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30.07.2013 - 09:32 Uhr


Hummels: "Die Bayern sind schlagbar"

Mats Hummels und Roman Weidenfeller klatschen ab - den ersten Titel haben sie geholt

Hummels (v., gegen Thiago) spielte einst in der Jugend des FC Bayern

Im vergangenen Jahr jubelten die Münchner, dieses Jahr feiert der BVB den Supercup-Sieg

Dortmund - Der BVB hat den Supercup gewonnen - und die Bundesliga atmet fast kollektiv auf. Der 4:2-Erfolg der Dortmunder über den FC Bayern München wird als Zeichen gewertet, dass die vermeintliche Übermannschaft eben doch zu schlagen ist. Das aber erfordert nicht weniger als 100 Prozent, betont Mats Hummels.
Der Innenverteidiger des BVB war mit solider Defensivarbeit und offensiven Vorstößen am Triumph über die Bayern beteiligt. Nach der Partie stellte sich ein sichtlich zufriedener Mats Hummels den Fragen und sprach über den Schlüssel zum Erfolg, die Stärke der Bayern und die Perspektiven der Borussia.

Frage: Herr Hummels, die Bayern sind offenbar doch besiegbar - war das ein wichtiges Signal für die ganze Liga?

Mats Hummels: Der Tenor, den man in den letzten Tagen und Wochen bei vielen anderen Mannschaften hören konnte, klang doch schon sehr nach Resignation. Insofern war das vielleicht schon ein kleines Signal, dass es auch anders geht und die Bayern zu schlagen sind. Aber das ändert nichts daran, dass jeder weiß, dass die Bayern trotzdem auch in dieser Saison Favorit sind auf so ziemlich alles, was es zu gewinnen gibt. Weil sie einfach einen Kader haben, den man so noch nicht oft gesehen hat. Dennoch kann man in den 90 Minuten, in denen man gegen sie spielt, immer versuchen, als Sieger hervorzugehen. Dieses Mal hat es bei uns geklappt.

Frage: Sie haben vor der Partie erklärt, dass für den BVB danach auch klar sei, was in der neuen Saison möglich ist. Wie fällt jetzt Ihre Prognose aus?

Hummels: Wenn wir unseren Fußball so konsequent durchziehen, wie wir es im Prinzip in den letzten vier Jahren - mit Abstrichen im letzten Jahr in der Liga - durchgehend getan haben, dann sind wir eine herausragende Mannschaft. Und dann können wir auch sehr viel erreichen.

Frage: Waren Sie selbst etwas überrascht, dass es im Supercup schon so gut geklappt hat? Zuletzt hatte noch nicht alles so gut funktioniert.

Hummels: Es war klar, dass die Abläufe von Woche zu Woche besser werden. Wir haben bei unserer Vorbereitung zuletzt auch wenig Rücksicht genommen zum Beispiel auf die Spiele gegen Gladbach und den HSV beim Telekom-Cup. Da hat uns die Frische gefehlt, da hatten wir sehr intensiv trainiert. Das ist doch etwas anders, als wenn man sich gezielter auf eine Partie hin vorbereitet.

Frage: Sind die Bayern abgesehen von ihrer Systemumstellung anders zu spielen als in der vergangenen Saison?

Hummels: Im letzten Jahr war es unheimlich schwierig, gegen die Bayern zu spielen. Und das ist so geblieben. Sie verteidigen richtig gut. Zugleich spielen sie nach vorne sehr aggressiv. Da ist es nicht einfach, Zugriff zu bekommen. Aber genau das haben wir gut hinbekommen, wir hatten gute Balleroberungen. Das war sehr wichtig. Ich denke, dass war auch der Schlüssel zum Erfolg.

Frage: Wie hoch war auch angesichts der Temperaturen der Aufwand, um den ersten Titel der Saison zu gewinnen?

Hummels: Dieser Aufwand lag ganz bestimmt bei 100 Prozent, vor allem bei der Spielweise der Bayern mit sehr viel Ballbesitz und sehr viel Spielverlagerung. Das war für uns sehr laufintensiv. Gerade in der Innenverteidigung gibt es auch Spiele, in denen man läuferisch etwas weniger zu tun hat. Es ist aber ganz klar, dann man gegen Bayern generell nur gewinnen kann, wenn man 100 Prozent gibt und einen guten Tag hat.

Frage: Im letzten Jahr war der Gewinn des Supercups für die Bayern der Auftakt zu einer grandiosen Saison. Kann das jetzt auch für den BVB gelten?

Hummels: Da müssen wir jetzt wirklich keine Parallelen ziehen. Das wäre doch wirklich zu weit hergeholt.

Aus Dortmund berichtet Dietmar Nolte
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