagt. 

Dabei hätten sich die Hessen mit einem Dreier aus dem Abstiegssog herausschießen können. Nach dem Remis bleibt es jedoch weiterhin "nur" bei sechs Punkten Vorsprung auf den Relegationsrang 16, den der HSV innehat. 

"Wir haben in Hamburg eine Riesenchance verpasst", haderte Sportdirektor Bruno Hübner nach dem Auftritt im hohen Norden. "Wenigstens ist der Abstand zum HSV gleich geblieben. Aber da hätte mehr drin sein können", so Hübner weiter.

In der zweiten Halbzeit nur verwaltet 

Insgesamt gehörten die 90 Minuten in der Imtech Arena wohl zu den schlechtesten Spielen der Frankfurter in dieser Saison. Herbe Kritik gab es für die Profis deshalb auch vom Trainer. "Wir haben in der zweiten Halbzeit aufgehört, Fußball zu spielen, wollten nur das Ergebnis verwalten. Keine Ahnung warum", sagte Armin Veh. 

Veh hatte im Vorfeld der Partie für Schlagzeilen gesorgt, als er seinen Abgang aus Frankfurt zum Sommer verkündete. Die SGE arbeitet nun mit Hochdruck daran, einen neuen "Chef" für die Seitenlinie zu finden. "Wir haben drei, vier Trainer im Kopf und sind optimistisch, dass wir eine gute Lösung präsentieren können", meinte Hübner. 

Für den Rest der Saison wird aber noch Veh das Szepter schwingen. Als nächstes steht nach Bremen (0:0), Stuttgart (2:1) und Hamburg (1:1) mit dem SC Freiburg erneut ein direkter Konkurrent im Kampf gegen den Abstieg auf dem Programm.

Schwegler beißt auf die Zähne 

Verzichten muss Veh dabei auf Innenverteidiger Carlos Zambrano, der nach seiner zehnten Gelben Karte pausieren muss. Nur gut, dass Kapitän Pirmin Schwegler trotz eines in Hamburg erlittenen Nasenbeinbruchs weiter auf die Zähne beißt. 

Zusätzlich zu seiner Silikonbandage, die einen schmerzenden Knorpelbruch an den Rippen schützen soll, wird Schwegler gegen die Freiburger wohl zusätzlich mit einer Gesichtsmaske auflaufen. "In der jetzigen Phase will ich nicht ausfallen", erklärte der tapfere Schweizer.

Ein Erfolg am Sonntag gegen das Team aus dem Breisgau und die Eintracht wäre wohl endgültig die gröbsten Sorgen los. Kevin Trapp mahnte aber noch einmal eindringlich: "Wir wissen, dass wir auf keinen Fall durch sind und noch ein paar Punkte holen müssen. Wir haben es immer noch in der Hand, das ist das Positive. Aber wir müssen schon noch ein paar Wochen Gas geben." 

Aus Hamburg berichtet Michael Reis

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