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02.07.2013 - 16:37 Uhr


Mario Götze in Lauerstellung: Durchstarten ab Ende Juli

Strahlender Neuzugang: Mario Götze will beim FC Bayern "etwas Neues" beginnen

Sport-Vorstand Matthias Sammer (r.) meint am Tag der Vorstellung: "Heute ist ein guter Tag für den FC Bayern"

München - Mario Götze ist am Dienstag offiziell vorgestellt worden beim FC Bayern, richtig angekommen in München ist der neue Star des Rekordmeisters allerdings noch nicht. Das soll sich bald ändern - in mehrfacher Hinsicht.
Seine ersten Tage hätten ihm gut gefallen, berichtete der Mittelfeldspieler. Perfekt waren sie aber noch nicht: "Momentan wohne ich noch im Hotel", sagte der 21-Jährige. Erst Ende Juli wolle er mit seinem Bruder Fabian eine Wohnung in der Münchner Innenstadt beziehen. Sein älterer Bruder kickt bei der SpVgg Unterhaching, darum kommt es nun zur Götze-WG.

Götze will Ende Juli mit dem Team trainieren



"Ich glaube, dass ich mich schnell einleben, mich schnell wohl fühlen werde", meint Götze, dem die neue bayerische Heimat nicht fremd ist. Geboren ist er in Memmingen im Allgäu, wo er bis zu seinem sechsten Lebensjahr lebte, ehe er mit seiner Familie nach Dortmund zog. In den Ferien besuchte er dort häufig seine Großeltern. Der Integration steht also nichts im Weg - zumindest was das Umfeld angeht.

Auf dem Platz wird es ebenfalls noch dauern. Der Nationalspieler laboriert an den Folgen eines Muskelbündelrisses, momentan fährt er nur Fahrrad, mit Lauftraining will er kommende Woche beginnen. "Ich hoffe, dass ich in drei bis vier Wochen wieder mit der Mannschaft trainieren kann", sagte er vorsichtig.

Zurückhaltender erster Auftritt



Götze präsentierte sich bescheiden, ja zurückhaltend bei seinem ersten Auftritt an der Säbener Straße. Der ehemalige Dortmunder weiß um seine schwierige Situation durch die Verletzung. Die wichtigsten Wochen der Vorbereitung wird er nicht mit der Mannschaft trainieren können, die ersten Tests unter Trainer Pep Guardiola verpassen. Um sich einzugewöhnen, wird Götze am Donnerstag mit ins Trainingslager an den Gardasee reisen. Er werde dort ein "spezielles Programm" absolvieren, außerdem: sich einleben, die Mannschaft kennenlernen.

Mit Guardiola habe er bereits ein längeres Gespräch geführt, über die Philosophie des Spiels und seine mögliche Rolle. Ob diese der von Lionel Messi beim FC Barcelona ähneln könnte, darauf wollte er nicht eingehen. Genau wie auf Vergleiche mit dem argentinischen Superstar. "Für welchen Fußballer ist Messi denn kein Vorbild?", fragte Götze. Denkbar ist, dass Guardiola seinen neuen Tempodribbler auf dem Flügel einsetzt, wie er es anfangs in Barcelona mit Messi gemacht hat. Götze käme aber auch für die Rolle hinter den Spitzen oder als "falscher Neuner" in einer offensiven Dreierreihe in Frage - den Part, den Messi bei Barca zuletzt vermehrt spielte.

Pep wartet auf den Wunschspieler



Dass Parallelen zu Barca gezogen werden, darauf ist Götze gefasst. Mit Guardiola an der Seitenlinie ist das vorprogrammiert. Götze war ein Wunschspieler des neuen Trainers. Laut Sportvorstand Matthias Sammer sei der Trainer verblüfft gewesen, dass es überhaupt zum Götze-Transfer von Dortmund nach München gekommen ist.

"Für unseren Trainer war das zunächst unvorstellbar, ähnlich wie mit der Konstellation FC Barcelona und Real Madrid", erklärte Sammer: "Dort ist es fast unmöglich, einen Spieler vom anderen Verein zu bekommen. Wir haben ihm dann erklärt, dass es doch möglich ist, und er war begeistert."

Für den Spieler selbst ist der Wechsel abgehakt, er wolle "etwas Neues beginnen". Über den Abschied aus Dortmund will er nicht mehr sprechen. Er spiele jetzt "beim besten Verein der Welt - was für eine Herausforderung". Er sei überzeugt, "dass ich mich hier noch weiterentwickeln werde".

Richtig losgehen soll es damit Ende Juli - auf und abseits des Platzes.

Aus München berichtet Andreas Messmer
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