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Bundesliga

20.01.2014 - 09:30 Uhr


Liga im Check: Plätze 10 bis 12

München - Problemzonen, Ziele, Hoffnungsträger: bundesliga.de nimmt die Clubs vor dem Rückrundenstart im großen Liga-Check unter die Lupe. In diesem Teil: die Teams auf den Plätzen 10 bis 12.

VfB Stuttgart

i_vfb_werner_training.jpgNach einer Hinserie zum Vergessen stehen Thomas Schneider und seine Schützlinge gleich zum Start massiv unter Druck. Ein happiges Programm wartet: Mainz, Bayern und Leverkusen heißen die Gegner. Im Trainingslager in Südafrika sammelten die VfB-Kicker dafür frische Kräfte - und abseits des Trainingsplatzes neue Eindrücke. "Es war eine tolle Balance zwischen sportlichen und kulturellen Reizen", sagt Schneider, dessen Team zwei der drei Testspiele in Kapstadt für sich entschied. Seine Spieler schwärmten nach dem Südafrika-Trip ausnahmslos von der guten Stimmung - die soll sich bald auch auf dem Platz auswirken. 

Personal: Als Gewinner der Vorbereitung gelten Moritz Leitner, Martin Harnik und Mohammed Abdellaoue. Alle drei kassierten Sonderlob vom Coach. Leitner dürfte beim Auftakt gegen Mainz im defensiven Mittelfeld neben Christian Gentner gesetzt sein, William Kvist wäre der Leidtragende. Harnik hat sein Formtief überwunden, ist also wieder erste Option für die rechte Seite. Und Angreifer Abdellaoue machte mit vier Toren in den ersten beiden Testspielen auf sich aufmerksam (Ergebnisse im Überblick). Denkbar ist, dass Schneider auf eine Doppelspitze mit Abdellaoue neben Vedad Ibisevic setzt. Weniger glücklich verlief die Vorbereitung für Timo Werner, den Rückenprobleme plagen.

Problemzone: Mit 31 Gegentoren war die Defensive in der Hinrunde Stuttgarts Achillesferse. Schneider sucht noch die perfekte Konstellation. Antonio Rüdiger, der neu in den Mannschaftsrat gewählt wurde, und Daniel Schwaab hatten in den Testspielen die Nase vor Georg Niedermeier, der sein Amt als Vizekapitän an Ibisevic verloren hat. Die Viererkette dürften Gotoku Sakai auf rechts und Konstantin Rausch auf links komplettieren.

Ausblick: Die Ansprüche sind wie immer hoch. "Platz sieben oder acht sollte es schon sein - mindestens", sagt Kapitän Christian Gentner den "Stuttgarter Nachrichten": "Wenn ich sehe, dass Clubs wie der FC Augsburg, FSV Mainz 05 und Hertha BSC vor uns stehen, ärgert mich das bei allem Respekt vor diesen Teams maßlos." Um dem gerecht zu werden, müssen sich die Schwaben besonders in der Defensive steigern.

Wussten Sie, dass ... Loris Karius, Keeper des kommenden Gegners aus Mainz, in der Jugend vier Jahre lang für den VfB spielte?

 

SV Werder Bremen

i_bre_zander_caldirola.jpgWie vor der Saison befürchtet, pendelte Werder in der Vorrunde meist zwischen unterem Tabellenmittelfeld und dem Dunstkreis der Abstiegsplätze. Das Team von Cheftrainer Robin Dutt, das mit zwei Siegen in die Saison gestartet war, hofft zum Rückrundenbeginn wieder auf einen Dreier gegen Braunschweig - dann wären die Abstiegsränge erst einmal weit genug entfernt. Im Trainingslager von Jerez arbeitete Dutt vornehmlich an der Stärkung der Defensive. "Ich denke, wir konnten in diesem Bereich eine Grundlage für die nächsten Wochen schaffen", hofft der Werder-Coach. Alle Positionen seien doppelt besetzt, weswegen Dutt optimistisch auf die Rückrunde blickt.   

