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28.07.2013 - 20:52 Uhr


Müller: "Nicht gegen irgendwen verloren"

Thomas Müller und der FC Bayern München haben trotz des 2:4 nur knapp den Gewinn des Supercups verpasst

"Wir haben ganz offenbar nicht alles richtig gemacht", sagt der Mittelfeldspieler des FCB

Auf Müller, die Mannschaft und den Trainer Pep Guardiola wartet anscheinend noch ein wenig Arbeit bis zum Saisonstart

Dortmund - Eigentlich sollte der Auftakt der Saison genauso erfolgreich verlaufen wie vergangene Saison, als der FC Bayern München mit einem 2:1-Sieg gegen Borussia Dortmund den Supercup gewonnen hatte. Diesmal hatte der BVB jedoch etwas dagegen und vermieste dem Triple-Sieger mit dem 4:2-Triumph im Spiel um den ersten Titel der Saison die Stimmung.
Im Interview spricht Thomas Müller über die Gründe für die Niederlage des FC Bayern gegen den schwarz-gelben Rivalen und erklärt, welche Bedeutung diese für die Vorbereitung seiner Mannschaft hat.

Frage: Herr Müller, die Bayern haben das Duell um den Supercup verloren. Waren die Dortmunder an diesem Abend nicht schlagbar?

Thomas Müller: Doch, das waren sie. Wir waren auch mehrmals nah dran. Aber am Ende haben wir es dann nicht geschafft, in den entscheidenden Momenten die richtigen Dinge zu tun, um das Spiel auch zu gewinnen.

Frage: In der Anfangsphase ist Bayern zunächst sehr aggressiv aufgetreten.

Müller: Natürlich wollten wir von Beginn an draufgehen. Das haben wir im letzten Jahr auch so gemacht, jetzt machen wir es vielleicht noch ein bisschen intensiver und ein bisschen verschärfter. Ich denke, das ist generell ein ganz gutes Mittel.

Frage: Auch die Führung der Dortmunder konnte Ihre Mannschaft zunächst noch durch Robben ausgleichen. Aber was sagt man, wenn man zwei Minuten nach dem Ausgleich schon wieder mit zwei Toren im Rückstand ist?

Müller: Dann haben wir ganz offenbar nicht alles richtig gemacht. Ich muss mir das alles noch einmal in Ruhe anschauen. Was für uns spricht ist die Tatsache, dass wir nach den Gegentoren wie auch schon nach dem 0:1 nicht nachgelassen haben. Wir sind auch nach dem 1:3 noch einmal herangekommen. Ich selbst hatte das 3:3 auf dem Fuß. Dann wäre das Spiel vielleicht noch ganz anders verlaufen. Am Ende haben wir dann alles versucht, sind in einen Konter gelaufen und haben das vierte Tor kassiert. Diesen Gegentreffer kann ich noch am ehesten hinnehmen. Aber vor allem nach dem 1:1 müssen wir uns einfach besser anstellen. Ich will auf keinen mit dem Finger zeigen, aber das geht so nicht.

Frage: Man hatte den Eindruck, dass die Bayern gerade in dieser Phase die Ordnung verloren haben.

Müller: Nach unserem Ausgleich zum 1:1 waren wir reichlich unsortiert. Das hat ein paar Minuten angehalten, auch noch nach den beiden Gegentoren. Da habe ich selbst gemerkt, dass jeder irgendwie auf einer anderen Position stand. Danach wurde es dann wieder strukturierter.

Frage: Welche Aussagekraft haben diese Gegentreffer im Supercup für das Spiel und das System der Mannschaft?

Müller: Welches Spiel ist denn aussagekräftig für die Zukunft? Jedes Spiel kann ganz anders ausgehen, als man es erwartet hat. Egal, wie gut oder schlecht es vorher gelaufen ist. Außerdem haben wir ja gegen Dortmund kein schlechtes Spiel gemacht. Wir waren an diesem Abend nur einfach nicht gut genug, um diese Partie auch zu gewinnen.

Frage: Das Spiel war zuvor auch zur Standortbestimmung erklärt worden. Wie weit ist der FC Bayern demnach jetzt in seiner Vorbereitung? Ist die Niederlage ein Rückschlag?

Müller: Bis zum Supercup hatten wir eine Top-Vorbereitung, auch von den Ergebnissen her. Aber jede Mannschaft ist eben schlagbar, wenn sie nicht ihre Top-Leistung bringt. Das gilt auch für uns. Und das gilt vor allem gegen Dortmund, die auch eine super Mannschaft haben. Geht man nach der letztjährigen Champions League, dann haben sie die zweitbeste Mannschaft in Europa. Wir haben im Supercup also nicht gegen irgendwen verloren. Gewonnen hätten wir aber trotzdem lieber!

Aus Dortmund berichtet Dietmar Nolte
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