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09.03.2014 - 12:21 Uhr


Huntelaar: "Ein 4:0 ist am Ende auch ganz gut"

Klaas-Jan Huntelaar entschied die Partie gegen Hoffenheim mit einem Dreierpack

Die Chance, seinen vierten Treffer zu erzielen, vergab Huntelaar per Strafstoß leichtfertig

Die Elf von Schalke-Coach Jens Keller (l.) liegt punktgleich hinter Leverkusen auf Platz 4

Gelsenkirchen - Mit seinem Dreierpack war Klaas-Jan Huntelaar der Matchwinner beim klaren 4:0-Erfolg der Schalker über Hoffenheim. Die größte Chance ließ er dabei aber liegen - und muss die Mannschaft jetzt womöglich zum Essen einladen.

Nach dem Spiel sprach der Stürmer über einen rundum misslungenen Elfmeter, seine Abhängigkeit von Schalkes Zeugwart und den Schlüssel zum Erfolg.

Frage: Klaas-Jan Huntelaar, ein glatter 4:0-Sieg für Schalke und drei Tore von Ihnen - das kann sich sehen lassen.

Klaas-Jan Huntelaar: Die ganze Mannschaft hat gegen Hoffenheim gut gespielt und eine richtig starke Leistung gezeigt, und das nach einer schweren Woche. Der Sieg hätte sogar noch ein bisschen höher ausfallen können, wir hatten noch mehr gute Chancen. Aber ein 4:0 ist am Ende auch ganz gut.

Frage: Sie hatten selbst auch noch eine Großchance auf dem Fuß. Was war los beim vergebenen Elfmeter, der direkt in den Armen von Hoffenheims Keeper Casteels landete?

Huntelaar: Es hat einfach nicht gut geklappt, was ich vorhatte. Normalerweise nehme ich einen langen Anlauf, suche mir eine Ecke aus und schieße dann. Jetzt habe ich es mal anders versucht. Das mache ich beim nächsten Mal besser nicht mehr.

Frage: Nur zwei Schritte Anlauf - was hatten Sie denn dieses Mal vor?

Huntelaar: Wenn du lang anläufst und dann mit hoher Geschwindigkeit an den Ball kommst, kann der Torwart leichter spekulieren. Bei einem kurzen Anlauf kann er das nicht. Da kann ich abwarten und erst gucken, was er macht. Ich habe es lange trainiert zu warten, wohin der Torwart springt. Ich habe auch gesehen, dass er sich für eine Ecke entschieden hatte. Aber dann hätte ich den Ball nicht chippen dürfen.

Frage: Müssen Sie jetzt einen ausgeben?

Huntelaar: Ich weiß nicht recht, immerhin haben wir ja trotzdem klar gewonnen. So entscheidend war mein vergebener Strafstoß also nicht. Aber wenn ich jetzt ein Essen ausgeben muss - meinetwegen. Da werden wir schon ein schönes Restaurant finden.

Frage: Den Spielball haben Sie sich nach dem Abpfiff aufgrund Ihrer drei Treffer aber trotzdem gesichert?

Huntelaar: Unser Zeugwart Enrico hat den Ball für mich mitgenommen. Ich hoffe, er wird ihn mir dann auch geben. (lacht) Aber bei Enrico weißt du nie...

Frage: Lassen Sie uns nochmal über die Situation vor dieser Partie sprechen. Die Mannschaft hatte selbst Wiedergutmachung versprochen.

Huntelaar: In der ganzen Woche ist vieles gesagt und geschrieben worden. Wir wussten auch selbst, dass wir nach den beiden verlorenen Spielen etwas zeigen müssen. Gegen Bayern und Madrid darf man verlieren, aber nicht so. Wir waren selbst über die Art und Weise sauer, weil es für die Gegner viel zu einfach war. Wir wollten unbedingt zeigen, dass wir es besser können. Natürlich für unsere Fans, vor allem aber auch für uns selbst.

Frage: Hat der Trainer der Mannschaft auch etwas Spezielles mit auf den Weg gegeben?

Huntelaar: Wir mussten an das anknüpfen, was wir vor diesen beiden Spielen mit den elf Gegentoren gemacht haben. Die Rückrunde haben wir ja gut gespielt, da haben wir auch vier Spiele hintereinander gewonnen. Wir hatten also auch schon eine gute Serie. Nur die letzten beiden Partien waren nicht gut. Da haben wir nicht unsere Leistung gebracht. Aber gegen Hoffenheim war es wieder viel besser und wir wollen nun eine neue Serie starten.

Frage: Was konkret lief aus Ihrer Sicht im Vergleich zu den Niederlagen besser?

Huntelaar: Wir waren sehr dominant und haben als Mannschaft sehr gut gespielt. Wir waren deutlich besser im Spiel und sind viel aggressiver aufgetreten. Wir haben mehr nach vorne gespielt und mehr Druck gemacht auf den Gegner. Wir haben Hoffenheim nicht in die Partie kommen lassen. Aber Hoffenheim ist auch eine andere Mannschaft als Bayern oder Madrid. Gegen die Bayern haben wir insgesamt defensiver agiert und wollten vor allem hinten erst einmal gut stehen.

Frage: War dieser Sieg auch angesichts der Patzer der Konkurrenz ein entscheidender Schritt Richtung Champions League?

Huntelaar: Eine Entscheidung war es sicher noch nicht. Dafür stehen noch zu viele Spiele aus. Aber es war ein erster, wichtiger Schritt, den wir mit diesem Sieg gemacht haben.

Aus Gelsenkirchen berichtet Dietmar Nolte

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