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19.01.2014 - 12:36 Uhr


Liga im Check: Plätze 16 bis 18

München - Problemzonen, Ziele, Hoffnungsträger: bundesliga.de nimmt die Clubs vor dem Rückrundenstart im großen Liga-Check unter die Lupe. In diesem Teil: die Teams auf den Plätzen 16 bis 18.

SC Freiburg

streich_finger_920.jpgDas alte Jahr endete mit dem ersehnten ersten Heimsieg versöhnlich für Freiburg. Erfolgreich ging es zumindest anfangs im Trainingslager mit zwei Siegen weiter. Im dritten Test gegen Union Berlin setzte es dann aber eine deutliche 0:5-Niederlage (Testspiele im Überblick). In der Rückrunde fällt die Dreifachbelastung weg, das Team von Trainer Christian Streich kann sich nach dem Aus in der Europa League und im Pokal auf den Abstiegskampf konzentrieren.  

Personal: Neuzugänge gab es bislang keine, dafür lichtete sich das in der Hinrunde gut gefüllte Lazarett: So trainierte der lange verletzte Rechtsverteidiger Mensur Mujdza im Trainingslager im südspanischen Rota wieder voll mit. Oliver Sorg könnte deshalb auf seine angestammte linke Seite rücken und Eigengewächs Christian Günter wieder ins zweite Glied rutschen. Mit Vegar Eggen Hedenstad bewirbt sich ein weiterer genesener Profi um einen Platz in der Viererkette. Im defensiven Mittelfeld hat Streich nach der Rückkehr von Kapitän Julian Schuster sogar ein Luxusproblem: Matthias Ginter ist auf dieser Position noch wertvoller als in der Abwehr, Gelson Fernandes bewies sich als unermüdlicher Dauerläufer.  

Problemzone: Im Sturm war Admir Mehmedi zuletzt Freiburgs gefährlichste Waffe, und das, obwohl er viele Chancen liegen ließ. Mike Hanke scheint noch immer nicht richtig im Breisgau angekommen zu sein. Sebastian Freis plagt eine Achillesfersenverletzung. Im Sturm lag auch das große Manko in der Hinrunde: Freiburg war die Mannschaft mit den wenigsten Torschüssen, nur 166 Mal zielte der SCF in Richtung Tor. In der Offensive ruhen daher auch die Hoffnungen auf den beiden Tschechen Vladimir Darida und Vaclav Pilar, zudem könnte der lange verletzte Marco Terrazzino nach beschwerdefreier Vorbereitung wieder eine Alternative sein.

Ausblick: "Wir haben jetzt die Möglichkeit, dass wir es dem Gegner schwerer machen als in der Vorrunde", kündigte Streich via "Sport Bild" an. Soll heißen: Der SC soll wieder das Gesicht der Vorsaison zeigen und mit leidenschaftlichem Laufeinsatz und aggressivem Gegenpressing die nötigen Punkte sammeln.

Wussten Sie, dass ... der SC Freiburg die mangelnde Torgefahr aus dem Mittelfeld mit dem kommenden Gegner Bayer Leverkusen gemein hat? Freiburgs Mittelfeldspieler trafen nur sieben Mal, die von Leverkusen gar nur sechs Mal (Ligaminus).

 

1. FC Nürnberg

i_verbeek_gebhart_920.jpgZumindest hat es in der Vorbereitung mit dem Gewinnen geklappt. Der in der Bundesliga noch sieglose 1. FC Nürnberg fiedelte den rumänischen Meister und Champions-League-Teilnehmer Steaua Bukarest mit 5:1 weg. Auch Luzern wurde 2:1 geschlagen und zuletzt bezwang der "Club" die Grasshopper Zürich mit 1:0 (zu den Testspielen). "Wir haben das gut gemacht", sagte Trainer Gertjan Verbeek im "kicker". "Man kann die Idee sehen, die wir haben." Der Bart bleibt beim Niederländer trotzdem erst einmal dran, denn "Testspielsiege gelten nicht. Mein Bart wird erst abrasiert, wenn wir in der Bundesliga gewinnen." 

Personal: Die Personalakte des 1. FC Nürnberg ist um einen positiven und zwei negative Einträge reicher. Im Test gegen Bukarest verletzte sich Makoto Hasebe schwer am Knie, der Japaner wird nun in seiner Heimat operiert werden und vier bis sechs Wochen fehlen. Der Ausfall wiegt schwer, Hasebe war zuletzt unverzichtbar im defensiven Mittelfeld. Ein Kandidat, der die Lücke schließen könnte, ist Neuzugang Ondrej Petrak. Der tschechische U21-Nationalspieler, der von Slavia Prag an die Noris wechselte, kann auf der Sechs und im Abwehrzentrum spielen. Dass sich anschließend auch Abwehrchef Emanuel Pogatetz verletzte und sechs Wochen fehlen wird, vergrößert die Sorgen von Verbeek zusätzlich, zumal zuletzt auch Stammkeeper Raphael Schäfer wegen Kniebeschwerden fehlte.

