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Bundesliga

22.01.2014 - 09:05 Uhr


Liga im Check: Plätze 4 bis 6

München - Problemzonen, Ziele, Hoffnungsträger: bundesliga.de nimmt die Clubs vor dem Rückrundenstart im großen Liga-Check unter die Lupe. In diesem Teil: die Teams auf den Plätzen 4 bis 6.

Borussia Dortmund

i_bvb_klopp_training_920.jpgEnttäuscht und total kaputt ging der BVB in die Winterpause. Niederlagen, Verletzungspech und Kraftverschleiß waren zum Ende der Hinrunde die größten Sorgen beim Vizemeister. Nach dem Trainingslager und vier Testspielen (Testspiele im Überblick) sind zumindest die Ergebnisse wieder positiv. Dennoch bleiben die Schwarz-Gelben jedoch vom Pech verfolgt. Gebrochene Nase bei Nuri Sahin, Oberschenkelprobleme bei Sven Bender und auch Sorgenkind Ilkay Gündogan reiste früher aus dem spanischen La Manga ab. 

Personal: Gündogan stieg nach langer Verletzungspause - der Mittelfeldstratege fehlte seit dem 2. Spieltag - wieder ins Mannschaftstraining ein. Die kurze Euphorie sollte wenig später aber schon wieder gebremst werden. Wegen einer Bronchitis musste der Nationalspieler schon drei Tage vor Ende des Trainingslagers abreisen. Den Rückrundenstart wird er somit verpassen. Besser sieht es hingegen bei Sahin aus. Trotz seines Nasenbeinbruchs wird der 25-Jährige rechtzeitig fit sein, absolvierte sogar den dritten Test gegen Kaiserslautern von Beginn an. Zu den Pechvögeln des BVB gesellen sich auch Sven Bender (Bluterguss) und Sokratis (Fußprobleme). Positiv ist die Entwicklung bei Lukasz Piszczek und Marcel Schmelzer. Beide plagten sich in der Hinrunde mit Verletzungen, präsentierten sich im Trainingslager aber wieder fit und auf einem guten Leistungsniveau.

Problemzone: Dem BVB macht vor allem seine schwache Chancenauswertung zu schaffen. Die Dortmunder spielen sich eine Vielzahl an Möglichkeiten heraus. Diese auch zu nutzen, bleibt das Manko beim Klopp-Team. Zwar erzielte die Borussia mit 38 Toren nach Bayern die meisten Treffer, hätte diese Zahl aber noch mächtig in die Höhe schrauben können. 23 Großchancen vergaben Robert Lewandoswki und Co. in der Hinrunde.

Ausblick: "Wenn wir abrufen, was wir können, so wie wir es an den ersten elf, zwölf Spieltagen getan haben, rechne ich fest damit, dass wir mindestens Dritter werden", glaubt Mats Hummels. Trotz der vielen Rückschläge wollen die Dortmunder die direkte Champions-League-Qualifikation sichern. Marco Reus hat sogar noch höhere Ziele: "Wenn unsere Verletzten zurückkehren, haben wir wieder ein richtig starkes Team und wenn wir dann unsere Leistung bringen, werden wir uns den 2. Platz sichern."

Wussten Sie, dass ... Robert Lewandowski seinen ersten Dreierpack in der Bundesliga gegen den kommenden Gegner Augsburg schnürte? Im Oktober 2011 knipste er drei Mal gegen die Schwaben, das Spiel endete 4:0.

 

VfL Wolfsburg

i_wob_training_Auftakt_920.jpgDer VfL Wolfsburg ist in der Bundesliga seit neun Spielen ungeschlagen und machte in der Tabelle einen Satz bis auf Platz 5. Im Trainingslager mussten die Wölfe nun neben zwei Siegen auch mal wieder eine Niederlage hinnehmen (Testspiele im Überblick). Die Ambitionen bei den Niedersachsen sind dadurch nicht gesunken. Wolfsburg will sich in der Spitzengruppe der Bundesliga etablieren. Auch dank eines Königstransfers.

Personal: Der VfL hat auf dem Transfermarkt zugeschlagen und sich mit Kevin De Bruyne eines der begehrtesten Objekte gesichert. Der hochtalentierte Belgier verstärkt die Offensive und ist gleichzeitig eine Kampfansage an die Konkurrenz. Mit Junior Malanda verstärkt ein weiterer Belgier das Team von Dieter Hecking. Große Verletzungssorgen gibt es in Wolfsburg keine. Bis auf den Langzeitverletzten Vieirinha konnten alle Spieler das Trainingslager ohne weitere Probleme absolvieren. Auch Bas Dost, der in der Hinrunde lange ausgefallen war, kommt immer besser in Form und überzeugte in den Testspielen.

