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Bundesliga

20.01.2014 - 09:30 Uhr


Liga im Check: Plätze 13 bis 15

München - Problemzonen, Ziele, Hoffnungsträger: bundesliga.de nimmt die Clubs vor dem Rückrundenstart im großen Liga-Check unter die Lupe. In diesem Teil: die Teams auf den Plätzen 13 bis 15.

Hannover 96

i_korkut_h96_finger_920.jpgNach einer enttäuschenden Hinrunde ohne einen einzigen Auswärtspunkt haben die Verantwortlichen der Niedersachsen zum Jahreswechsel die Reißleine gezogen und sich nach vier Jahren von Trainer Mirko Slomka getrennt. Mit Tayfun Korkut soll ein neues Gesicht die Roten von Rang 13 wieder in sichere Gefilde führen. "Unser Ziel muss es selbstverständlich sein, so schnell wie möglich nichts mehr mit dem Abstiegskampf zu tun haben. Schön wäre es, wenn wir bis zum Saisonende einen Platz um Rang 10 erreichen könnten", gab Präsident Martin Kind gegenüber bundesliga.de die Marschrichtung für die Rückrunde vor.  

Personal: Mit Florian Ballas und Franca wurden zwei Profis abgegeben, die in der ersten Saisonhälfte unter Slomka eigentlich keine Rolle gespielt haben. Auf Leihbasis neu dazugestoßen ist der Lette Artjoms Rudnevs - in der Vorsaison immerhin Top-Torjäger des Hamburger SV. Im Trainingslager in Belek hat sich Pechvogel Christian Pander erneut am Knie verletzt und musste vorzeitig abreisen. Auch Abwehrspieler Felipe und Stürmer Didier Ya Konan stehen noch nicht wieder zur Verfügung.

Problemzone: Angesichts von nur 23 Toren in den ersten 17 Spielen erscheint die mit Rudnevs gefundene Verstärkung für den Angriff durchaus sinnvoll. Zumal nur 14 dieser 23 Treffer aus dem Spiel heraus gefallen sind, der Rest nach Standardsituationen. Auch in den bislang drei Testspielen brachte man das Runde nur zwei Mal im gegnerischen Tor unter - gewinnen wird so natürlich schwierig (Ergebnisse im Überblick). Davon abgesehen gibt es angesichts von 31 Gegentoren und den meisten zugelassenen Großchancen der Liga (38) aber auch in der Defensive einigen Verbesserungsbedarf. Kurzum, Korkut hat noch viel zu tun. 

Ausblick: Wenn größere Verletzungsprobleme ausbleiben, sollte die Qualität der Mannschaft für den erhofften Platz im gesicherten Mittelfeld durchaus ausreichen. Die entscheidende Frage ist dennoch, wie schnell sich das Team auf die Fußballphilosophie des neuen Trainers einstellen und dessen eigentlich klare Vorstellungen umsetzen kann. 

Wussten Sie, dass ... die 96er nicht nur ligaweit am zweithäufigsten Foul gespielt (319 Mal), sondern auch die meisten Karten (47) gesammelt haben?

 

Hamburger SV

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Nach einer wenig zufriedenstellenden Hinrunde und einer von Verletzungssorgen geprägten Vorbereitung diente ein Härtetest als Mutmacher. Im letzten Testspiel vor dem Rückrundenstart bezwang der Hamburger SV den Schweizer Meister FC Basel mit 4:2, vor allem Rückkehrer Pierre-Michel Lasogga wusste mit einem Doppelpack zu überzeugen. Auch in den drei Testspielen zuvor blieben die Hanseaten zwar ungeschlagen, spielten aber gegen Arema Cronus (2:2) und Vitesse Arnheim (0:0) nur unentschieden. Der 3:0-Sieg gegen den kasachischen Erstligisten Quairat Almaty hatte nur bedingt Aussagekraft.

