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23.02.2014 - 19:03 Uhr


Kobiashvili: "Ich genieße jeden Tag"

Levan Kobiashvili (2.v.l.) traf gegen Stuttgart nicht nur mit rechts, sondern ist mit nun 36 Jahren ältester Hertha-Torschütze in der Bundesliga-Historie

Damit löst der Georgier den derzeitigen Manager Michael Preetz ab

Der Erfolg in Stuttgart war bereits der fünfte Auswärtssieg der Alten Dame in dieser Saison

Stuttgart - Im kommenden Sommer wird Levan Kobiashvili 37 Jahre alt und sein Vertrag bei Hertha BSC läuft aus. Das ist für den Georgier allerdings kein Grund, Trübsal zu blasen. Im Gegenteil: Der Mittelfeld-Routinier erlebt seinen X-ten Frühling. Mit Hertha stürmt er als Innenverteidiger auf Platz 3 der Auswärtstabelle - und jetzt gelang ihm beim 2:1-Sieg in Stuttgart auch noch ein besonderes Tor.

bundesliga.de: Glückwunsch, Herr Kobiashvili!

Levan Kobiashvili: Wofür denn?

bundesliga.de: Sie sind mit ihrem 1:0 der älteste Hertha Profi, dem ein Tor in der Bundesliga gelang.

Kobiashvili: Das wusste ich nicht.

bundesliga.de: Sie haben damit Manager Michael Preetz abgelöst

Kobiashvili: (lacht) Das wurde auch Zeit. Nein im Ernst, ich versuche, im letzten Jahr alles mitzunehmen und Spass zu haben. Ich genieße jeden Tag und jedes Spiel. Das hat auch heute gut geklappt. Und jetzt noch das Rekordtor.

bundesliga.de: Macht Sie das besondere Tor stolz?

Kobiashvili: (lachtWenn ich 20 wäre und ein besonderes Tor schießen würde, wäre es noch besser. Stolz bin ich allerdings darauf, dass mir der Treffer mit rechts gelungen ist. Das ist für mich in der Tat etwas Besonderes. 

bundesliga.de: Am Ende der Saison ist Schluss bei Hertha. Was haben Sie bis dahin noch vor?

Kobiashvili: Ich werde versuchen, der Mannschaft zu helfen, wo ich kann, damit es eine letzte erfolgreiche Saison wird. Ich mache meinen Job, egal auf welcher Position. Ich helfe, wo ich gebraucht werde. Ich denke, alle sehen, ich kann dem Team helfen.

bundesliga.de: Der Sieg in Stuttgart und ihr besonderes Tor sind Ansporn für weitere Taten?

Kobisahvili: Es ist schon kurios, wie gut wir auswärts zurecht kommen. Aber wir dürfen auch die Heimspiele nicht vergessen. Sie sind auch wichtig.

bundesliga.de: Trotzdem läuft es vor allem Auswärts gut. Woran liegt das?

Kobiashvili: Wir lösen die Auswärtsaufgaben derzeit sehr gut. Ob in Hamburg oder in Stuttgart - wir haben sehr flexibel und clever auf die Situation reagiert. Die Mannschaft steht hinten gut und belohnt sich für den enormen Aufwand, den wir betreiben. Sicher kommt es uns entgegen, dass wir auswärts flexibler sein können, was die Spielgestaltung angeht. Aber wir spielen zuhause auch nicht schlecht, es fehlt nur vielleicht der letzte Tick. Wir müssen da konzentrierter sein.  

bundesliga.de: Wohin führt der Weg der Hertha. Mittlerweile hat die Mannschaft Tuchfühlung zu den internationalen Plätzen?

Kobiashvili: Daran denken wir nicht. Ich weiß, das klingt nach Klischee, aber wir denken ans nächste Spiel und sonst nichts. Wir schauen nicht nach oben oder nach unten.

bundesliga.de: Der Klassenerhalt dürfte nach 34 Punkte am 22. Spieltag aber fest stehen?

Kobiashvili: Was sollen wir jetzt anfangen zu rechnen? Wichtig ist, dass wir auf diesem Weg bleiben, uns zuhause verbessern und weiter Siege genießen. Ich denke, das ist der beste Weg.

Das Gespräch führte Oliver Trust

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