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Bundesliga

21.08.2013 - 20:33 Uhr


Luft nach oben beim BVB

Während des Spiels gegen Aufsteiger Braunschweig stieg der Puls von BVB-Trainer Jürgen Klopp das ein oder andere Mal in die Höhe

Klopps Team tat sich gegen den Liga-Neuling lange schwer. Neuzugang Henrikh Mkhitaryan (r.) hatte in seinem ersten Pflichtspiel noch keine Bindung zu den Kollegen

Das verletzungtsbedingte Fehlen von Takt- und Ideengeber Ilkay Gündogan machte sich bemerkbar

Der kommende Gegner Werder Bremen um Assani Lukimya reist selbstbewusst ins Ruhrgebiet - immerhin stehen nach zwei Spieltagen zwei Siege und null Gegentore zu Buche

Dortmund - Nach zwei Siegen aus zwei Spielen geht der BVB am Freitag als Tabellenführer in das Duell mit Werder Bremen. So weit, so gut. Doch auch Jürgen Klopp ist nicht verborgen geblieben, dass beim Vize-Meister noch nicht alles so rund läuft, wie es die Zahlen vermuten lassen.
"Mit der Leistung der Mannschaft bin ich sehr zufrieden", hatte der Trainer nach dem eher mühsamen 2:1-Sieg über Braunschweig verkündet. Kleine, aber feine Nachbemerkung: "Nach den Länderspielen." Da ein Großteil des Kaders mit diversen Nationalteams auf Tour war, war das Training im Mannschaftskreis vor dem Duell übersichtlich ausgefallen. Entsprechend wollte Klopp die Ansprüche auch nicht zu hoch schrauben.

Steigerungspotenzial offensiv wie defensiv



Doch schon gegen Bremen darf es ein bisschen mehr sein, macht der Coach unmissverständlich klar: "Wir können viel besser spielen, als wir es zuletzt gezeigt haben." Steigerungspotenzial gibt es dabei in der Defensive, die vor allem zum Auftakt in Augsburg nicht immer sattelfest wirkte, und der Offensive gleichermaßen.

Die Partie gegen bestens organisierte und konsequent verteidigende Braunschweiger zeigte über weite Strecken, dass die Borussia im Spiel nach vorn ihre Möglichkeiten noch nicht ausschöpft. Manches wirkt zu kompliziert, die Pässe kommen nicht immer an und auf die Schnelligkeit von Spielern wie Pierre-Emerick Aubameyang kann man sich eben auch nicht in jeder Situation verlassen.

Vermisst wird der ordnende Fuß von Ilkay Gündogan, doch der Denker und Lenker der vergangenen Spielzeit könnte aufgrund seiner Rückenprobleme noch länger fehlen (Meldung). "Wie lange es genau dauert, muss man sehen", wagte Jürge Klopp am Mittwoch keine konkrete Prognose. Nuri Sahin mühte sich zuletzt als Teil der Doppelsechs um Struktur im Dortmunder Spiel, holte die Bälle immer wieder in hinterster Linie ab. Doch gegen Braunschweig fehlte seinen Pässen oftmals das Timing.

Mkhitaryan: "ich kann besser spielen"



Unterstützung im Spielaufbau kann und soll von Henrikh Mkhitaryan kommen, der in seinem ersten Bundesliga-Einsatz mehrmals sein Können aufblitzen ließ, ohne aber schon eine richtige Bindung zum Spiel zu haben. 57 Ballkontakte nach 90 Minuten sind noch ausbaufähig. Klopp lobte seinen Neuzugang dennoch ausdrücklich: "Wenn man überlegt, dass er bis dahin erst eine Woche trainiert hatte, war es herausragend."

Das ist zwar dezent übertrieben, doch tatsächlich dürfte jeder Tag mehr zusammen mit seinen neuen Mitspielern dem torgefährlichen Techniker gut tun. Fit fühlt sich Mkhitaryan jedenfalls und verspricht für die nächsten Spielen eine deutliche Steigerung: "Ich kann sicher noch besser spielen. Ich hatte gegen Braunschweig auch zwei gute Gelegenheiten, die ich nicht genutzt habe. Hoffentlich ändert sich das im nächsten Spiel."

Klopp rechnet mit gut organisiertem Gegner



Bewahrheit sich die Prognose von Jürgen Klopp, wird der BVB schon am Freitag auf Spielwitz und Geistesblitze der Herren Mkhitaryan, Sahin und Co. angewiesen sein. Der Trainer rechnet wie schon gegen Braunschweig mit einem vor allem defensiv gut organisierten Gegner. "Bremen hat bisher in seinen Partien Geduld bewiesen und sehr kompakt agiert. Zudem werden sie nach zwei Siegen in Folge sehr selbstbewusst in Dortmund auftreten." (Vorschaudaten)

Gut möglich, dass dem BVB also wieder ein hartes Stück Arbeit bevorsteht, wenn sich die Bremer Abwehr nicht gleich knacken lässt. Dass die Mannschaft dazu bereit ist und auf diese Weise zur Not auch spielerische Mängel ausgleichen kann, hat sie zuletzt gegen Braunschweig gezeigt. "Wir waren bereit zu arbeiten, das hat mir gefallen", hatte Klopp gelobt. Fortsetzung am Freitag nicht ausgeschlossen.

Aus Dortmund berichtet Dietmar Nolte
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