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15.12.2013 - 16:11 Uhr


"Konnte meinem Team helfen, das ist das Wichtigste"

Lässt sich feiern: Diego (l.) verwandelte beim Sieg gegen Stuttgart einen direkten Freistoß

Vor der Vertragsverlängerung? "Es wird der richtige Moment kommen, und er ist nicht mehr so weit entfernt"

Nach dem Sieg gegen Stuttgart ist die Euphorie in Wolfsburg groß: "Wir freuen uns auf das Spiel in Mönchengladbach", meint Diego

Wolfsburg - Er ist der Freistoßspezialist der Bundesliga. Kein aktueller Spieler hat mehr Tore nach einem ruhenden Ball erzielt als der Wolfsburger Diego - der Treffer zum 2:0 beim 3:1-Heimsieg gegen den VfB Stuttgart war bereits sein 13. Freistoßtor. Der Mittelfeld-Regisseur  ist trotzdem nicht unumstritten bei den Niedersachsen.

Im Interview mit bundesliga.de spricht der ehemalige brasilianische Nationalspieler über seine Zukunft beim VfL und über Knoches spektakuläre Rettungsaktion.


bundesliga.de: Diego, wie erleichtert sind Sie nach diesem schwer erkämpften Heimsieg über den VfB Stuttgart?

Diego: Vor dem Spiel war klar, dass wir gewinnen wollten.Vor allem, weil wir die anderen Ergebnisse kannten. Jetzt schauen wir nach vorne und freuen uns auf das Spiel in Mönchengladbach. Das wird sehr schwer, aber man muss der Mannschaft gratulieren, weil wir als Team sehr gut gearbeitet haben.

bundesliga.de: Timo Werner hätte im ersten Durchgang fast die Führung für den VfB erzielt, doch ihr Teamkamerad Robin Knoche verhinderte den Ausgleich mit einer spektakulären Rettungstat. Eine wichtige Aktion für den Verlauf des Spiels.

Diego: Robin hat das sehr gut gemacht, dafür ist ein Verteidiger ja da. Die Offensivspieler sind fürs Tore schießen verantwortlich und die Abwehrspieler fürs Verteidigen. Am Ende haben wir gewonnen, das ist das Wichtigste. Jeder muss sein Soll erfüllen, wir brauchen jeden Spieler für den Erfolg des Teams.

bundesliga.de: Nach 72 Spielminuten sind Sie durch Ivan Perisic ersetzt worden. Waren Sie platt oder hätten Sie auch 90 Minuten durchspielen können?

Diego: Ich habe mich sehr gut gefühlt heute. Ich hätte auch 90 Minuten spielen können, aber der Trainer hat entschieden, dass ich raus sollte. Kein Spieler auf der Welt will gerne ausgewechselt werden, aber das ist kein Problem für mich gewesen. Es war ja auch nicht das erste Mal, dass ich ausgewechselt worden bin und wird nicht das letzte Mal gewesen sein. Man ist nie glücklich, aber so ist das.

bundesliga.de: Nach ihrem Tor war die Erleichterung bei Ihnen sehr groß. Sie haben Küsse ins Publikum geworfen. Wem galten diese?

Diego:  Ja, ich habe mich sehr über mein Tor gefreut. Die Küsse galten meiner Frau, die mich immer so gut unterstützt.

bundesliga.de: In den letzten Wochen gab es um Ihre Person immer wieder Spekulationen. Hat Sie das in irgendeiner Weise beeinträchtigt?

Diego: Es ist schwierig und sicher keine komfortable Situation. Aber das ist ein Teil meines Jobs und ich versuche es, zu verstehen. Mein Job ist es, konzentriert zu bleiben und professionell mit dem Rummel um meine Person umzugehen und dem Team zu helfen. Es ist nicht angenehm, immer im Fokus der Medien zu stehen, aber ich respektiere das. Ich muss arbeiten, das ist mein Job und heute konnte ich meinem Team helfen, das ist das Wichtigste.

bundesliga.de: Ist schon eine Entscheidung hinsichtlich ihrer Zukunft beim VfL gefallen? Ihr Vertrag läuft am Ende der Saison aus.

Diego: Noch nicht. Aber es liegt nicht nur an mir, sondern auch am Verein. Ich habe einen Vertrag mit dem VfL und ich respektiere den Verein. Wir sollten zusammen entscheiden. Ich glaube, es wird der richtige Moment kommen, und er ist nicht mehr so weit entfernt. Ich bleibe solange ruhig und mache meinen Job. Das ist das Einzige, was ich beeinflussen kann.

 

Aus Wolfsburg berichtet Alexander Barklage

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