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30.04.2014 - 18:01 Uhr


Herthas Brooks: Zwischen den Extremen

John Anthony Brooks stand in der laufenden Saison zwölf Mal in der Hertha-Startelf

Brooks traf gegen Braunschweig erstmals wieder seit dem 1. Spieltag

Gegen die Eintracht gewann Brooks 75 Prozent seiner Zweikämpfe

München - Erst hochgejazzt, dann aussortiert und nun auf dem Sprung zur Weltmeisterschaft: Hertha-Talent John Anthony Brooks hat ein turbulentes erstes Bundesligajahr erlebt. "Es gab Höhen und Tiefen", resümiert der 21-Jährige im Interview mit herthabsc.deSeinem Traumdebüt inklusive Einstandstreffer folgten Verletzungspausen, Leistungsschwankungen und einige Missverständnisse.

Kurz vor dem Saisonende hat das Defensiv-Talent seine Form wieder gefunden. Am 32. Spieltag krönte der 1,93-Hüne beim Sieg gegen Braunschweig seine Leistung mit seinem zweiten Saisontor. "Ich habe vorher nicht gemerkt, dass es ein guter Tag wird. Das ist einfach so gekommen", sagt er. Für seinen starken Auftritt wählten die bundesliga.de-User den Youngster zum Spieler des 32. Spieltags (das Wahlergebnis im Überblick).

Der WM-Traum lebt - trotz Tattoo-Episode

Der Aufschwung könnte gerade rechtzeitig kommen für den Sohn eines amerikanischen Vaters und einer deutschen Mutter. US-Nationaltrainer Jürgen Klinsmann plant mit dem Abwehrspieler bei der WM-Endrunde in Brasilien - vorausgesetzt seine Form passt. Drei Spiele hat Brooks bereits für die US-Boys bereits absolviert. Erst kürzlich hat sich Klinsmann telefonisch bei Hertha-Manager Michael Preetz nach Brooks erkundigt.

So rosig sah seine Perspektive in dieser Saison nicht immer aus. Schuldlos war er daran nicht. Brooks ließ sich ein großflächiges Tattoo auf dem Rücken stechen, suchte dafür mehrmals den Tätowierer auf. Wenig amüsiert warf sein Trainer Jos Luhukay ihn daraufhin aus dem Kader für das Spiel gegen Leverkusen am 30. Spieltag. "Ich habe kein Verständnis dafür, wenn man so was während der Saison macht", sagte der Niederländer. "Es ist nicht erfreulich, so können Entzündungen entstehen." So etwas mache man als Profi nicht in der laufenden Saison.

"Spieler werden nicht nur durch positive Erlebnisse erwachsen"

Zwei Spieltage später ist Brooks nun wieder der gefeierte Held. "Sein erstes Bundesligajahr ist ein Wellental", sagt Trainer Luhukay, der das schnelllebige Geschäft kennt: "Junge Spieler werden nicht nur durch positive Erlebnisse erwachsen, das gehört zum Lernprozess."

Bestätigt Brooks an den verbleibenden beiden Spieltagen seine Leistung, darf er sich auf eine Erfahrung freuen, die den Reifeprozess weiter beschleunigen dürfte. "Ich hoffe sehr", sagt Brooks, "dass ich in Brasilien dabei bin."

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