Problemzone: Der "Club" leidet unter einer katastrophalen Chancenverwertung. In zahlreichen Hinrundenpartien waren die Franken ihren Gegnern spielerisch überlegen und erspielten sich etliche Großchancen, doch schlussendlich fehlten die Tore. Die fielen dann auf der Gegenseite. Schäfer musste schon 33 Mal den Ball aus dem Netz holen, nur der HSV, Hoffenheim und Bremen haben noch löchrigere Abwehrreihen als Nürnberg. 

Ausblick: Es ist ja so eine Sache beim 1. FC Nürnberg. Die Lage ist prekär. Der "Club" hat nach 17 Spielen noch nicht einmal gewonnen und nur elf Punkte auf dem Konto. Trotzdem hörte man nach vielen FCN-Spielen den Satz: "Wenn wir so spielen wie heute, steigen wir auf keinen Fall ab." Irgendwann hilft diese Parole aber einfach nicht mehr. Nürnberg wäre nicht die erste Mannschaft, die sich mit spielerischen Lorbeeren, aber ohne genügend Punkte in die 2. Bundesliga verabschieden würde. Doch prinzipiell kennt der "Cluberer" das Abstiegsgespenst nur allzu gut. So blauäugig, die Lage zu unterschätzen, wird man beim Altmeister nicht sein. "Wir haben 17 gefühlte Endspiele vor uns", weiß auch Manager Martin Bader. 

Wussten Sie, dass ... Per Nilsson in 68 Bundesliga-Spielen für den "Club" beeindruckende zehn Mal traf? Für Hoffenheim traf er in Bundesliga und 2. Bundesliga gar nicht (45 Spiele).

 

Eintracht Braunschweig

i_nielsen_test_920.jpgNach mageren elf Punkten aus 17 Spielen soll nun das Kollektiv in Braunschweig das Wunder erzwingen. "Das Eintracht-Gen, das uns in der Vergangenheit ausgezeichnet und stark gemacht hat, ist zurück", sagte Trainer Torsten Lieberknecht nach dem Trainingslager im spanischen Chiclana der "Braunschweiger Zeitung". Zwar verlor der Tabellenletzte in einem Testspiel gegen den direkten Konkurrenten Freiburg mit 0:2, doch mit einem 1:0-Sieg gegen den Schweizer Meister FC Basel und einem 2. Platz beim Wintercup in Düsseldorf gelangen den Löwen Achtungserfolge (Testspiele im Überblick).

Personal: Coach Lieberknecht setzt im Kampf um den Klassenerhalt mit einer Ausnahme auf vorhandenes Personal. Hoffnungsträger ist Neuzugang Havard Nielsen (Foto ©imago), der aus Salzburg kam. Der norwegische Stürmer knipste prompt im Test gegen Almelo (alle Transfers im Überblick), klagte allerdings zuletzt über muskuläre Probleme. Offensivspieler Jan Hochscheidt, der in der Hinrunde lange verletzt ausfiel, brennt auf sein Comeback: "Für mich ist das wie ein zweiter Start", sagt der 26-Jährige. Mit Gianluca Korte zog sich ein anderer Offensivakteur einen Kreuzbandriss zu und fällt lange aus. Damir Vrancic (Achillessehnenprobleme), Timo Perthel (muskuläre Probleme), Marco Caligiuri (Rückstand nach Innenbandanriss) und Dennis Kruppke (Muskelfaserriss) sind noch angeschlagen.

Problemzone: Nur zehn Treffer glückten der Eintracht in der Hinrunde, offensiv müssen sich die Niedersachsen also mächtig steigern. 44 Prozent Ballbesitz im Schnitt waren außerdem Ligatiefstwert. 

Ausblick: Lieberknecht arbeitete mit seinem Team im Trainingslager vor allem im taktischen Bereich. So schickte der 40-Jährige in den Tests gegen Basel und Freiburg seine Mannschaft in einem neuen 4-1-4-1-System aufs Feld. Für die heiße Phase der Saison ist der Coach optimistisch. "Wir haben ja nicht nur Kontakt zum Relegationsplatz, sondern auch zu den Teams, die aktuell 18 oder 19 Punkte haben", sagte Lieberknecht, "im ersten Moment klingt es so, als seien die Teams weit weg, aber im Fußball braucht sich so ein Vorsprung schnell auf."

Wussten Sie, dass ... die Eintracht im Januar 1967 ebenfalls zum Rückrundenauftakt auf Bremen traf? 3:2 gewann Braunschweig, verteidigte die Tabellenspitze und wurde am Saisonende Meister.

 

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