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03.12.2013 - 14:19 Uhr


Hoffnung für den FCA-Underdog

Der FCA wittert gegen die Bayern seine Chance und hat einige Trümpfe parat: Andre Hahn und Co. (r., gegen Dante) gehören zu den laufstärksten Spielern der Liga (© Imago)

Trainer Markus Weinzierl perfektioniert das Spiel gegen den Ball immer weiter: Nur jeweils vier Teams ließen in dieser Saison weniger Torschüsse und auch Großchancen zu als der FCA

Zusätzlich empfangen die Fuggerstädter den FCB mit einer Menge Selbstvertrauen. Seit der 0:3-Pleite beim Rekordmeister haben die Hausherren kein Spiel mehr verloren

München - Diese Aufgabe scheint auf dem ersten Blick aussichtslos: Der FC Augsburg empfängt im Achtelfinale des DFB-Pokals mit dem FC Bayern München die wohl zurzeit beste Mannschaft der Welt. Im Ligaduell bei den Müchnern setzte es für den FCA bereits eine 0:3-Pleite. Nun steigt das zweite Duell dieser Spielzeit bei den Fuggerstädtern.
"Wir müssen eine Topleistung bringen. Augsburg ist eine Mannschaft, die Kilometer frisst", warnt Sportvorstand Matthias Sammer vor der Partie gegen FCA (ab 20:15 Uhr im Live-Ticker). Der FCB-Funktionär kennt die Daten genau und weiß, dass der Gastgeber mit durchschnittlichen 118 Kilometern pro Spiel etwas mehr als der Rekordmeister (117) abgespult hat. Doch nicht nur in der Ausdauer haben die Augsburger ihre Stärken.

FCA-Mittelfeld ist besonders abschlussfreudig



Der FCA sucht sein Glück in der Offensive. Spielerisch gab es gute Ansätze, gerade im 2013 neu formierten Mittelfeld mit Daniel Baier als einzigem Sechser ist eine klare Weiterentwicklung zu erkennen. Aktuell gaben nur sechs Mannschaften mehr Torschüsse ab als die Fuggerstädter. Vor allem die Akteure hinter den Stürmer sind besonders abschlussfreudig. Nur bei zwei Teams suchten die Mittelfeldspieler häufiger den Abschluss als bei Augsburg (132 Mal). Vor allem über die Flügel machen die Oberbayern viel Druck, nur Wolfsburg schlug mehr Flanken. Das Umschaltspiel klappt ebenfalls prächtig. Einzig Leverkusen kam nach Konterangriffen öfter zum Torschuss.

Höchste Konzentration in der Anfangsphase



Auch in der Defensive stimmt es. Augsburg steht im Grunde schon seit dem Bundesliga-Aufstieg defensiv solide, agiert sehr diszipliniert und ist so unangenehm zu spielen. Trainer Markus Weinzierl perfektioniert das Spiel gegen den Ball immer weiter: Nur jeweils vier Teams ließen in dieser Saison weniger Torschüsse und auch Großchancen zu als der FCA. Nach Ballverlusten wird schnell wieder die Ordnung eingenommen und der Ball führende Gegner unter Druck gesetzt, so sind die Augsburger sehr schwer auszuspielen.

Es ist also durchaus was drin für die Gastgeber gegen den scheinbar übermächtigen Gegner. Vor allem die Anfangsphase wird dabei durchaus entscheidend sein: Kommen die Augsburger gut in die Partie, erhöht sich die Chance auf eine Sensation. Dass der FCA sich auf den Punkt konzentrieren kann, haben sie bereits bewiesen: Nur einen Gegentreffer kassierten die Augsburger bisher in den ersten 15 Minuten.

Ein weiterer Hoffnungsschimmer: Der FCB reist nicht mit seiner Top-Elf an. Stars wie Franck Ribery oder Philipp Lahm fallen verletzt aus. Gänzlich chancenlos gehen die Hausherren also nicht in die Partie, das sieht auch Coach Markus Weinzierl so: "Mit unseren Fans im Rücken glauben wir, dass eine Sensation möglich ist. Auch der FC Bayern wird seine Serie nicht ewig fortsetzen. Wir sind die nächsten, die es versuchen können."

Yannik Schmidt
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