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31.01.2014 - 08:30 Uhr


Meyer: "Wir haben uns zurückgekämpft"

Max Meyer erzielte in Hamburg bereits seinen vierten Saisontreffer

Meyer (r., gegen Marcell Jansen) steht aktuell bei 20 Bundesliga-Spielen

"Seine Qualität vor dem Tor und wie er vorne die Bälle hält sind überragend", sagt Meyer über Klaas-Jan Huntelaar

Gelsenkirchen - Der FC Schalke 04 war der Gewinner des 18. Spieltags. Während die Knappen ihre Hausaufgaben beim 3:0-Auswärtssieg in Hamburg souverän erledigten, patzte die Konkurrenz aus Leverkusen, Mönchengladbach, Dortmund und Wolfsburg. Damit trennt Schalke nur noch zwei Punkte von Platz 4, der zur Champions-League-Qualifikation berechtigen würde. Vor dem richtungsweisenden Verfolgerduell mit dem VfL Wolfsburg sprach S04-Talent Max Meyer (18) mit bundesliga.de über das HSV-Match, seine Ziele und.

bundesliga.de: Herr Meyer, die Fans haben sich nach den beiden Testspielniederlagen in Köln und Oberhausen schon ein paar Sorgen gemacht. Und dann gewinnt Schalke zum Rückrundenstart mit 3:0 beim Hamburger SV. Wie überraschend kam der klare Sieg für Sie?

Max Meyer: Es hat mich nicht überrascht, dass wir in Hamburg gewonnen haben. Schließlich wollen wir jedes Spiel gewinnen. Natürlich waren die letzten beiden Testspiele nicht besonders gut und das Ergebnis ärgerlich, aber es waren eben glücklicherweise auch nur Testspiele.. In Hamburg war nach seiner langen Verletzungspause auch endlich  wieder Klaas-Jan Huntelaar dabei. Man hat direkt gemerkt, dass er uns mit seiner Präsenz im Sturm besser macht. Wir sind nun unberechenbarer. Das 3:0 ging in Ordnung.

bundesliga.de: Sie haben Huntelaar angesprochen. Er hat Schalke fast die gesamte Hinrunde gefehlt und in Hamburg sofort wieder getroffen. Hat das der Mannschaft wieder Auftrieb gegeben?

Meyer: Auf jeden Fall. Man hat gemerkt, dass uns etwas gefehlt hat in der Zeit, in der er nicht dabei war. Seine Qualität vor dem Tor und seine Fähigkeit, vorne die Bälle zu halten sind überragend. Dass er gleich beim ersten Spiel so auftritt, hat mich auch etwas überrascht. Ich hoffe, wir können am Samstag da weitermachen, wo wir in Hamburg aufgehört haben. an hat direkt gemerkt, dass er uns mit seiner Präsenz im Sturm besser macht. Wir sind nun unberechenbarer. Das 3:0 ging in Ordnung.

bundesliga.de: Schalke hat jetzt drei Mal in Folge zu Null gespielt, auch vier Mal in den letzten fünf Spielen. Das Defensivverhalten der Mannschaft war in der Hinrunde häufig das Problem. Hat die Truppe das nun in den Griff bekommen oder lag es auch an der fehlenden Qualität der letzten Gegner Freiburg, Nürnberg und Hamburg?

Meyer: Unser Ziel ist immer, hinten die Null zu halten. Wir haben mit Ralf Fährmann einen guten Torwart, der wie jetzt in Hamburg beim Freistoß von van der Vaart auch einmal die unhaltbaren Bälle aus dem Winkel holt. Wir stehen ein bisschen kompakter als am Anfang der Saison. Das hat gut geklappt. Und vorne haben wir immer die Qualität, Tore zu schießen.

bundesliga.de: Ihr Trainer Jens Keller hat Sie in den Testspielen auf verschiedenen Positionen ausprobiert und mal auf der Sechs, Acht oder Zehn spielen lassen. Wo fühlen Sie sich selbst am wohlsten?

Meyer: Am liebsten spiele ich so wie in Hamburg auf der Zehn. Ich denke, dass das auch meine stärkste Position ist. In den Testspielen habe ich auch auf der Acht etwas defensiver gespielt. Das ist vielleicht nicht meine Idealposition, aber ich kann sie auch spielen.

bundesliga.de: Sie haben auch schon vier Tore erzielt, das spricht für Ihre Offensivqualitäten.

