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10.11.2013 - 15:29 Uhr


Jantschke: "Das gibt es nicht alle Tage"

Tony Jantschke warnt nach Gladbachs Sieg gegen Nürnberg für die Zukunft

Denn: Die Franken um Hiroshi Kiyotake (r.) erweisen sich als zäher Gegner und gehen sogar in Führung

Am Ende aber jubeln Jantschke (l.) und Oscar Wendt über den sechsten Sieg im sechsten Heimspiel

Mönchengladbach - Die Festung BorussiaPark hält. Sechs Heimspiele, sechs Siege - das hatte es am Niederrhein zuletzt vor 26 Jahren gegeben. Fast hätte Tabellenschlusslicht Nürnberg den "Fohlen" ein Bein gestellt, doch das Team von Trainer Lucien Favre konnte die Partie nach einem 0:1-Rückstand noch drehen.
Am Ende siegt die Elf vom Niederrhein gegen den "Club" noch mit 3:1. Nicht so überzeugend wie zuletzt, dafür gnadenlos effektiv - Gladbach festigt mit dem dritten Sieg in Folge Platz vier. Abwehrspieler Tony Jantschke, der wieder als Innenverteidiger aushalf, könnte sich an den Tabellenplatz gewöhnen, wie er im Interview mit bundesliga.de erklärt.

bundesliga.de: Tony Jantschke, Glückwunsch zum Sieg. Statt Gala heute ein hartes Stück Arbeit?

Tony Jantschke: Es war wirklich ein schweres Spiel für uns. Nürnberg hat es sehr gut gemacht, das muss man klar anerkennen. Wir haben in der ersten Halbzeit gar nicht in unser Spiel gefunden, in der zweiten Hälfte wurde es dann etwas besser. Nürnberg hat aber weiterhin gute Chancen zum 2:0 gehabt. Es war am Ende ein glücklicher Sieg für uns. Es ist klar, dass wir nicht jedes Mal eine Gala abliefern können, aber Nürnberg hat viel zu viele Chancen gehabt.

bundesliga.de: Würden Sie sagen, dass Ihre Mannschaft inzwischen so gefestigt ist, dass sie auch schwächere Spiele noch zu ihren Gunsten entscheiden kann?

Jantschke: Ich denke schon, wobei ich sagen muss, dass es heute auf Messers Schneide stand, weil Nürnberg sehr gut mitgespielt hat. Nürnberg hatte zwar noch keinen Sieg aber sieben Unentschieden geholt und genauso oft verloren wie wir. Wir sind froh, dass wir auch diesen glücklichen Sieg eingefahren haben. Sechs Siege in sechs Heimspielen gibt es auch nicht alle Tage.

bundesliga.de: Was bedeutet der Sieg nun?

Jantschke: Wir sind froh über die Punkte und darüber, dass wir weiter Vierter sind mit einem guten Polster auf die zweistelligen Ränge. In der oberen Tabellenhälfte zu bleiben ist unser Ziel und davon werden wir erst einmal nicht abweichen.

bundesliga.de: Steigen jetzt nicht so langsam die Ansprüche?

Jantschke: Klar, Rang vier ist natürlich ein schöner Platz, da würden wir gerne bleiben, aber wir haben immer gesagt, dass wir einen einstelligen Tabellenplatz mit Blick auf die Europa League Plätze anpeilen wollen. Dafür sind wir gut im Soll. Alles was darüber hinaus geht, nehmen wir sehr gerne mit. Aber darüber machen wir uns noch nicht zu viele Gedanken.

bundesliga.de: Wie wichtig ist es in Partien wie heute einen Spieler wie Juan Arango im Team zu haben?

Jantschke: Es ist heutzutage nicht nur enorm wichtig hinten gut zu stehen, sondern auch Spieler zu haben, die mit ihren Aktionen den Unterschied ausmachen können. Die Bundesliga ist so brutal eng, da braucht man Leute wie Juan, Raffael, Max Kruse oder Patrick Herrmann, die das sehr gut können und im Moment auch machen.

bundesliga.de: Nürnberg wäre beinahe zum Ausgleich gekommen. Wie bewerten Sie die Situation, als der Ball von der Latte vermeintlich hinter der Linie aufkommt?

Jantschke: Es geht dabei wirklich um Millimeter und wohl keiner kann in einer solchen Szene genau erkennen, ob der Ball mit vollem Umfang im Tor ist. Für die Mannschaft, die es betrifft, ist es natürlich schwierig zu akzeptieren. Ich selbst bin großer Fan von amerikanischen Sportarten, in denen der Videobeweis ganz selbstverständlich ist.

bundesliga.de: Wie lebt es sich eigentlich als Innenverteidiger?

Jantschke: Es ist immer noch etwas ungewohnt. Obwohl, seitdem haben wir in drei Spielen drei Siege geholt, bei nur zwei Gegentoren. Ist doch eigentlich gar nicht so schlecht (lacht).

bundesliga.de: Also kein Grund für Veränderungen?

Jantschke: Ich spiele dort, wo der Trainer mich hinstellt. Wir haben ja in der Abwehr verletzungsbedingt eine angespannte Situation. Vielleicht kommt nach der Länderspielwoche der ein oder andere zurück. Dann muss man die Trainingseindrücke abwarten. Wir werden sehen, ob ich weiter innen spiele oder auf meine rechte Seite zurückkehren kann.

bundesliga.de: Wie sehen Sie der Länderspielpause entgegen?

Jantschke: Es ist immer etwas schwierig. Wir sind froh mit einem Sieg in die Länderspielpause gehen zu können. Da wir heute nicht überzeugend gespielt haben, werden wir in Ruhe über einige Dinge sprechen können. Dann geht es für uns bereits recht schnell weiter mit dem Freitagsspiel gegen Stuttgart. Da wollen wir unsere erfolgreiche Serie fortsetzen.

Das Gespräch führte Markus Hoffmann
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