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04.08.2013 - 10:13 Uhr


HSV will im Pokal die Wende schaffen

Nach dem 0:4 des Hamburger SV in der Generalprobe bei Dynamo Dresden will Trainer Thorsten zum Pflichtspiel-Auftakt im Pokal nichts anbrennen lassen

Der VfB Stuttgart hat in der Qualifikation zur Europa League zwar bereits die ersten 90 Minuten unter Wettkampfbedingungen absolviert, wartet aber noch auf den ersten Sieg

Hertha BSC ist in der ersten Runde beim VfR Neumünster zu Gast - und ist gegen den Viertligisten natürlich klarer Favorit

Fortuna Düsseldorfs Coach Mike Büskens will beim SC Wiedenbrück "keinen Zweifel daran lassen, wer in die nächste Runde einzieht" (© Imago)

Nach zwei Niederlagen in den ersten beiden Spielen der 2. Bundesliga will der FSV Frankfurt um Trainer Benno Möhlmann bei Optik Rathenow nicht nur weiterkommen, sondern auch neues Selbstvertrauen tanken

München - Es geht Schlag auf Schlag: Am Sonntagnachmittag stehen in der ersten Runde des DFB-Pokals die nächsten Spiele an. Auch der in der Vorbereitung mit durchwachsenen Leistungen aufgefallene Hamburger SV nimmt beim krassen Außenseiter SV SCHOTT Jena sein erstes Pflichtspiel der neuen Saison in Angriff. Mit dem VfB Stuttgart und Hertha BSC treten noch zwei weitere Bundesligisten bei unterklassigen Gegnern an. Komplettiert wird der Nachmittag mit den Spielen der Zweitligisten Fortuna Düsseldorf und FSV Frankfurt. bundesliga.de blickt auf die Partien voraus.

SV SCHOTT Jena - Hamburger SV



Der Hamburger SV startet am Sonntag mit seinem ersten Pflichtspiel in die neue Saison (ab 15:45 Uhr im Live-Ticker). In der ersten Runde des DFB-Pokals gastiert die Elf von Trainer Thorsten Fink beim Oberliga-Aufsteiger SV SCHOTT Jena. Eine absolute Pflichtaufgabe - zumindest auf dem Papier. Doch abgesehen davon, dass der Pokal bekanntlich sowieso seine eigenen Gesetze hat, ist beim HSV momentan kein Spiel mehr reine Routine. Zuletzt setzte es eine 0:4-Testspiel-Klatsche beim Zweitligisten Dynamo Dresden. Dementsprechend vorsichtig, will der Bundesliga-"Dino" in Thüringen zu Werke gehen. "Wir müssen das Spiel konzentriert angehen und von der ersten Minute an Gas geben", gab Mannschaftskapitän Rafael Van der Vaart die Marschroute vor.

Gewarnt ist der HSV noch aus dem Vorjahr. Mit 2:4 blamierten sich die Hanseaten in der ersten Runde beim damaligen Drittligisten Karlsruher SC. "Dass wir als Bundesligist der klare Favorit sind, das ist völlig klar. Trotzdem ist es im DFB-Pokal jedes Jahr das gleiche Lied: Man darf keinen Gegner - ich betone: keinen! - unterschätzen", warnte Coach Fink seine Mannschaft vor unnötiger Überheblichkeit. Rene Adler und Ivo Ilicevic werden dabei fehlen.

Dass der HSV aktuell wohl nur bei wenigen Gegnern das große Knieschlottern auslöst, ist auch dem Underdog SV SCHOTT Jena bewusst. Dennoch ist dessen Trainer Steffen Geisendorf die ungleiche Rollenverteilung klar. "Wir sind Oberliga-Aufsteiger und der HSV seit 50 Jahren in der Bundesliga. Das sagt doch schon alles", dämpfte der Coach die Hoffnungen auf einen Sensationserfolg. Vor allem lernen sollen die "Glaswerker" aus dem Duell mit dem schier übermächtigen Gegner. So hofft Geisendorf, dass seine Spieler "jede Minute Einsatzzeit für ihre persönliche Weiterentwicklung nutzen".