Personal: Am Ende war das Grüppchen der gesunden Spieler auf gerade einmal 16 Profis zusammengeschrumpft. Aufgrund zahlreicher Verletzter verzichtete Trainer Bert van Marwijk am Ende des Trainingslagers in Abu Dhabi auf eine abschließende Einheit. Besonders schwer wiegt der Ausfall von Maximilian Beister, für den die Saison wegen eines Kreuzbandrisses bereits beendet ist. Als Ersatz holte der HSV mit dem niederländischen Talent Ola John (Foto r. mit Ouasim Bouy, ©imago) van Marwijks Wunschspieler. Ob der 21-Jährige den mit zehn Scorerpunkten in der Hinrunde sehr starken Beister auf Anhieb ersetzen kann, wird sich zeigen. Johns Kumpel Ouasim Bouy (Juventus Turin) zieht es ebenfalls zu den Nordlichtern. Neben Beister fehlen den Norddeutschen zum Rückrundenauftakt Kerem Demirbay (Bänderriss) und wohl auch Johan Djourou (Wadenprobleme). Heiko Westermann (nach Knie-OP), Tolgay Arslan (Adduktoren), Lasse Sobiech (Zehentzündung), Pierre-Michel Lasogga (Oberschenkelprobleme) und Torwart Rene Adler (Sprunggelenkprobleme) haben ebenfalls noch mit Verletzungen zu kämpfen. Dafür kehrte Dennis Diekmeier nach seinem Fußbruch zurück.

Problemzone: Zusammen mit Hoffenheim gehört HSV mit 38 Gegentoren zu schwächsten Defensivreihen der Liga. Mehr Tore bekamen die Hanseaten nach der ersten Saisonhälfte nur 1987/88 eingeschenkt (39). Und auch zuhause lief es für die Hamburger nur selten rund:  In acht Spielen gelangen gerade einmal zwei Siege und ein Remis. Dass die Norddeutschen mitten im Abstiegskampf stecken, zeigt auch die Tatsache, dass die vier Saisonsiege gegen das Trio am Tabellenende sowie die auswärtsschwachen Hannoveraner gelangen. 

Ausblick: HSV-Sportchef Oliver Kreuzer blickt angespannt auf den Rückrundenstart. "Es gibt komfortablere Ausgangssituationen als mit 16 Punkten und Platz 14 in die Rückrunde zu gehen", sagt Kreuzer. "Ich bin eigentlich kein Freund von dem Wort Abstiegskampf. Aber die Situation ist ernst zu nehmen." Für den Bundesliga-Dino geht es am 18. Spieltag gegen den FC Schalke 04, im Hinspiel gab es ein spektakuläres 3:3-Unentschieden. 

Wussten Sie, dass ... der HSV von den letzten fünf Duellen gegen den kommenden Gegner Schalke nur eines gewann?

 

Eintracht Frankfurt

i_hffm_madlung_training.jpgNach einer Hinrunde zwischen Himmel und Hölle wollen die Hessen nun wieder voll angreifen. In der Europa League ist der Vorjahresaufsteiger nach starker Vorrunde weiter im Rennen, steht in der Bundesliga aktuell aber nur auf Rang 15. Das soll sich schleunigst ändern: "Wir machen einen Break, stellen uns neu auf, auch mental", sagte Trainer Armin Veh im Trainingslager in Abu Dhabi, "denn wir haben noch einiges vor in der Rückrunde."

Personal: Die Auftritte in der Europa League haben die Eintracht "Substanz gekostet", die dann im Tagesgeschäft Bundesliga häufig gefehlt hat, gibt Veh unumwunden zu. In der Winterpause hat man darauf reagiert und mit dem zuletzt vereinslosen Alexander Madlung sowie Tobias Weis (1899 Hoffenheim) zwei routinierte Akteure verpflichtet (alle Transfers im Überblick). Dafür fällt Stefano Celozzi nach seiner Meniskus-OP noch für unbestimmte Zeit aus. 

Problemzone: Die Heimschwäche! War die Commerzbank-Arena in der Vorsaison noch eine Festung, ist Frankfurt in dieser Saison erstmals in seiner Bundesliga-Historie eine komplette Halbserie ohne Sieg im eigenen Stadion geblieben. Was auch daran liegen dürfte, dass sich die Gegner längst auf die eher konterorientierte Spielweise der SGE eingestellt haben. Der Erfolgscode ist geknackt, so dass die Eintracht aktuell noch ohne Tor nach Steilpässen ist. 

Ausblick: Mit nur einem Punkt Vorsprung auf den Relegationsplatz darf man sich in der Rückrunde keine großen Patzer mehr erlauben. Auch die Testspielergebnisse waren eher durchwachsen und gaben wenig Anlass zur Euphorie. Vieles dürfte daher von einem gelungenen Start abhängen - mit Hertha BSC hat man nach dem 1:6 aus dem Hinspiel schließlich noch eine Rechnung offen. 

Wussten Sie, dass ... nur Eintracht Braunschweig und der 1. FC Nürnberg eine schlechtere Trefferquote als die SGE haben (durchschnittlich landete nur jeder zwölfte Torschuss im Tor)?

 

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