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17.08.2013 - 23:13 Uhr


Lehrer Klopp trifft auf seinen Schüler

Jürgen Klopp nimmt die Aufgabe Braunschweig trotz klarer Favoritenrolle absolut ernst

Gemeinsame Vergangenheit: Jürgen Klopp (l.) und Torsten Lieberknecht kennen sich aus gemeinsamen Spielertagen in Mainz

Henrikh Mkhitaryan steht gegen Braunschweig erstmals im Kader und könnte gleich von Beginn an spielen

München - Der Altersunterschied beträgt sechs Jahre, die Erfahrungswerte liegen Welten auseinander und dennoch kennen sich die Trainer von Borussia Dortmund und Eintracht Braunschweig bestens. Jürgen Klopp war einst Mitspieler von Torsten Lieberknecht beim 1.FSV Mainz 05 und später auch Trainer des 40 Jahre alten Aufstiegscoaches der Niedersachsen. Am Sonntag treffen sich Lehrer und Schüler erstmals als Trainer in der Bundesliga - mit klaren Vorzeichen (ab 17 Uhr im Live-Ticker).
Am 1. Spieltag untermauerten die Dortmunder mit dem 4:0-Sieg in Augsburg gleich mal den Anspruch, auch in der Saison 2013/2014 um den Titel mitzuspielen. Pierre-Emerick Aubameyang stellte sich in der Fuggerstadt dem Bundesliga-Publikum mit einem Dreierpack vor. (Aubameyang im Fokus)

Derweil zahlten die Braunschweiger trotz starker Leistung gegen Bremen bei der 0:1-Niederlage ordentlich Lehrgeld.

Mkhitaryan vor Debüt



Aubameyang also kennt man in der Bundesliga bereits, gegen Braunschweig könnte es nun das nächste Debüt eines BVB-Stars geben. Der bislang verletzte Armenier Henrikh Mkhitaryan könnte gegen Braunschweig seinen Premieren-Einsatz in der Bundesliga feiern. "Er gehört zum Aufgebot", bestätigte Klopp unter der Woche.

Sogar ein Startelf-Einsatz steht im Raum, da Ilkay Gündogan verletzt vom Länderspiel gegen Paraguay (3:3) zurückkehrte und deshalb für das Spiel gegen den Aufsteiger kein Thema ist. "Das ist eine von mehreren Optionen", ließ Klopp keinen detaillierten Blick in seine Gedankengänge zu.

Respekt vor Braunschweig



Als Testlauf für härtere Aufgaben will der Meistercoach das Duell mit Braunschweig und seinem ehemaligen Schüler Lieberknecht keinesfalls verstanden wissen. "Ich habe größten Respekt. Wir müssen alles raushauen." Diese Forderung kommt nicht von ungefähr: Die Eintracht ist schließlich einer von sechs aktuellen Bundesligisten, gegen die der BVB eine negative Bilanz aufweist (11 Siege, 13 Niederlagen, 10 Remis).

Experimente wird es deshalb nicht geben, Stammkeeper Roman Weidenfeller kehrt nach seiner Sperre zurück zwischen die Pfosten, Mitch Langerak muss weichen.

Lieberknecht erwartet kein Wunder



Die Niedersachsen reisen ihrerseits mit einer gesunden Selbsteinschätzung zum Champions-League-Finalisten der Vorsaison. "Wir versuchen, uns dort bestmöglich zu verkaufen und all das, was in unserer Macht steht, abzurufen", sagte Coach Lieberknecht, der in Dortmund auf die Unterstützung von 7.000 Eintracht-Fans bauen kann.

Auf der Pressekonferenz vorm Spiel in Dortmund sorgte Lieberknecht schon für Aufsehen. Er sprach ganz offen davon, dass seine Elf zum kommenden Deutschen Meister reisen werde.

Einige Ausfälle bei den Gästen



Braunschweig muss bei der ohnehin schon schweren Aufgabe im Signal Iduna Park gleich auf vier Akteure verzichten. Deniz Dogan (Steißbeinprellung), Matthias Henn (Risswunde am Knie), Jonas Erwig-Drüppel (Muskelzerrung) und Domi Kumbela (Trainingsrückstand) fallen am Sonntag definitiv aus.

Nicht zuletzt deshalb war Lieberknecht heilfroh, dass sich die Nationalspieler Omar Elabdellaoui (Norwegen) und Ermin Bicakcic (Bosnien-Herzegowina) im Einsatz für ihre Länder nicht auch noch verletzt haben.

"Wichtig ist, dass beide gesund wieder zurück nach Braunschweig gekommen sind." Denn das Duo braucht Lieberknecht unbedingt, um in Dortmund vielleicht doch seinem einstigen Lehrmeister ein Bein zu stellen.


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