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03.12.2013 - 16:31 Uhr


Luft wird dünn für die Eintracht

Eintracht Frankfurt ist seit neun Spielen sieglos und endgültig im Abstiegskampf angekommen

Eintracht Frankfurt ist seit neun Spielen sieglos und endgültig im Abstiegskampf angekommen

Hannover - Eintracht Frankfurt zeigt aktuell zwei Gesichter. Durch ein 1:0 in Bordeaux zogen die Hessen souverän als Tabellenführer der Gruppe F in die K.o.-Runde der Europa Lague ein, in der Bundesliga ist der Tabellen-Fünfte der Saison 2012/13 nach dem 0:2 in Hannover nun seit neun Spielen ohne Sieg.
"Jetzt wird es richtig eng", so Sebastian Jung angesichts der Tabellen-Situation. Nur drei Punkte trennen die Eintracht vom Namensvettern aus Braunschweig auf Rang 18 sowie dem noch sieglosen Tabellen-17. 1. FC Nürnberg. Und die mit elf Zählern punktgleichen Europa-League-Kollegen aus Freiburg stehen nur auf Grund des schlechteren Torverhältnisses vor den Frankfurtern auf Relegationsplatz 16.

Aber nicht die Dreifachbelastung in Meisterschaft, Pokal und Europa League, sondern ein "unglaubliches Verletzungspech" (Jung) gilt am Main als Ursache für den Negativlauf in der Liga. Die Mannschaft könne einfach nicht eingespielt sein, und so sei es laut Jung kein Wunder, dass "wir es kaum geschafft haben, den Ball drei, viermal in den eigenen Reihen zu halten".

Bruchhagen: "Bis zur Winterpause durchkommen"



"Man sieht das Fehlen der vielen Stammkräfte", beobachtete nicht nur Heribert Bruchhagen. "Wir müssen jetzt irgendwie bis zur Winterpause durchkommen", sehnt der Vorstandsvorsitzende die Pause herbei.
"Ich habe schon vor dem Spiel gewusst, dass es angesichts unserer Personalsituation sehr, sehr schwer wird, in Hannover zu bestehen", so Armin Veh. Wie es um die Personalsituation bestellt ist, wurde am Sonntag deutlich vor Augen geführt.

Sowohl Marvin Bakalorz (64. Minute für Takashi Inui) als auch der erst 18 Jahre alte Marc-Oliver Kempf kamen zu ihrem ersten Bundesliga-Einsatz der Saison. Kempf kam in Minute 73 für den Gelb vorbelasteten Carlos Zambrano, den Veh zum seinem eigenen Schutz vom Platz nahm. Hatte sich der Kader für das Spiel am kommenden Samstag gegen Hoffenheim nach Gelb-Rot für Martin Lamig in der 57. Minute weiter reduziert.

Schwegler beißt sich durch



Ganz zu schweigen davon, dass Pirmin Schwegler nach zweimonatiger Pause wegen eines Innenbandrisses in Hannover spielen musste. "Und das über 90 Minuten. Ein Wahnsinn", wie Veh es ausdrückte. "Ich beiß mich durch. Gerade in dieser Situation will ich der Mannschaft helfen", so der Kapitän nach dem Spiel und weiter: "Wir müssen bis zum Winter unbedingt noch einige Punkte holen."

"Wir befinden uns im Abstiegskampf", ist Veh klar. Hoffnung, dass bis zum kommenden Woche noch einer der Verletzten wie der Top-Scorer der vergangenen Saison, Alexander Meier, Stefan Aigner oder Marco Russ wieder zur Verfügung stehen, hat der 52-Jährige nicht.

Aber nicht einmal eine Woche Ruhe ist den Frankfurtern vergönnt. Schon am Mittwoch wartet im Achtelfinale des DFB-Pokals der SV Sandhausen (ab 20:15 Uhr im Live-Ticker): "Und da wollen wir natürlich auch weiterkommen", hofft der Coach auf ein Überwintern in drei Wettbewerben.

Martin Lanig: "Partie schnell abhaken"



Aber wie soll die Eintracht in die Erfolgsspur zurückkommen? "Wir müssen die Partie schnell abhaken", fordert Lanig und gibt ein Erfolgsrezept vor. "Wir müssen auf den Leistungen gegen Schalke (3:3 nach 0:2-Pausenrückstand; die Red.) und in Bordeaux aufbauen."

Gelingt es der Eintracht nicht, ihre zwei Gesichter abzulegen, droht ein auch in der bald 51 Jahre währenden Bundesliga-Geschichte nicht alltägliches Szenario. Aufstieg, Qualifikation für die Europa League, Abstieg - und das alles in gerade mal drei Spielzeiten.

Aus Hannover berichtet Jürgen Blöhs
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