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Bundesliga

24.01.2014 - 13:30 Uhr


Liga im Check: Plätze 1 bis 3

München - Problemzonen, Ziele, Hoffnungsträger: bundesliga.de nimmt die Clubs vor dem Rückrundenstart im großen Liga-Check unter die Lupe. In diesem Teil: die Teams auf den Plätzen 1 bis 3.

FC Bayern

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Der deutsche Rekordmeister bleibt das Maß aller Dinge. Seit 41 Bundesligaspielen sind die Bayern nun ungeschlagen, nur eine von etlichen Bestmarken, die der FCB in der abgelaufenen Hinrunde eingefahren hat. Nach kurzer Eingewöhnungzeit haben sich Mannschaft und Coach Pep Guardiola perfekt aufeinander eingestimmt. "Er hat eine unglaublich klare Vorstellung von Fußball", lobt Vorstand Karl-Heinz Rummenigge den Katalanen. Im alljährlichen Trainingslager in Doha hatten die Bayern aufgrund der vielen Englischen Wochen nun das erste Mal  Zeit, Guardiolas angedachten Feinschliff vorzunehmen. Die unerwartete 0:3-Klatsche gegen RB Salzburg dürfte die Sinne der Münchner noch einmal schärfen.

Personal: Personell sieht es beim Ligaprimus immer besser aus, das Lazarett lichtet sich. Arjen Robben ist auf gutem Wege, Bastian Schweinsteiger tastet sich ebenfalls heran. Einzig Holger Badstuber konnte noch keine einzige Einheit mitmachen und wird sich noch etwas gedulden müssen. Kurz nach Öffnung des Transferfenster gab es dann auch schon den ersten Neuzugang für den Sommer zu vermelden. BVB-Knisper Robert Lewandowski wechselt in die bayerische Landeshauptstadt, während Jan Kirchhoff in der Winterpause an den FC Schalke verliehen wurde.

Problemzone: Zu einem Konfliktfeld könnte sich paradoxerweise der bestens besetzte Kader des FCB entwickeln. Allmählich kehren die Langzeitverletzten in die Mannschaft zurück. Es wird eng in der Anfangsformation. Unzufriedenheit oder böse Töne hörte man bisher nicht. Droht dem einen oder anderen aktuellen Stammspieler wie etwa Arjen Robben die Bank, könnte sich das rasch ändern. Guardiola wird großes Fingerspitzengefühl beweisen müssen seine Mannschaft bei Laune zu halten - jedoch ist das wahrlich ein Luxusproblem.

Ausblick: Die Marschroute ist klar. Der Triple-Sieger möchte seine Pokale nicht hergeben. "Das ist natürlich immer das Ziel. Wenn man drei solche Titel gewonnen hat, dann will man sie verteidigen", so Kapitän Philipp Lahm. 

Wussten Sie, dass ... die Bayern 1974 eine 0:5-Klatsche beim kommenden Gegner Gladbach kassierten - und das ausgerechnet einen Tag nach ihrem bis dahin größten Triumph? Am 18. Mai 1974 gewannen die Fohlen 5:0. Die Bayern hatten einen Tag zuvor (!) im Wiederholungsspiel gegen Atletico Madrid erstmals den Europacup der Landesmeister gewonnen.

 

Bayer Leverkusen

i_sam_matip_hoeger_920.jpgViel besser hätte die Hinrunde für die Werkself nicht laufen können. Tabellenplatz 2, Bayern-Jäger Nummer eins, ungeschlagen gegen den FCB und den BVB. Die zwei Pleiten in Folge zum Ende der Halbserie konnten die Freude über die Punkteausbeute nicht trüben. Manager Rudi Völler sprach von einer "tollen Hinrunde", zumal Leverkusen noch auf allen drei Hochzeiten (Bundesliga, Champions League, DFB-Pokal) tanzt. Vor allem die Bayer-Offensive um Stefan Kießling, Heung-Min Son und Sidney Sam begeisterte auf ganzer Linie. Während der Vorbereitung hatten die Rheinländer keine Probleme, alle Testspiele bestritt die Werkself erfolgreich, zudem gewannen Simon Rolfes und Co. den Wintercup in Düsseldorf.