Berliner FC Dynamo - VfB Stuttgart



Der VfB Stuttgart bestreitet mit seiner Erstrunden-Partie beim Berliner FC Dynamo schon sein zweites Pflichtspiel der neuen Saison (ab 15:45 Uhr im Live-Ticker). In der Qualifikation zur Europa League gab es bereits am Donnerstag ein 1:1 beim bulgarischen Underdog Botev Plovdiv. Der haushohe Favorit aus Schwaben will deshalb nun im Pokal nichts mehr dem Zufall überlassen. "Es wird das klassische Spiel David gegen Goliath und für uns ist das Weiterkommen Pflicht", beschrieb Sportvorstand Fredi Bobic die eigene Erwartungshaltung. Für Trainer Bruno Labbadia steht außer Frage, wer den Platz als Sieger verlassen wird: "Wir wollen und wir werden auch weiterkommen." Nicht zur Verfügung steht dabei nur der verletzte Neuzugang Marco Rojas.

Dem Oberligisten aus der Hauptstadt ist die Ausgangslage im Duell mit dem Bundesligisten bewusst. "Stuttgart hat einen Formel-1-Wagen, beim BFC haben wir ein gut getuntes Go-Kart. Wenn wir dieses Rennen gewinnen wollen, müsste der VfB schon einen Getriebeschaden erleiden", brachte BFC-Coach Volkan Uluc die Rollenverteilung auf den Punkt. Ob der VfB im zweiten Pflichtspiel endlich seinen ersten Sieg einfahren kann oder tatsächlich einen Getriebeschaden erleidet, wird sich am Sonntag herausstellen.

VfR Neumünster - Hertha BSC



Bundesliga-Aufsteiger Hertha BSC muss in der ersten Runde des DFB-Pokals beim Viertligisten VfR Neumünster ran (ab 15:45 Uhr im Live-Ticker). Auch die "Alte Dame" geht damit als glasklarer Favorit in die Begegnung und alles andere als ein Weiterkommen wäre eine faustdicke Überraschung. Einen herben Schlag mussten die Hauptstädter aber im Freitags-Training hinnehmen: Pierre-Michel Lasogga zog sich eine Teilruptur des Außenbandes und ein Knochenmarksödem zu. Somit wird der Stürmer nicht nur im ersten Pflichtspiel der Saison fehlen sondern auch den Bundesliga-Auftakt gegen Eintracht Frankfurt verpassen. Ansonsten kann Trainer Jos Luhukay aber aus dem Vollen schöpfen.

Die "Veilchen" aus Neumünster wissen um ihre Außenseiterrolle im Duell mit dem Bundesligisten. "Wir wissen, dass Hertha einen sehr schlechten und wir einen sehr guten Tag haben müssen. Wir freuen uns einfach auf das Spiel", gab sich VfR-Trainer Erwin Lamce im Vorfeld des Spiels bedeckt.

SC Wiedenbrück - Fortuna Düsselforf



Zweitligist Fortuna Düsseldorf peilt nach dem 1:1-Unentschieden im Derby beim 1. FC Köln am 2. Spieltag den Einzug in die zweite Runde des DFB-Pokals an. "Wir müssen von der ersten Minute an zeigen und keinen Zweifel daran lassen, wer in die nächste Runde einzieht", gab Coach Mike Büskens die Marschroute vor. Allerdings ist auch er vor zu großer Überheblichkeit in Pokal-Spielen gewarnt und es sei nur legitim, "dass Wiedenbrück die Sensation schaffen will und es hat in der Vergangenheit ja auch schon genügend Beispiele für solche Überraschungen gegeben". Verzichten müssen die Rheinländer auf Martin Latka, Stelios Malezas, Heinrich Schmidtgal und Michael Rensing.

Optik Rathenow - FSV Frankfurt



Auch der FSV Frankfurt tritt am Sonntag zu seinem ersten Pokalspiel der neuen Saison an. Nach einem enttäuschenden Zweitliga-Auftakt (zwei Spiele, zwei Niederlagen), soll nun beim Viertligisten Optik Rathenow der erste Pflichtspielsieg der Saison gelingen. Coach Benno Möhlmann war schon im Vorfeld bewusst, dass dafür eine Leistungssteigerung von Nöten sein dürfte: "Ich weiß, dass wir uns weiter steigern müssen und weiter steigern werden." Zweifel an einem Weiterkommen gegen den Underdog aus Rathenow hat Möhlmann aber nicht: "Wir wollen die Runde überstehen, wir wollen weiterkommen und wir wollen uns verbessert zeigen." Tim Heubach und Zafer Yelen werden dabei verletzungsbedingt nicht zur Verfügung stehen.
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