Personal: Einen Wintertransfer hat Bremen bislang nicht getätigt. Im Gegenteil: Tom Trybull, der bei Werder kaum zum Zuge kam, wurde zum FC St. Pauli transferiert. Verzichten muss Dutt zunächst auf Kapitän Clemens Fritz, dem eine Leisten-OP droht. Im Trainingslager kündigte der Coach zudem an, dass er den Jungprofis Julian von Haacke, Martin Kobylanski und Luca Zander eine Chance geben wird. In der Torwartfrage gibt es zudem Gewissheit. Raphael Wolf wird gegen Braunschweig im Tor stehen, Sebastian Mielitz bleibt dagegen nur die Bank.

Problemzone: Mit 37 Gegentoren ist die Abwehr die Schwachstelle der Grün-Weißen. Dabei gab es durchaus Partien, wie beim letzten Hinrundenspiel gegen Leverkusen (1:0), in dem die Werder-Defensive stabil stand. Zumeist ließ der oft verletzungsbedingte wechselnde Abwehrverbund jedoch deutlich zu viele Chancen zu. In der Rückrunde gilt es für Dutt, eine stabile Viererkette zu finden, auch wenn der Ausfall von Fritz dies zunächst erschweren dürfte.

Ausblick: Für Werder gibt es nach wie vor nur ein Ziel - und das heißt Klassenerhalt. Mit fünf Punkten Vorsprung vor dem Relegationsplatz haben die Bremer immerhin ein kleines Polster, um die Rückrunde gelassen angehen zu können. Sollte Dutt die Abwehr stabilisieren können, dann ist Bremen allemal zuzutrauen, dieses Ziel vorzeitig zu erreichen. 

Wussten Sie, dass ... Flügelflitzer Karim Bellarabi vom kommenden Gegner Braunschweig in der Jugend sechs Jahre für Werder am Ball war?

 

1899 Hoffenheim

i_hof_hamad_pass.jpgDie Hinrunde verlief für die Kraichgauer wie in einer Achterbahnfahrt - mal gab es Kantersiege, mal richtige Klatschen. Die Tordifferenz von 36:38 spricht Bände über die mangelnde Konstanz der Mannschaft von Cheftrainer Markus Gisdol. In der Offensive spielte Hoffenheim teilweise grandios auf, doch allzu oft verspielte man eine Führung leichtfertig. Um dieses Ungleichgewicht in den Griff zu bekommen, stand im Trainingslager in Murcia verstärkt die Abwehrarbeit auf dem Programm. 

Personal: Ein Neuer und zwei Abgänge - so lautet Hoffenheims bisherige Transferbilanz in der Winterpause. Mit dem schwedischen Mittelfeldspieler Jiloan Hamad kommt ein äußerst torgefährlicher Mann dazu. Mit acht Treffern und sieben Vorlagen hat der 23-Jährige in der abgelaufenen Saison maßgeblich zum 17. Meistertitel von Malmö FF beigetragen. Dagegen verließen Tobias Weis und Vincenzo Grifo die Kraichgauer (alle Transfers im Überblick). Ob Jens Grahl oder Koen Casteels das Tor zum Rückrundenstart hüten wird, will Gisdol erst noch entscheiden. 

Problemzone: Ganz klar die Abwehr. So flüssig und variantenreich die Offensive agierte, so wackelig zeigte sich die Hintermannschaft. Die Gründe für die Anfälligkeit des Defensivverbundes sind sicherlich auch in der Altersstruktur zu sehen. Kapitän Andreas Beck ist mit seinen 26 Jahren der älteste Abwehrspieler, und auch der Rest des Teams ist - bis auf Sejad Salihovic und Eugen Polanski - noch ohne große Erfahrung im Bundesliga-Alltag.

Ausblick: Nach dem Fast-Abstieg in der Vorsaison hat 1899 im Sommer einen Umbruch eingeleitet. Gisdol baut eine neue Mannschaft auf, dafür braucht man Zeit und Geduld. Das vorrangige Ziel ist darum der Klassenerhalt - und das dürfte vor allem dank der starken Offensive auch zu schaffen sein. Stabilisiert sich die Abwehr, braucht Hoffenheim in diesem Jahr zudem nicht mehr bis zur letzten Sekunde zu zittern.

Wussten Sie, dass ... Roberto Firmino bereits vor seinem 100. Pflichtspiel im Dress der TSG steht? Er war bislang an 46 Toren direkt beteiligt.

 

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