Personal: Klarer Gewinner der Vorbereitung ist Eren Derdiyok. Der Ex-Hoffenheimer erzielte bisher sechs Treffer in diversen Testspielen. Der Schweizer könnte damit zur echten Alternative in der Sturmspitze werden. Auch auf den Transfermarkt hat Leverkusen im Winter zugeschlagen. Super-Talent Julian Brandt wechselte von der Wolfsburger U19 zu den Bayer-Profis - ein Wechsel für die Zukunft. Allerdings gab es auch einen schmerzhaften Abgang zu verzeichnen. Nach Andre Schürrle zum Ende der letzten Saison wechselt mit Sidney Sam ein weitere Außenstürmer den Club - ihn zieht es im Sommer zu Schalke 04. Verzichten muss Bayer während der Rückrunde auf Robbie Kruse, der sich im Training einen Kreuzbandriss zuzog.

Problemzone: Bayer fehlt die Breite im Kader. Bei der 0:1-Niederlage in Braunschweig wurde die qualitativ dünne Personaldecke offentsichtlich. Im Hinblick auf die Dreifach-Belastung könnte sich diese Kaderlücke zu einem großen Problem entwickeln, gerade wenn Leistungsträger wie Gonzalo Castro, Simon Rolfes oder Stefan Kießling mal ausfallen würden. 

Ausblick: Am liebsten würden die Rheinländer die Rückrunde genau dort beenden, wo sie aktuell rangieren - auf Platz 2. "Wir wollen wieder in die Champions League", sagte Völler. Gelingt Leverkusen ein ähnlich guter Start wie in der vergangenen Halbserie, könnte sich der Traum von der Königsklasse schon frühzeitig wieder erfüllen. 

Wussten Sie, dass ... alleine die Stürmer von Leverkusen deutlich mehr Tore erzielten (25) als alle Spieler des kommenden Gegners Freiburg zusammen (16)?

 

Borussia Mönchengladbach

i_kruse_raffael_920.jpgDie Fohlen sind trotz des 1:1-Remis gegen den VfL Wolfsburg bester Dinge in die Winterpause gegangen. Acht Siege in neun Heimspielen waren der Grundstein der Gladbacher für Platz 3 nach der Hälfte der Saison. Das ist schon gut“, fasste Borussia-Trainer Lucien Favre die starke Vorrunde zusammen. Die Ergebnisse der Vorbereitung lassen hoffen, dass sich eine ähnlich starke Rückrunde anschließen wird. Gegen Hertha BSC (3:0), den FC St. Gallen (2:1) und den VfL Bochum (2:0) siegte die Borussia, gegen Besiktas Istanbul gab es ein 1:1-Unentschieden. Ein echter Gradmesser für die eigene Positionsverortung wird direkt zum Rückrundenauftakt erwartet: Dann reist der FC Bayern München in den BORUSSIA-PARK.

Personal:  In Kwame Yeboah vom australischen Club Brisbane Roar gab es im Winter nur einen - allerdings perspektivischen - Neuzugang (alle Transfers im Überblick). Mit Rekonvaleszent Alvaro Dominguez steht Favre eine Alternative mehr in der Innenverteidigung zur Verfügung, zumal Dominguez' starker Vertreter Tony Jantschke nach seiner Gesichtsverletzung doch nur kurz pausieren muss und zum Auftakt gegen den FCB zur Verfügung stehen dürfte.

Problemzone: Die Außenpositionen könnten stärker sein. Die Fohlen ließen 248 gegnerische Flanken zu (nur Leverkusen und Bremen mehr) und schlugen selbst die wenigsten (107). Nach einer Flanke war die Borussia in der Hinrunde erst einmal erfolgreich. Auf ein Tor nach einer Ecke warteten die Gladbacher bislang vergebens.

Ausblick: Gelingt es der Mannschaft von Trainer Lucien Favre, die Heimstärke der Hinrunde in die zweite Saisonhälfte hinüber zu retten, könnte die Borussia ein ernstzunehmender Kontrahent um die Plätze 3 und 4 bleiben. Ein Kandidat für einen Europapokal-Platz sind die Borussen allemal.

Wussten Sie, dass ... in der Hinrunde einzig der kommende Gegner FC Bayern mehr Ballbesitz (66 Prozent) hatte als Mönchengladbach (56 Prozent)?

 

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