Problemzone: Der Angriff war in der Hinrunde eine der wenigen Problemzonen. Wolfsburg erzielte nur 28 Tore, acht Teams waren besser. Besonders abhängig war der VfL von der Form seines Stürmers Ivica Olic. Der Kroate erzielte sieben Treffer und war stets in bestechender Form. Nun ist mit Dost ein weiterer Angreifer wieder auf seinem Leistungsniveau. Auch nach Standards präsentierte sich die VfL-Defensive nicht gut aufgestellt. Kein Team bekam mehr Treffer nach gegnerischen Freistößen und Ecken. 

Ausblick:  Wolfsburg plant die Zukunft. Mit der Verpflichtung von de Bruyne ist ein nächster Schritt getan worden. In der Rückrunde soll der starke Wolfsburger Kader die ersten Erfolge einfahren. Konkret bedeutet das: die Qualifikation fürs internationale Geschäft. Mit Platz 5 geben sich die Wölfe noch nicht zufrieden, auch wenn Manager Klaus Allofs tiefstapelt: "Vor einem Jahr hat der VfL noch gegen den Abstieg gespielt, jetzt sollen wir Bayern und Dortmund angreifen - genau diese Sprünge zwischen den Extremen wollen wir nicht. Wir wollen eine solide Basis." Dennoch wissen die Wolfsburger, was in dieser Saison noch möglich ist.

Wussten Sie, dass ... Ivica Olic mit seinen 34 Jahren noch immer weiß, wo das Tor steht: Mehr Treffer als in dieser Hinrunde (sieben) hat er in einer Halbserie noch nie erzielt.

 

Hertha BSC

i_bsc_luhukay_ronny_920.jpgEine überragende Hinrunde spielte Aufsteiger Hertha BSC. Die Berliner belegen zur Winterpause den 6. Platz. Hinter dem Erfolg steht vor allem Trainer Jos Luhukay, der von Woche zu Woche bewies, dass er einerseits einen Plan fürs Kollektiv hat und andererseits auch im Umgang mit einzelnen Spielern ein gutes Gespür zeigt. In den Testspielen konnte die Hertha allerdings noch nicht überzeugen und gewann keine Partie (Testspiele im Überblick). Bis zum Rückrundenstart wollen die Berliner wieder in Form kommen.

Personal: Personell gab es bei den Herthanern nur wenige Neuerungen. Lediglich im Tor hat sich der Tabellensechste mit Rune Jarstein verstärkt. Das war auch nötig, denn in der Vorbereitung fielen Stammkeeper Thomas Kraft und Nachwuchstalent Marius Gersbeck zeitweise aus. Neben den beiden Torhütern konnten auch Peer Kluge (Rückenbeschwerden) und Tolga Cigerci (Achillessehne) im letzten Test gegen Gladbach (0:3) nicht mitwirken. Fanol Perdedaj, der unter Jos Luhukay keine Rolle spielte, hat den Verein in Richtung Cottbus verlassen. 

Problemzone: Probleme hat die Hertha derzeit auf der Torwart-Position. Stammtorwart Kraft wird weiter vom Verletzungspech verfolgt. Das Testspiel gegen Gladbach verpasste der Schlussmann aufgrund von Rückenbeschwerden, bereits davor konnte er wegen einer Innenbandreizung nicht eingesetzt werden. Auch der Rückrundenstart ist für Kraft in Gefahr. Für ihn würde dann wohl der neuverpflichtete Jarstein einspringen. Der 29-Jährige hatte seit November kein Spiel mehr über 90 Minuten absolviert. Seine erste Bewährungsprobe im Tor der Herthaner meisterte er gegen Gladbach nicht fehlerfrei. Dennoch bleibt der Torwart selbstbewusst: "Ich fühle mich von Tag zu Tag besser“, sagte er gegenüber "bild.de".

Ausblick: Wenn die Berliner ihren 6. Tabellenplatz halten könnten, wäre das überraschend gut. Auch wenn es in der Rückrunde einige Plätze nach unten geht, würde das bei der Hertha nicht für große Enttäuschung sorgen. Dass der Aufsteiger in der Hinrunde am Leistungslimit spielte, weiß auch Trainer Jos Luhukay. Der Niederländer hofft, dieses Niveau zu halten: "Mein Traum wäre, wenn wir am Ende noch auf Platz 6 stehen und Europa League spielen würden. Das wäre sensationell. Das Maximum, was in dieser Saison möglich ist. Aber das wird sehr schwer", sagte Luhukay im Interview mit der "Berliner Morgenpost". Zufrieden wären die Hauptstädter aber auch mit viel weniger. "Die Bundesliga ist knallhart", weiß der Coach. "Wenn wir den Klassenerhalt schaffen, dann haben wir unser Ziel im ersten Jahr erreicht."

Wussten Sie, dass ... die Hertha ihren bis heute höchsten Auswärtssieg ihrer Bundesliga-Geschichte beim kommenden Gegner Eintracht Frankfurt feierte? 5:0 gewannen die Berliner um Nigbur, Kliemann und Beer im Januar 1978.

 

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