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27.11.2013 - 16:12 Uhr


Hoffenheims November-Depression

Hoffenheimer Verzweiflung: Der November ist nicht der Monat von Kevin Volland (r.) und Co. - aus drei Spielen setzte es drei Niederlagen

Die Hoffenheimer verschwinden während des Novembers im Niemandsland der Liga und haben nur noch drei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz

"So will ich meine Mannschaft nicht mehr sehen" - Markus Gisdol fand deutliche Worte nachdem er zum ersten Mal als Trainer der TSG drei Mal in Folge verloren hatte

München - Wenn die Blätter von den Bäumen fallen, wird es nicht nur draußen ungemütlich - auch in der Bundesliga für 1899 Hoffenheim. Der November ist einfach nicht der Monat der Kraichgauer, regelmäßig stürzt das Team in der Tabelle ab. Als einziger der 18 Bundesligisten ist 1899 im laufenden Monat noch ohne Punktgewinn.

"So will ich meine Mannschaft nicht mehr sehen", sagte Hoffenheims Trainer Markus Gisdol. Da hatte die TSG gerade 0:2 gegen Augsburg verloren. Drei Niederlagen in Folge - das gab es noch nie unter Gisdol. Ein ganz neues Gefühl also für ihn. Dem Verein und seinen Fans ist die miserable Punktausbeute leider vertraut.

Von Platz 9 auf 14


Die letzten Zähler holte Hoffenheim Ende Oktober beim 4:1-Sieg in Hannover. Auf dem sicheren 9. Platz ging es in den Angst-Monat. Mit 13 Punkten hatten Kevin Volland und Co. nur drei Zähler Rückstand auf einen Qualifikations-Platz zur Champions League und mit 25 geschossenen Toren gemeinsam mit dem BVB die beste Offensive der Liga. Drei Spiele später sieht die Lage anders aus. Abgerutscht auf Tabellenplatz 14 und nur noch zwei Punkte vor einem Relegationsplatz, sind die Hoffenheimer mal wieder eingeholt worden vom grauen Liga-Alltag.

Am 11. Spieltag entführten die Bayern drei Punkte aus der WIRSOL Rhein-Neckar-Arena, Hertha siegte ebenfalls in Sisnheim. Und dann musste sich die TSG jetzt in Augsburg geschlagen geben. Am 30. November kommt Werder Bremen zu Besuch, um möglicherweise noch einmal die November-Schwäche auszunutzen.

Seit 2011 schwach im November


Seit 2011 hat Hoffenheim nur eins von elf Bundesliga-Spielen im November gewonnen, drei Unentschieden und satte sieben Niederlagen stehen zu Buche. Die letzten sechs Partien gingen sogar allesamt verloren. Markus Babbel, der 2012 auf der Trainerbank saß, musste nach dem völlig verkorksten November sogar seinen Platz räumen. Auch Holger Stanislawski schaffte 2011 in drei Spielen keinen einzigen Sieg.

Historisch betrachtet gibt es aber noch schlechtere November-Bilanzen als die der Hoffenheimer. Oberhausen holte zwischen 1969 und 1971 nur zwei Punkte aus zehn Spielen. Dagegen ist man bei der TSG - mit immerhin sechs Zählen aus den letzten drei Novembern - noch gut bedient. Von sieben Mannschaften, die mit vier Niederlagen aus dem besagten Monat gingen, stiegen fünf am Ende ab.

Nicht nur der Statistik wegen sollte 1899 also gegen Bremen den Schalter umlegen und seinen Trainer zufrieden stimmen. Danach ist der November Gott sei Dank vorbei. Die Blätter sind schon unten - und Hoffenheim kann ebenfalls den Abwärtstrend stoppen.

Sebastian Blome

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