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15.01.2014 - 13:30 Uhr


Konkurrenzkampf im Tor: Es kann nur einen geben - Teil 2

München - Baustellenschließung auf Schalke, Status quo in Braunschweig und Rotationskarussell in Augsburg - bei drei weiteren Vereinen herrscht noch keine Klarheit zwischen den Pfosten. bundesliga.de bringt Licht ins Dunkel.

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Ralf Fährmann (l.) und Timo Hildebrand

FC Schalke 04

Im Ruhrpott gibt es definitiv etliche Baustellen, aber die Torhüterposition auf Schalke gehört nicht dazu. Nicht mehr zumindest. Timo Hildebrand musste nach schwankenden Leistungen in der Hinrunde, die beim FC Chelsea und bei Eintracht Frankfurt ihren negativen Höhepunkt erlebten, seinen Hut als Nummer 1 der Knappen nehmen und Ralf Fährmann den Vortritt gewähren.

Der 25-Jährige wirkte trotz fast zweijähriger Phase ohne Einsatzzeit bei den Profis sehr gefestigt und überzeugte in den verbleibenden vier Partien bis zur Rückrunde. Fährmann spielte gar drei Mal zu Null und sicherte den Knappen am 17. Spieltag mit einem richtig starken Auftritt einen Punkt. Und lieferte damit Argumente, die bei Trainer Jens Keller natürlich entscheidend ins Gewicht fallen. "Ralf hat das sehr gut gemacht. Deshalb ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass er auch in die Rückrunde geht", sagte der 43-Jährige.

Es scheint, als fänden die ewigen Debatten um Hildebrand und die Position zwischen den Pfosten ein baldiges Ende. Hildebrand ist deutlich im Hintertreffen, das spürt auch Fährmann: "Ich habe bewiesen, dass ich eine gute Nummer eins sein kann, habe mich von Spiel zu Spiel gesteigert und weiß auch, was ich für ein Standing in der Mannschaft habe. Ich gehe davon aus, dass ich starten werde."

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Daniel Davari (l.) und Marjan Petkovic

Eintracht Braunschweig

Beim Aufsteiger gilt das Motto Status quo. Weiterhin werden Daniel Davari und Marjan Petkovic um den Stammplatz im Eintracht-Tor rangeln. "Alles beim Alten", wie Trainer Torsten Lieberknecht im "kicker" deutlich machte. Vorteile genießt Davari, der in der Hinserie ab dem 8. Spieltag gesetzt war, weil sich Petkovic einen Muskelbündel riss. Davari kann auf 13 Einsätze zurückblicken, während Petkovic nur vier Mal das Löwen-Gehäuse hütete.

"Für mich war es auch ein Lernprozess, aber ich bin in der Bundesliga angekommen", sagte Davari. "Jetzt spüre ich, dass ich noch besser spielen kann." Der 26-Jährige, für den es auch um eine WM-Teilnahme mit dem Iran und um eine Verlängerung seines im Sommer auslaufenden Vertrags geht, gibt sich selbstbewusst, dennoch ist das Rennen mit Petkovic eng.

Im Test gegen Freiburg bekam Davari die Chance und verursachte den Elfmeter zum 0:2. Gegen den Schweizer Meister FC Basel durfte sich Petkovic beweisen und spielte prompt zu Null. Alles beim Alten und alles offen.

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Alex Manninger (l.) und Marwin Hitz

FC Augsburg

Markus Weinzierl hat an den ersten 17 Spieltagen nicht lange gefackelt. Vier Mal rotierte der FCA-Coach auf der Torhüterposition, alle drei Keeper kamen zum Einsatz. Selbst Mr. Klassenerhalt Alexander Manninger, der in der Rückrunde der vergangenen Saison eine Topleistung nach der anderen ablieferte, wurde vom Rotationskarussell gnadenlos erfasst.

Am Anfang der Saison warf den Österreicher eine Knieverletzung zurück, wodurch zunächst Mohamed Amsif befördert wurde. Weil der Marokkaner aber schon am 2. Spieltag in Bremen patzte, war das Experiment Amsif schnell beendet und Marwin Hitz rückte in den Augsburger Kasten, bis Stammkeeper Manninger wieder genesen war. Doch die Rückkehr des erfahrenen Platzhirsches brachte nicht die Sicherheit, die sich Weinzierl gewünscht hatte. Manninger gönnte sich einige Wackler, die Ergebnisse stimmten nicht. Vor dem 11. Spieltag reagierte Weinzierl und setzte seine Nummer eins auf die Bank.

"Es war eine enge Entscheidung, die man als Trainer immer mal wieder treffen muss und die dann für Hitz ausging", sagte der 39-Jährige. Seitdem spielte Hitz. Und er spielte gut. Die Chancen des Schweizers, den Platz im Tor zu behalten, sind dementsprechend gut. Trotzdem sollte er auf der Hut sein. Findet Manninger zu alter Stärke zurück, hat er einen starken Konkurrenten im Nacken. Und dass Weinzierl sich nicht scheut, nach dem Leistungsprinzip zu rotieren, weiß niemand besser als Hitz selbst.

David Schmidt

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