Meyer: Das stimmt. In der Hinrunde hatte ich einen kleinen Lauf, als ich drei Spiele hintereinander getroffen habe. Danach habe ich bis zum Hamburg-Spiel gar nicht mehr getroffen. Ich hoffe, dass jetzt wieder ein kleiner Lauf folgt und ich am Wochenende nachlegen kann. Ich hatte mich schon geärgert, dass ich in den letzten Spielen kein Tor mehr gemacht habe. 

bundesliga.de: Es hat ja zum Glück noch keiner anfangen, Ihre torlosen Minuten zu zählen. Wie bewerten Sie die Entwicklung von Schalke in den letzten Wochen und Monaten. Ist die Mannschaft wieder reif für die große Aufholjagd?

Meyer: Das werden wir sehen. Wir haben jetzt ein Spiel gewonnen. Mehr nicht. Wir müssen jetzt Konstanz reinbekommen und es besser machen als in der Hinrunde, in der auf zwei, drei gute Spiele ein richtig schlechtes folgte. Wir müssen jetzt die Punkte holen. Wir kriegen nichts geschenkt in der Bundesliga. Es liegt alles eng beieinander. Gladbach ist noch vor uns, Wolfsburg haben wir überholt. Wenn wir am Samstag gegen Wolfsburg gewinnen, haben wir ein kleines Polster.

bundesliga.de: Sie haben in dieser Saison 15 Spiele bestritten, aber nur drei über die vollen 90 Minuten. Fehlt Ihnen noch ein bisschen die körperliche Robustheit?

Meyer: Wenn ich nicht durchgespielt habe, wurde ich meistens um die 85. Minute ausgewechselt. Ob ich nun 90 Minuten oder 85 spiele, ist nicht so wichtig. Wir hatten in der Hinrunde viele englische Wochen, da gehören dann auch Pausen dazu. Sicher musste sich mein Körper erst einmal an die Bundesliga gewöhnen. Vor einem Jahr habe ich noch Jugendfußball gespielt. Die Bundesliga ist ein ganz anderes Niveau.

bundesliga.de: Sie sagen es: Vor einem Jahr waren Sie noch Jugendspieler. Wie zufrieden sind Sie mit Ihrer Entwicklung in dieser Saison, in der Sie sich einen Stammplatz in der Startelf erkämpft haben? Geht das alles zu rasant?

Meyer: Es ist schon ein komisches Gefühl. So richtig realisiert habe ich das noch nicht. Das kommt sicher erst am Ende der Saison. Man hat eigentlich nie die Zeit, das alles so zu realisieren, weil alles so schnell geht und alle paar Tage ein Spiel ansteht. Man sollte sich nie auf guten Spielen ausruhen. Ich bilde mir nichts darauf ein, dass es momentan bei mir so gut läuft.

bundesliga.de: Die Qualifikation zur Champions League, also mindestens Platz 4, ist das Saisonziel. Schalke ist Fünfter mit nur noch zwei Punkten Rückstand. Wie bewerten Sie die Perspektive?

Meyer: Wir müssen wie gesagt Konstanz in unser Spiel bekommen. Wenn wir so auftreten wie in Hamburg, werden wir in der Rückrunde noch viele Punkte holen, so dass es am Ende hoffentlich für die Champions League reicht. Das war von Anfang an unser Ziel. Jetzt sind wir wieder nah dran. Vor ein paar Wochen lagen wir noch sieben Punkte zurück. Wir haben uns zurückgekämpft und müssen nun geduldig sein und ruhig bleiben, falls mal wieder ein Spiel nicht so gut laufen sollte. 

bundesliga.de: Am Samstag kommt es nun zum Verfolgerduell gegen Wolfsburg. Wie stark schätzen Sie den Gegner ein?

Meyer: Wolfsburg hat im Winter mit Kevin De Bruyne noch einmal einen sehr guten Spieler dazu bekommen. Wolfsburg hat eine sehr gute Mannschaft und auch die finanziellen Mittel, sich Spieler wie Luis Gustavo am Anfang der Saison und nun De Bruyne zu holen. Es ist ein sehr starker Gegner, der in den nächsten Jahren auch noch besser werden wird. Wir müssen vor heimischen Publikum mutig auftreten, hinten kompakt stehen, aggressiv sein und vorne haben wir immer die Chance ein Tor zu schießen.

Das Gespräch führte Tobias Gonscherowski

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