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02.07.2013 - 18:45 Uhr


Media Days bei Eintracht Braunschweig

Erstmals führt die DFL mit jedem der 18 Bundesliga-Clubs die DFL Media Days durch, um ihren Lizenzpartnern umfangreiches Video- und Fotomaterial bereitzustellen. Die Bundesliga ist damit die einzige Fußball-Profiliga, die zentral hochwertige Medienprodukte anbieten wird

An einer von insgesamt vier Video-Stationen sprechen die Spieler einen Aufsager ein - hier Keeper Daniel Davari für den amerikanischen TV-Sender ESPN

Braunschweig - Wer sich fast 30 Jahre nicht mehr blicken lässt, gerät für gewöhnlich in Vergessenheit. Aber das gilt nicht für Eintracht Braunschweig. Trotz der langen Bundesliga-Abstinenz sind die "Löwen" nach wie vor fest verankert im Gedächtnis der Fußballfans und gehören ab dieser Saison wieder zur Bundesliga - Grund genug, die DFL Media Days beim Aufsteiger aus Niedersachsen zu beginnen.
Die DFL Media Days sind ein neues Angebot der DFL Deutsche Fußball Liga. Erstmals in dieser Saison wird bei allen 18 Clubs der Bundesliga im Rahmen der Saisonvorbereitung nach einem einheitlichen Standard umfangreiches Foto- und Videomaterial für nationale und internationale TV- und Lizenzpartner sowie die Clubmedien und DFL-Plattformen produziert.

Bis heute ist Braunschweig eine feste Größe



So standen die Eintracht-Profis am gestrigen Montag vor diversen Kameras. An einer Station posierten die Spieler für Fotos, an der nächsten sprachen sie einen Aufsager für ausländische TV-Sender oder bewiesen ihre technischen Fertigkeiten für Promotion-Videos.

Vor rund 40 Jahren war so etwas undenkbar. Damals sorgte Eintracht Braunschweig für Aufregung, weil ihre Spieler als erste im deutschen Profi-Fußball überhaupt mit Trikot-Werbung aufliefen und den "Löwen" Kultstatus einbrachte - bis heute.

Gründungsmitglied der Bundesliga, Deutscher Meister 1967, Trikotwerbung - Braunschweig ist eine feste Größe im deutschen Fußball, trotz des Abstiegs 1984/1985. Auch der zwischenzeitliche Absturz in die Oberliga Nord änderte nichts daran.

Im Eiltempo nach oben



Die sportliche Kehrtwende hat einen Namen: Torsten Lieberknecht. Nachdem der gebürtige Pfälzer 2007 bei der Eintracht seine Spieler-Karriere beendet hatte, wurde er Trainer der Niedersachsen und schaffte am letzten Spieltag der Saison 2007/2008 die Qualifikation für die 3. Liga.

Danach ging es im Eiltempo weiter nach oben: Nach drei Jahren in der Drittklassigkeit und zwei weiteren in der 2. Bundesliga, atmet der Traditionsverein ab sofort wieder Bundesliga-Luft. Umso höher ist der rasante Aufstieg zu bewerten, weil 13 Spieler des aktuellen Kaders bereits in der 3. Liga unter Lieberknecht spielten.

"Es ist alles sehr euphorisch hier. Als Gründungsmitglied der Bundesliga nach 28 Jahren Abstinenz wieder dabei zu sein, gleicht schon einem großen Wunder", sagte Lieberknecht nach einer überragenden Saison, in der die Eintracht dank Dominick Kumbelas 19 Treffern erstmals in Bundesliga und 2. Bundesliga einen Torschützenkönig stellte.
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