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04.08.2013 - 17:19 Uhr


Hrgota scheitert: Lilien stoppen Gladbach

Bittere Pflichtspiel-Premiere für Gladbach: Marc-Andre ter Stegen und Co scheitern fliegen gegen Darmstadt raus

Gladbach tut sich sehr schwer mit dem Drittligisten. Coach Lucien Favre (h., mit schwarzer Hose) kann zur Trinkpause noch nicht zufrieden sein. Darmstadt hält mit viel Kampf klasse dagegen, dem VfL fällt zu wenig ein

Im zentralen Mittelfeld spielt Neuzugang Christoph Kramer (l.) zusammen mit Granit Xhaka. Er überzeugt durch Laufarbeit, aber viele Impulse gibt es von ihm nicht

Neuzugang Raffael (l., gegen Jerome Gondorf) liefert zwar ein paar Geistesblitze, aber auch bei ihm ist noch Luft nach oben. Kurz vor der Verlängerung wird er ausgewechselt

Dicke Chance: Dominik Stroh-Engel (o.) vergibt in der Nachspielzeit gegen ter Stegen die beste Gelegenheit der Verlängerung

Er vergibt dann den entscheidenden Elfer für Gladbach: Branimir Hrgota (r., gegen Darmstadts Hanno Behrens)

Darmstadt - Pokal-Blamage für Borussia Mönchengladbach: Fünf Tage vor dem Punktspiel-Auftakt bei Triple-Sieger Bayern München hat das Team von Trainer Lucien Favre seine Bundesliga-Generalprobe verpatzt und ist bereits in der ersten Runde des DFB-Pokals ausgeschieden. Die schwachen Gladbacher mussten sich beim Drittligisten SV Darmstadt 98 im Elfmeterschießen mit 4:5 geschlagen geben, weil Branimir Hrgota den entscheidenden Strafstoß in Panenka-Manier nur an die Unterkante der Latte chippte. Nach 120 Minuten hatte es 0:0 gestanden.
Der fünfmalige deutsche Meister verpasste damit erstmals seit 2004 (6:7 n.E. bei Bayern München Amateure) die zweite Runde des nationalen Cup-Wettbewerbs. Vor 16.500 Zuschauern im ausverkauften Stadion am Böllenfalltor scheiterte auch Luuk de Jong im Elfmeterschießen an Torhüter Jan Zimmermann. Nationaltorhüter Marc-Andre ter Stegen hatte nur gegen Dominik Stroh-Engel pariert.

Ter Stegen stark gegen Sulu



Nur mit Glück waren die Gladbacher mit einem torlose Unentschieden in die Halbzeit gegangen. Keeper ter Stegen hatte nach einer knappen halben Stunde in höchster Not einen von Darmstadts Kapitän Aytac Sulu abgefälschten Ball an die Latte gelenkt (28.).

In das erste Duell der beiden Clubs seit 31 Jahren waren die Gastgeber mutig gegangen. Doch nach einigen Anlaufschwierigkeiten kamen dann die Gladbacher besser ins Spiel. Nicht zuletzt, weil Neuzugang Max Kruse über links immer wieder für Gefahr sorgte.

Drei Neuzugänge beginnen



Der vom SC Freiburg zur Borussia gekommene Kruse stand wie die anderen beiden Neuzugänge Raffael und Christoph Kramer in der Startformation der Gäste. Das Trio gehörte auch zu den Aktivposten in einer enttäuschenden Fohlen-Mannschaft, in der Juan Arango (Oberschenkelzerrung) und Amin Younes (Innenbanddehnung im Knie) fehlten.

Der Neu-Gladbacher Raffael war es auch, der die erste Chance vergab (10.), als er einen Schuss um einige Meter verzog. Nur drei Minuten später verpasste Lukas Rupp eine Hereingabe von Kruse knapp. Danach entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe - mit leichten Vorteilen für den keineswegs überzeugenden Bundesligisten, der noch viel Luft nach oben hat. Vor allen Dingen im Mittelfeld leistete sich die Favre-Elf viele Fehlpässe.

Kruse scheitert frei vor Zimmermann



Nach dem Wechsel fand der Bundesligist zunächst erneut kein Mittel gegen die vielbeinige Abwehr der Hessen, die 1987 schon einmal im Pokal-Viertelfinale gestanden hatten. Gladbach agierte umständlich und hatte nur wenige kreative Momente. Bezeichnend, dass Kruse ebenso fahrlässig wie freistehend an Lilien-Keeper Zimmermann (57.) scheiterte.

Auch in der Verlängerung fanden die Gladbach kein Mittel. Darmstadt verteidigte weiter geschickt und stand in der Defensive sicher, hatt durch Stroh-Engel sogar noch die beste Chance der Extraspielzeit. So musste das Elfmeterschießen die Entscheidung bringen.

Mehr zum Spiel: Live-Ticker, Aufstellungen, Statistik
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